James Bond 007: Die Welt ist nicht genug (1999)

Originaltitel: The World Is Not Enough
James Bond 007: Die Welt ist nicht genug Poster
Nicht mehr im Kino.
Userwertung (1)
  1. Ø 5
Kritikerwertung (1)
  1. Ø 4.5

Filmhandlung und Hintergrund

James Bond 007: Die Welt ist nicht genug: 19. Bond-Abenteuer mit einer knallharten Doppelnull und Sophie Marceau als gefallenem, bösem Engel.

Nach der Ermordung eines Ölmagnaten übernimmt die öffentlichste Doppelnull der Welt den Schutz von dessen Tochter, die auch auf der Todesliste stehen soll. Bonds intime Recherchen führen zu einem Atomtestgelände in Kasachstan, wo der gesuchte Terrorist einen Sprengkopf stiehlt, um die Welt zu verändern. Was 007 und eine neue Verbündete zu verhindern wissen.

James Bond fühlt sich schuldig am Tod eines befreundeten Öl-Magnaten. Deshalb sieht er es als seine Pflicht an, dessen Tochter Elektra King zu beschützen. Diese hält sich im fernen Aserbeidschan auf, wo sie den Bau einer Öl-Pipeline überwacht, die zum Schwarzen Meer führen soll. Dort stellt sich Agent 007 der schmerzunempfindliche Terrorist Renard in den Weg. Er hat einen Nuklearsprengkopf gestohlen, mit dessen Hilfe er eine neue Weltordnung herstellen will. Obendrein ahnt Bond nicht, dass Elektra ein doppeltes Spiel spielt.

Offiziell 19. Filmabenteuer von 007, in Szene gesetzt von Michael Apted: Pierce Brosnan fühlt sich als Bond schuldig am Tod eines Öl-Magnaten, dessen Tochter er daraufhin beschützen will. Während sie ein doppeltes Spiel spielt, bekommt Bond es zudem noch mit dem Super-Terroristen Renard zu tun, der nichts anderes als eine neue Weltordnung errichten möchte.

Videos und Bilder

Auf DVD & Blu-ray (3)

Kritiken und Bewertungen

So werten die User Ø
(1)
5
 
1 Stimme
4
 
0 Stimmen
3
 
0 Stimmen
2
 
0 Stimmen
1
 
0 Stimmen
So werten die Kritiker (1 Stimmen)
5
 
1 Stimme
4
 
0 Stimmen
3
 
0 Stimmen
2
 
0 Stimmen
1
 
0 Stimmen

Wie wertest Du? Klicke auf einen der Sterne:

Kritikerrezensionen

  • Besonders nach dem öden "Der Morgen stirbt nie" kann man Pierce Brosnans dritten Auftritt als 007 als den wohl besten Bond-Film seit Jahren beurteilen.
    Die Action knallt wunderbar rein und ist endlich mal wieder nicht so übertrieben das man sich nach der Bedeutung des Wortes "Logik" fragen muss.

    Brosnan gelingt es als Bond wirklich zu überzeugen. Mit Sophie Marceau agiert eine der erotischsten Frauen der gesamten Bondriege und spielt in der Tradition von Daniela Bianchi und Barbara Bach: körperbetont und geheimnisvoll als praller Gegensatz zu Bonds Sexismus, den der gute James wieder recht stark ausleben darf (nachdem man ihn in den letzten Filmen höchstens persiflierte).

    Ebenso ist der ganze Film recht traditionell gehalten. So kommt Bonds Charakter hier dem typischen Sean Connery-James doch näher als alle Roger Moore-Bonds zusammen: Bond ist hart und hat keine Angst vor dem Tod.
    Im Notfall skrupellos, aber immer auf der Seite der schönen Frauen.

    Und dann doch ein kleiner Gegensatz. Bond gibt sich in der Szene, in der er erstmals Christmal Jones begegnet, als russischer Wissenschaftler aus. Ein Arbeiter erzählt ihm, dass Miss Jones nicht auf Männer steht. Und tatsächlich widersteht die gute Christmas, die es nicht gerne hört, dass man mit ihrem Namen Witze macht, Bonds Charme, dem noch jede Frau verfallen ist.

    So wird Christmas Jones zu einem nicht typischen Bond-Girl, jedoch wird ihre Rolle so schwach betont und gezeichnet, dass das eigentlich leider gar nicht weiter auffällt. Übrig bleibt jedenfalls ein Bond den man getrost sich endlich wieder mit offenen Augen anschauen kann.

    Action und Product Placement sind dieses Mal ziemlich unaufdringlich gemacht, die Story ist zwar nicht anspruchsvoll, aber gut, die meisten Charaktere sind aussagekräftig, die Darsteller, allen voran Sophie Marceau, gut bis ausgezeichnet. Ein kleiner Leckerbissen ist der Auftritt des britischen Comedy-Stars John Cleese, der als Q’s (Desmond Llewelyn) Nachfolger R vorgestellt wird und sich verdammt tollpatschig verhält.

    Fazit: Einer der gelungensten 007-Filme der letzten Jahre.
  • Limitiert wie die Ölvorkommen, von denen die Welt nicht nur im 19. Bond-Abenteuer nicht genug hat, sind auch die Variationsmöglichkeiten der ins 27. Jahr gehenden, ungebrochen gewinnträchtigen Agentenserie. Vom kinetischen Prolog bis hin zur obligatorischen finalen Intimbelohnung Bonds bleibt alles beim Alten im Schlachtschiff des internationalen Actionfilms, das mit einem hohen Quantum an Explosionen, verbalen Zweideutigkeiten und einer relativ kleinen Dosis Erotik wieder sichere Millionengewinne einfahren wird, auch wenn Roststellen unübersehbar sind.

    Seine stärksten Momente hat “Die Welt ist nicht genug” in den ersten dreißig Minuten, in der die fünf Drehbuchautoren Bond keine Ruhe gönnen und die Endloskette von mal clever-witzigen (“eine rein plutonische Beziehung”), mal platt zweideutigen Einzeilern ihren Anfang nimmt. In Bilbao erobert Bond (zum dritten Mal gespielt vom hier eher grimmig-entschlossenen als charmant-ironischen Pierce Brosnan) im Auftrag ihrer Majestät einen Geldkoffer zurück, den er in den Räumen des MI 6 dem Ölmagnaten King aushändigt, der eine neue, von Konkurrenten bekämpfte Pipeline vom Kaspischen Meer nach Istanbul bauen will. Minuten später ist der Industrielle vor den Augen der Agenten pulverisiert, und Bond auf der Themse per High-Tech-Boot der Attentäterin im Genick. Die Verfolgungsjagd durch die modernisierten Dockanlagen ist das spektakuläre Actionhighlight des Films, endet aber recht enttäuschend mit dem Selbstmord von Massimo Troisis “Postmann”-Muse Maria Grazia Cucinotta, die dem Film später noch gut zu Gesicht gestanden hätte. Nach einer gewohnt bildschönen und ästhetischen Titelsequenz, in der sich die obligatorischen Silhouetten der Bond-Babes aus Öltropfen materialisieren, wird die Doppelnull zum Schutz von Kings Tochter Elektra (Sophie Marceau) abgestellt, die sich erneut von dem Mann bedroht fühlt, der sie vor Jahren schon einmal entführt hatte. Robert Carlyle (gefürchtet als Schläger in “Trainspotting”) spielt den schmerzunempfindlichen Terroristen Renard, der nach 45 Minuten in die Handlung eingreift und kurz darauf in Kasachstan unter großem Actiongewitter einen Nuklearsprengkopf stiehlt, mit dem er in Istanbul den Beginn einer neuen Welt herbeiführen will, deren Details wie üblich ausgespart werden. Bonds neue Verbündete wird nun Denise Richards als Nuklearwaffenexpertin Dr. Christmas Jones, die wie schon Izabella Scorupco in “Goldeneye” vorwiegend als Rennmaus agieren darf, die mit 007 vor Feuerbällen und riesigen Kreissägen davonlaufen kann. Richards, bisher sowohl bei Paul Verhoeven (“Starship Troopers”) als auch John Mc Naughton ein “Wild Thing”, wirkt als guter Engel deutlich blasser als Sophie Marceau, die als bad girl konträr zu ihrem Image besetzt ist, sich als zurückgenommene Erotikwaffe des Films gut in Szene setzt, aber an die Comic-Farbe Famke Janssens aus “Goldeneye” nicht heranreichen darf oder kann. Für die Wirkung des Films allerdings bleibt das nahezu bedeutungslos, sind doch die Unterschiede der Neunziger-Jahre-Bonds aufgrund der festgelegten Formel und Regisseuren, die sich, wie hier Michael Apted (“Nell”), völlig den Anforderungen unterordnen, kaum auszumachen. So spult auch diese Actionmaschine mit Boots-, Ski- und Pipelinejagden, Schlägereien, Tauchgängen und dem recht undynamischen, leicht enttäuschenden Finale auf einem U-Boot wieder ihr gewohntes Aufgebot an Stunts und schrulligen Technik-Gags ab, werden mit Elektronikguru Goldie vor der Kamera oder Garbage auf der Tonspur die Jugend und mit Q’s neuem Assistenten John Cleese (ein Modell mit Zukunft) alterslose Humorfans angesprochen. Nicht anzunehmen, daß die Welt von diesem aufwendigen Re-Mix genug haben wird. kob.

Darsteller und Crew

News und Stories

Kommentare

Liebe Nutzer, wir überarbeiten unser Kommentarsystem um es in Zukunft noch nutzerfreundlicher und weiter zugänglich zu machen. Bitte habt noch etwas Geduld mit uns, wir werden es euch dann bald an dieser Stelle zur Verfügung stellen.