Billy Elliot - I Will Dance (2000)

Originaltitel: Billy Elliot
Billy Elliot - I Will Dance Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Billy Elliot - I Will Dance: Gefühlvolles Feel-Good-Movie um einen Elfjährigen, der es dank seiner Ballettbegeisterung aus einer nordenglischen Minenstadt nach London schafft.

Als sich die Box- und Ballettgruppe im nordenglischen Durham die Halle teilen muss, entdeckt der elfjährige Billy den Tanz für sich, hängt die Boxhandschuhe erleichtert an den Nagel und beginnt mit Begeisterung zu trainieren – heimlich. Sein streikender Minenarbeiter-Vater und -Bruder würden es nie verstehen. Nur seine Ballettlehrerin unterstützt ihn und ermutigt ihn bei der Royal Ballet School in London vorzutanzen.

Nordengland, 1984: Um die Kohlenminen vor der Schließung zu bewahren, gehen die Zechenkumpel auf die Straße. Unter den Streikenden befinden sich auch Witwer Elliot und dessen Sohn Tony. Währenddessen wird der jüngere Sohn Billy zum Boxunterricht geschickt, damit er ein richtiger “Mann” wird. Nachdem der jedoch durch Zufall in einer Ballettstunde landet, will er bald nur noch eines: Tanzen. Als sein Vater davon erfährt, tobt er und verbietet Billy jeglichen weiteren Unterricht. Bis er ihn eines Nachts tanzen sieht…

Nachdem der junge Billy eines Tages statt beim Boxunterricht durch Zufall in einer Ballettstunde landet, will er nur noch eines: Tanzen. Als sein Vater davon erfährt, tobt er und verbietet Billy jeglichen weiteren Unterricht. Erfolgreiches Erstlingswerk von Stephen Daldry, der sein poetisches Adoleszenz-Drama mit einer Prise schwarzen Humors würzt.

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Kritikerrezensionen

  • Wenn Tropen-Insulaner Bob fahren (“Cool Runnings”) oder akrobatische Traumgirls Metall schweißen können (“Flashdance”), dann kann auch ein 11-jähriger Junge aus dem nordenglischen Kohlenrevier seinen Traum vom Ballett erfüllen, auch wenn die Herzen gestandener Männer im Milieu von Knochenarbeit und Guiness solidarisch bluten. Seit seiner Aufführung in Cannes sammelt die märchenhafte Geschichte von Billy Elliot nahezu widerstandslos Sympathien, und die Zeichen stehen gut, dass sich diese Resonanz nach den Traumstarts von England (dritterfolgreichster Herbst-Film) und den USA auch hierzulande kommerziell niederschlagen wird.

    Durchaus verständlich setzt Verleihmajor UIP auf diesen britischen Geheimtipp, der zwar zu einem sehr umkämpften Termin an den Start geht, aber in Story, Figurenzeichnung und Inszenierung wenig unversucht lässt, um mit Breitenwirkung der Konkurrenz Paroli zu bieten. Vom T.Rex-Oldie “Children of the Revolution” fast programmatisch begleitet, emanzipiert sich Billy Elliot von seiner vorgeplanten Zukunft in der Mine, benutzt das Geld seines Vaters, der vom Tod seiner Frau und dem langen Gewerkschaftsstreik zermürbt ist, nicht zum Box-, sondern Tanztraining. Dabei entdeckt er verunsichert das andere Geschlecht und, umzingelt davon, seine Stärke, die ihn als einziger Mann Ballettunterricht nehmen lässt. Diese Rollen sprengende Geheimaktion sorgt neben der angespannten wirtschaftlichen und familiären Situation für das Konfliktpotenzial, von dem sich dieses klassische Feel-Good-Movie im letzten Drittel mit einem Crescendo von Emotion, Versöhnungsbereitschaft und Sentimentalität befreit. Wie schon in “Brassed Off – Mit Pauken und Trompeten” oder “Ganz oder gar nicht”, mit dem sich “Billy Elliot” wohl am deutlichsten verbunden fühlt, bildet das soziale Milieu einen authentischen Hintergrund, vor dem sich Spannungen bilden. Dem gegenüber steht der kaltschnäuzige britische Humor, den vor allem Tanzlehrerin Julie Walters, in reduzierter Dosis auch deren altkluge Tochter transportieren. Der Charme des Films steht und fällt aber mit Hauptdarsteller Jamie Bell, der wie seine Figur die Liebe zum Tanz heimlich pflegte und hier nicht nur als begabter, aber eben noch unfertiger Tänzer, sondern auch als natürlich wirkender Darsteller zu gefallen weiß. In zwei starken Sequenzen steppt er sich zunächst auf der Straße, später in der Halle den Zorn von der Seele, markiert aber auch mit seinem Tanz gestiegenes Selbstbewusstsein, das sein Vater schließlich nicht als Kampfansage, sondern als Signal für ein mögliches Leben außerhalb seiner eigenen Endlosschleife aus Arbeit und Armut wertet. Beide Passagen machen für den Zuschauer, der sich auch abseits eines wohl schwerpunktmäßig weiblichen Stammpublikums finden wird, ansteckend dynamisch sichtbar, dass für den Tanz, gerade auch auf dem Ballettparkett, weder die Beweglichkeit noch die bessere Aussicht auf Zehenspitzen, sondern die Möglichkeit des eigenen emotionalen Ausdrucks von zentraler Bedeutung sind. kob.

Darsteller und Crew

News und Stories

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