Kalender Girls (2003)

Originaltitel: Calendar Girls
Kalender Girls Poster
Nicht mehr im Kino.
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Filmhandlung und Hintergrund

Kalender Girls: Brit-Comedy nach der wahren Geschichte einer engagierten Frauengruppe, die mit einem überaus erfolgreichen Nacktkalender Spenden für die Krebsforschung sammelte.

Das Rylstone Women’s Institute, eine Vereinigung biederer Hausfrauen aus dem britischen North Yorkshire, bringt alljährlich einen Kalender heraus, um Spenden für wohltätige Zwecke zu sammeln. Als eine der Frauen ihren Ehemann durch Leukämie verliert, bekämpft sie Trauer und Depression auf gar ungewöhnlich Weise: Sie schlägt ihren Freundinnen vor, in diesem Jahr zugunsten der Krebshilfe auf die üblichen Blumen- oder Tierbilder zu verzichten, und stattdessen selbst in aller gottgefälliger Nacktheit vor die Kamera zu treten. Nach anfänglichem Zögern kommt der Vorschlag an und bleibt nicht ohne weitreichende Folgen…

Regietalent Nigel Cole serviert die wahre Geschichte eines spektakulären Welterfolgs mit der nötigen Portion Humor im Stile neuer englischer Underdog-Stoffe wie “The Full Monty” oder “Billy Elliot”.

Jedes Jahr bringen die Frauen des Women’s Institute von Rylstone einen Kalender heraus, um mit den Einnahmen aus dessen Verkauf für die Krebsforschung zu sammeln. Als eine der Verantwortlichen nach dem Krebstod ihres Mannes die aufheiternde Idee hat, den Kalender anstelle von Naturbildern mit Nacktfotos der Frauen bei ihren ganz alltäglichen Tätigkeiten zu dekorieren, hat das Unternehmen wider Erwarten so viel Erfolg, dass die Spenden groß und die Ladys weltweit berühmt werden.

Als Annies Mann unerwartet an Leukämie stirbt, sucht sie mit Freundin Chris nach einer spritzigen Idee, um an den Toten zu erinnern und gleichzeitig Gutes zu tun. Kurzerhand produzieren sie mit anderen nicht mehr ganz taufrischen Ladies einen Pin-Up-Kalender, dessen Erlös der örtlichen Krebsstation zu Gute kommen soll. Als dieser zum Kassenschlager avanciert und ihnen schließlich sogar eine Einladung zu Jay Lenos Talkshow nach Los Angeles einbringt, wird ihre Freundschaft jedoch auf eine harte Probe gestellt.

Videos und Bilder

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Auf einer wahren Geschichte beruht der zweite Spielfilm von Nigel Cole, der sich als eine Art “Full Monty” für Frauen effektiv aller Feelgood-Elemente erfolgreicher Brit-Comedys der letzten Jahre bedient. Ganz in der Tradition von “Lang lebe Ned Devine”, “Billy Elliot” oder eben “Ganz oder gar nicht” verbinden sich hier skurril-trockener britischer Humor, bissiger Wortwitz und ein ehrliches Anliegen für soziale Belange zu einem sympathischen Underdog-Film über einen Kalender mit Nacktfotos von Frauen im besten Alter, den man nicht zuletzt dank der Leistungen von Helen Mirren und Julie Walters gern sieht.

    Der Sieg kleiner Leute über die Unwägbarkeiten des Alltags steht stets im Mittelpunkt dieser längst ein eigenes Subgenre umfassenden Gattung von Film, was sie von den übermäßig saccharinen Komödien aus der Traumfabrik anenehm abhebt. Die Geschichte der Frauen des Women’s Institute von Rylstone klingt nun schon in der Realität, als sei sie von Brit-Comedys beeinflusst: Nach dem Leukämietod ihres Ehemanns konfrontierte Angela Baker ihre Trauer mit Hilfe ihrer besten Freundin Tricia, indem sie einen Nacktkalender initiierte, um etwas Geld für das örtliche Krankenhaus zu sammeln: Die Fotos zeigten die älteren Damen bei ganz alltäglichen Tätigkeiten – und kamen wider Erwarten so gut an, dass Zeitungen auf der ganzen Welt über die mutigen Ladys berichteten, die schließlich sogar zu Jay Lenos Talkshow nach Los Angeles eingeladen wurden, während sie bis heute knapp 600.000 Pfund an Krebseinrichtungen überweisen konnten.

    Nigel Cole, dessen Erstling “Grasgeflüster” ebenfalls von einer nicht mehr ganz jungen Dame handelte, die sich über Konventionen und gute Gepflogenheiten hinwegsetzt, um eine nicht gekannte Freiheit in ihrem Leben zu entdecken, greift die Geschichte nur leicht variiert (Namen und Orte wurden fiktionalisiert) auf. Im Zusammenspiel von Julie Walters (“Billy Elliot”) als leidgeprüfte und doch niemals entmutigte oder verbitterte Hausfrau und Helen Mirren (“Gosford Park”) als ihre leicht elitäre Freundin entwickelt sich aber soviel Witz und Charme, dass “Calendar Girls” schon schnell seine anfangs etwas episodische und gar biedere Form hinter sich lässt: Je weiter sich die Geschichte entwickelt, je mehr auch den Randfiguren eine Chance gegeben wird, an Tiefe und Charakter zu gewinnen, desto selbstsicherer drückt der Regisseure all die dramaturgischen Knöpfe, die Geschichten dieser Art nötig haben. Dabei ist nicht Vorhersehbarkeit das Problem, dass “Calendar Girls” plagt, sondern der Drang, auf jedes noch so komplexe Problem eine einfache und befriedigende Antwort zu geben. Natürlich ist es erfreulich, dass die Mitwirkung an dem Kalender einer unterdrückten und betrogenen Ehefrau soviel Selbstvertrauen und Courage gegeben haben soll, ihren Mann und dessen Geliebte nicht nur zu konfrontieren, sondern auch noch erhobenen Hauptes aus dieser Auseinandersetzung hervorzugehen. Das hat vielleicht die gewünschte Wirkung beim Publikum und unterstreicht den Glauben der Filmemacher an der Solidarität der Frauen, von der hier wirklich Allheilwirkung ausgeht.

    Überzeugender ist da schon die drohende Entzweiung der Protagonistinnen dargestellt , die sich ausgerechnet im Moment ihres Triumphes in Los Angeles ankündigt, als man sich für Ruhm und Glitter oder den Glauben an sich selbst entscheiden muss. Dass sich auch hier der “Lilo & Stitch”-Grundsatz, Familie bedeute, dass man niemanden zurücklässt, bewahrheitet, dürfte in diesem Film, der so überzeugend den Balanceakt zwischen Tragik und Humor, Triumph und Niederlage wagt, allerdings niemanden wundern. Und das ist gut so. ts.

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