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Moulin Rouge (2001)

Moulin Rouge Poster
Nicht mehr im Kino.
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Filmhandlung und Hintergrund

Moulin Rouge: Überwältigendes Musical, in dem in einem Feuerwerk der Einfälle die Geschichte einer zum Scheitern verurteilten Liebe erzählt wird.

1899. Der vom Land nach Paris gezogene Schriftsteller Christian (Ewan McGregor) verliebt sich auf den ersten Blick in Satine (Nicole Kidman), Star des Moulin Rouge. Die Kurtisane träumt von einer Karriere als Schauspielerin und ist bereit, alles dafür zu tun. Nun soll sie sich einem reichen Duke hingeben, um die Finanzierung eines Theaterstücks im Moulin Rouge zu sichern. Doch dann trifft sie auf Christian und verliert sofort ihr Herz.

Baz Luhrmanns

1899. Der vom Land nach Paris gekommene Schriftsteller Christian verliebt sich auf den ersten Blick in Satine, Star des Moulin Rouge, die Kurtisane mit den Träumen von einer Karriere als Schauspielerin. Indem Satine sich einem reichen Duke hingibt, soll die Finanzierung eines Theaterstücks im Moulin Rouge gesichert werden. Doch dann tritt Christian in Satines Leben und erobert ihr Herz im Sturm.

In Paris, der Stadt der Liebe, dreht sich 1900 alles um ihren berühmten Nachtclub, das Moulin Rouge. Auch der Schriftsteller Christian kann sich der sinnlichen Atmosphäre und dem Charme des Hauses nicht entziehen. Vor allem aber fasziniert ihn Satine, die unnahbare Kurtisane, die von einer Karriere als Schauspielerin träumt. Kurzentschlossen gibt sich Satine einem reichen englischen Duke hin, um die Finanzierung eines aufwändigen Theaterstücks im Moulin Rouge zu sichern. Doch da tritt Christian in Satines Leben und erobert ihr Herz im Sturm…

Paris, 1899: Der Schriftsteller Christian kann sich der sinnlichen Atmosphäre im Nachtclub “Moulin Rouge” nicht entziehen. Vor allem fasziniert ihn Satine, die unnahbar scheinende Kurtisane, deren Herz er im Sturm erobert. Nach seiner furiosen Neuinterpretation von “Romeo & Julia” bietet das australische Regie-Genie Baz Luhrmann einen weiteren cineastischen Paukenschlag, der mit den Superstars Nicole Kidman und Ewan McGregor ideal besetzt ist.

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Kritikerrezensionen

  • Willkommen zum Fin de Siecle! In seiner grandios artifiziellen und atemberaubend bombastischen Bohemian Rhapsody über die zum Scheitern verurteilte Liebe eines unschuldigen Schreiberlings zu einer Kurtisane im Sündenbabel Moulin Rouge erweckt Baz Luhrmann (“William Shakespeares Romeo & Julia”) im Over-the-Top-Rausch von Can-Can, Absinth und allen anderen denkbaren Klischees die tot geglaubte Form des Musical auf spektakuläre Weise zu neuem Leben. Der Künstlername des von Nicole Kidman bravourös im Stil einer Vierziger-Jahre-Diva dargestellten Moulin-Rouge-Stars Satine ist “funkelnder Diamant” – eine treffende Beschreibung auch für den Eröffnungsfilm der diesjährigen Filmfestspiele von Cannes.

    Roter-Vorhang-Kino nennt Baz Luhrmann den mittlerweile unverkennbaren delirierenden Dekonstruktivismus seiner Filme. Best bekannte Handlungsmotive mit vorhersehbarem Ausgang präsentiert der Australier in einem Sperrfeuer von berauschend präsentierten Anachronismen aus Bild, Ton, Geste und Design und ringt ihnen eine neue Wahrheit ab, die sich erst aus der Summe der aufeinander getürmten Oberflächenreize herauskristallisiert. Auf diese Weise funktionierte in “Romeo und Julia” die wahnwitzige Idee, Shakespeares Originaldialoge beizubehalten, die Handlung aber in ein grotesk überzogenes modernes Florida, wie es der Fotokünstler David LaChappelle wohl designen würde, zu verlegen. Echt sind bei Luhrmanns manisch überhöhtem Realismus nur die Emotionen. In “Moulin Rouge” treibt der Filmemacher seine Methode, die auch sein Wahn ist, auf die Spitze. Wenn er das Paris des auslaufenden 19. Jahrhunderts in all seiner für damalige Zeiten schockierenden Exaltiertheit zeigt, als würde man es in der Gegenwart erleben, dann erscheint das Unmögliche nicht nur völlig normal, sondern ist sogar Voraussetzung für das Gelingen des künstlerisch gewagten Unterfangens. Indem Luhrmann in jeder Einstellung daran erinnert, dass man im Kino sitzt, einen Film sieht, erzwingt er eine völlig neuartige Partizipation an dem altbekannten Mythos von Orpheus in der Unterwelt.

    Getreu des Mottos der im Film um Toulouse-Lautrec versammelten Künstlertruppe von “Wahrheit, Schönheit, Freiheit und, vor allen Dingen, Liebe” erzählt Luhrmann die Geschichte des jungen Autoren Christian, der am Boden zerstört vom Tod seiner großen Liebe Satine berichtet. Vom Land nach Paris gekommen, hatte Christian sich auf den ersten Blick in Satine, dem Star des Moulin Rouge, verliebt. Die verwechselt Christian jedoch mit einem britischen Duke, den sie im Auftrag des Impresarios Zidler verführen soll, um die Finanzierung eines Theaterstücks zu sichern. Als Satine ihren Irrtum bemerkt, ist es zu spät: Auch sie kann sich der Power of Love nicht entziehen und löst damit tragische Verwicklungen aus, die sich im Verlauf der Vorbereitungen für das Theaterstück, in dem ihre eigene Situation reflektiert wird, zuspitzen.

    Luhrmann will alles, und er will es in jeder einzelnen Szene. Immer und immer wieder wiederholt “Moulin Rouge” sein Mantra (“The greatest thing you’ll ever learn/Is just to love/And be loved in return”), das das in alle Richtungen explodierende Musical auch dann wie ein roter Faden durch den audiovisuellen Overkill leitet, wenn es bisweilen vom eigenen Ballast erdrückt wird, als sei er ein Michael-Bay-Film ohne Explosionen. Die Form eines Musicals ist nicht nur hilfreich, sondern zwingend: Wenn es jemals einen Film gegeben hat, in dem es völlig natürlich erscheint, dass man seinen Gefühlen mit Liedern freien Lauf lässt, dann ist es “Moulin Rouge”. Die Collage aus völlig unerwartet interpretierten und in neue Zusammenhänge gesetzten Popklassikern von Elton Johns “Your Song” (als von Ewan McGregor wunderbar gesungenes Liebesgeständnis) über Madonnas “Like a Virgin” (als Lamento Zidlers, der seine Kuppelfelle fortschwimmen sieht) und “Roxanne” (als todtrauriger Tango) bis “Diamonds Are a Girls Best Friend” (als Showcase für Nicole Kidman) tragen die Lieder immer eine neue Nuance zum Geschehen bei – und sind obendrein hinreißend mitreißend. Und immer mittendrin Nicole Kidman mit einer tollen Starperformance und Ewan McGregor als reeller Fels in diesem Meer der Artifizialität, das alle, wirklich alle, Register zieht. ts.

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