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Only Lovers Left Alive (2013)

Only Lovers Left Alive Poster
Userwertung (2)
  1. Ø 4
Kritikerwertung (3)
  1. Ø 1.5

Filmhandlung und Hintergrund

Only Lovers Left Alive: Atmosphärisches Porträt zweier Liebenden, die als Vampire Jahrhunderte überlebten, nun aber die Konsequenzen einer vergifteten Welt mittragen müssen.

Die Reinheit des Bluts ist für Adam und Eve, Angehörige einer Spezies von Unsterblichen, zur Überlebensfrage geworden. Doch die Welt, in der sie seit Jahrhunderten existieren, ist von zunehmendem Verfall geprägt. Die vergiftete Umwelt, die hirnlosen Menschen, die die große Kultur der Vergangenheit in der multimedialen Unterhaltungsgegenwart nicht mehr zu schätzen wissen – all das treibt Vampir Adam in die Isolation und Depression, zwingt seine große Liebe Eve, mit der er seit Ewigkeiten verheiratet ist, zu handeln.

Eine Vampirin eilt von Marokko nach Detroit, um ihren ewigen Liebhaber aus einer tiefen Depression zu erwecken. Großartiges Vampirdrama von Jim Jarmusch, der das ewige Untotsein als Rausch wie auch als Last beschreibt.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Vampirfilme sind längst im Mainstream angekommen. Aber auch Vertreter des Arthouse-Kinos wie der lakonische Querdenker Jim Jarmusch ("Broken Flowers", "Coffee and Cigarettes") gewinnen der Gattung noch reizvolle Aspekte ab. Der melancholische "Only Lovers Left Alive" dient dem Filmemacher dazu, die Musik- und Filmindustrie, ja die Mentalität der Zeitgenossen überhaupt als zombiehaft unkreativ zu geißeln. Der Film mit seinen von Tilda Swinton und Tom Hiddleston markant verkörperten Hippiefiguren feierte 2013 seine Weltpremiere im Wettbewerb des Filmfestivals von Cannes.

    Bei Jarmusch rennen die Vampire nicht herum, um Menschen in den Hals zu beißen, sondern beschaffen sich das Blut lieber in bereits abgefüllter Form. Nach dem Genuss aus kleinen Likörgläschen lehnen sich in stiller Ekstase zurück. Das lässt sie wie Drogenabhängige aussehen: Vampire sind süchtig nach dem puren Stoff des Lebens. Weil die weggetretenen Blutsauger vom Irdischen nicht lassen können, ist Jarmuschs Einfall richtig schräg, Adam als Lebensmüden zu zeichnen. Der Musiker ist es leid, die Menschheit wie seit Jahrhunderten mit seinen Stücken zu beglücken. Denn auch ein Vampir benötigt frische Inspiration, um kreativ zu sein, und die findet Adam in der Gegenwart nicht mehr.

    Dass Jarmusch nicht viel von der modernen Filmindustrie hält, erfährt man, wenn Adam über Los Angeles als „die Zombie-Zentrale" schimpft. Auch in der Musik vermisst er die gute alte Zeit des Rocks, der abgründigen Balladen. Adam schwärmt nicht von ungefähr für wertvolle Gitarren und bevorzugt in seiner dunklen Wohnhöhle museumsreife Elektronik: einen Plattenspieler, ein Tonbandgerät.

    Die vielen Nachtaufnahmen schenken den verlassenen Straßenzügen Detroits etwas Geheimnisvolles, als wäre die Stadt nur scheintot. Die morbid melancholische Stimmung der Geschichte spiegelt sich in Tilda Swintons undefinierbarem Lächeln auf das Schönste. Aber viele Einfälle Jarmuschs, darunter auch die Anspielungen auf klassische Kunst, bleiben eher rätselhaft. Vor allem aber fehlen dem wehmütigen Film Spannkraft und Gefühlstiefe.

    Fazit: Jim Jarmusch beklagt mit den Vampiren seines morbid melancholischen "Only Lovers Left Alive" die Seelenlosigkeit der zeitgenössischen Kultur: Seinen stimmungsvollen Bildern aber fehlt es an Spannkraft.
  • Am Thema vorbei: Dröges Vampirdrama ohne Biss. Eine blutleere Geduldsprobe für jeden, der sich hier ins Kino verirrt.
  • Undergroundmusiker Adam versteckt sich in einer heruntergekommen Villa in Detroit, seine große Liebe Eve verbirgt sich in der Kasbah von Tanger. Die beiden gehören einer ganz besonderen, nachtaktiven Spezies an. Für die seit ewigen Zeiten unsterblich Verliebten ist die Reinheit des Blutes, das sie konsumieren, zur Überlebensfrage geworden. Doch die Welt, in der sie seit Jahrhunderten existieren, ist von Verfall geprägt. Die vergiftete Umwelt, die hirnlosen Menschen, die die große Kultur der Vergangenheit in der multimedialen Unterhaltungsgegenwart nicht mehr zu schätzen wissen – all das treibt Adam in Depression. Eve sieht sich gezwungen, etwas zu unternehmen. In der etwas anderen Vampirromanze von Arthouse-Ikone Jim Jarmusch sind Adam und Eve coole Lebenskünstler, die ihre barbarischen Triebe – meist – unter Kontrolle haben. Entspannt lakonisch, mal traurig, von absurder Komik und immer wieder überraschend: Das Porträt einer unsterblichen Liebe, ein detailverliebter Kosmos und ein kritischer Blick auf eine konsumwütige Welt. In der Koppelung von Bild und Musik und der umwerfenden Präsenz seiner Stars Tilda Swinton und Tom Hiddleston entstehen hypnotische Sequenzen.

    Fazit: Das Comeback von Indie-Kultregisseur Jim Jarmusch: ein Spaß, der das Blut in den Adern gefrieren lässt.
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