Horton hört ein Hu! (2008)

Originaltitel: Horton Hears a Who!
Horton hört ein Hu! Poster
Nicht mehr im Kino.
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Filmhandlung und Hintergrund

Horton hört ein Hu!: Von den "Ice-Age"-Machern produziertes Animationsvergnügen über einen Elefanten und seine unglaubliche Entdeckung in einem Staubkorn.

Elefant Horton hat gemütlich viel Pfunde auf den Rippen und gilt als freundlicher, höchst verlässlicher Zeitgenosse. Der Dschungelbewohner von Nümpels staunt nicht schlecht, als er eines Tages den Hilferuf eines Staubkorns hört. Genau genommen von den winzigen Wesen, die darauf leben: die Hus aus dem Dorf Hu-Heim. Horton beschließt, den kleinen Kreaturen und ihrem Bürgermeister zu helfen – denn die Mini-Welt schwebt in akuter Gefahr.

Die Kinderbuchvorlage stammt von Dr. Seuss, der vor allem in den USA berühmt für seinen Weihnachtsmuffel “Der Grinch”ist. Daraus entstand ein Animations-Spaß, der die spleenige Vorlage samt ihrer sensiblen Toleranz-Botschaft quirlig und kurzweilig umsetzt.

Die Leichtigkeit des Seins kultiviert Elefant Horton täglich, bis ihm der Wind mit einem Staubkorn schwere Verantwortung vor den Rüssel bläst. Horton entdeckt, dass dort eine eigene Welt, bewohnt von den Hus, Platz gefunden hat. Zu sehen ist sie nicht, zu hören nur von ihm, was Horton im Dschungel den Ruf eines Spinners beschert. Doch aller Imageverluste zum Trotz wird Horton ein Held, den die Hus brauchen zur Rettung ihrer Welt.

Videos und Bilder

Auf DVD & Blu-ray (3)

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Horton ist ein lustiger Elefant, der lustige Dinge macht. Der seine Ohren zu Badekappen umklappt, seinen Rüssel als verstellbaren Duschkopf benutzt, den Dschungelkämpfer spielt im Kampf mit Affen: „Ich liebe den Geruch von Bananen am Morgen“; der Pirouetten tanzt und sonstige Kapriolen schlägt. Seinen Freund kann er nicht sehen: das ist der lustige Bürgermeister von Hu-Heim, einer klitzekleinen Stadt mit klitzekleinen Menschen auf einem klitzekleinen Staubkorn; der ist liebenswert seltsam und ein bisschen schusselig und einfach auch ein lustiger Typ – etwas für Kinder und Erwachsene halt, die Spaß an gekonntem Slapstick haben.

    Der Rest des Films freilich fällt ab gegen die zwei Kindsköpfe, die, siehe oben, so lustig sind. Denn erstens ist nicht ganz klar, wie Anspielungen in der Originalversion auf die Unabhängigkeitserklärung oder auf JFK übersetzt werden sollen, so dass sie auch in Deutschland allgemein verständlich sind; dann gibt’s zwar einige Gags, aber auch einigen Leerlauf, in denen die Moral von der Geschicht agitiert wird: Jeder Mensch ins wertvoll, egal wie klein er ist – oder auch: Jedem Tierchen sein Pläsierchen. Und dann ist da noch die Tatsache, dass die zugrundeliegende Fabel von Dr. Seuss, die in Amerika offenbar ein populärer Kinderklassiker ist, für sich genommen einen 90-Minuten-Film nicht tragen kann, weshalb die Story aufgepeppt werden muss mit ein bisschen Turbulenz: einer Hängebrückenpartie zum Beispiel.

    Und damit freilich werden die logischen Löcher des Films evident, sicherlich auch für kleinere Kinder. Warum zum Beispiel wird die kleine Welt der Hus nicht jedes Mal, nicht ständig, nicht vollkommen endgültig und desaströs durcheinandergeschüttelt, wenn Horton rumspringt und rennt und klettert und tanzt und kämpft? Sondern nur manchmal, wenn’s in die Storyline passt, und auch dann nur für den Bürgermeister spürbar? Warum merkt Horton nicht, dass er, gerade indem er die Kleeblume mit dem Staubkorn mit der Hu-Stadt in Sicherheit bringen will diese erst in höchste Gefahr bringt? Und warum muss das Staubkorn unbedingt auf diesen einen Berg, den sich Horton als Ziel ausgedacht hat?

    Zwar gibt es ein paar wunderbare Gags: eine Arschtrittmaschine, ein Mobile aus Felsen, das als Transportmittel dient, die Imaginationen von Horton in 2 D mit Action im Anime-Stil oder die beiden Vlads, der eine der böse Geier, der andere das liebe Kaninchen, das Kekse bringt… Doch fehlende Motivation und Ungleichgewichte in der Logik bemerken auch kleine Kinder, und wenn sie diese Grundfesten des Films hinterfragen, sind sie schon aus dem Plotflow rausgeworfen.

    Fazit: Ein Kinderabenteuer mit starker Moral, das aber an einigen Logiklöchern und Handlungsleerläufen krankt. Witzig, aber etwas zu einfach gestrickt.
  • Mit der Fabel eines Elefanten, der in einem Staubkorn eine neue Welt entdeckt, produzieren die “Ice-Age”-Macher ein generationsübergreifend bezauberndes Meisterstück.

    Wolkenlos ist der Himmel über den Blue Sky Studios, denn diese Adaption eines Kinderbuchs von “Grinch”-Schöpfer Dr. Seuss ist pures intelligentes Vergnügen. Hinter dem kindlich verspielten Ton und dem Schmusefaktor des sensitiven Titelhelden verbirgt sich ein unangestrengtes Lehrstück über den Wert allen Lebens. Quietschbunt ist der Dschungel von Nümpel, in dem Gorillas Blau, Kängurus Violett und selbstherrlich Verantwortung über die Ordnung tragen. Sorglos schwimmt Horton im Tümpel als Esther Williams von Nümpel, bis ihm das Schicksal eine große Aufgabe in Form eines Staubkorns vor den Rüssel treibt. Von dort vernimmt der Dickhäuter Stimmen, entdeckt die Welt der mikroskopisch kleinen Hus, deren Physiognomie dominante Grinch-Gene verraten. Als die Kommunikation mit dem Bürgermeister der Hus über ein Lautsprechersystem hergestellt ist, erkennt der sympathische Politiker die Realität und Relativität der eigenen Existenz, die Abhängigkeit von einer anderen: Horton. Er soll für das Staubkorn, das seinen sicheren Platz verloren hat, einen neuen, Stabilität bietenden finden.

    Der Respekt selbst vor dem kleinsten, nicht sichtbaren Leben, das mit jedem anderen irgendwie verbunden ist, ist Leitfaden dieser Geschichte. Viele originelle Bilder findet der im Original von VIP-Stimmen wie Jim Carrey und Steve Carell animierend getragene Film für diese Verknüpftheit. Die komischsten in einer parallel montierten Sequenz, in der Horton über eine Hängebrücke wankt, während der Bürgermeister beim Zahnarzt die Nebenwirkungen spürt. Beide Hauptfiguren sind Außenseiter, werden nicht ernst genommen, weil die eine Welt ohne Sichtbeweis die Existenz der anderen für unmöglich hält. Es geht um Glauben, aber auch um Fantasie, das eigentliche Kriterium kindlichen Erlebens. Das bornierte, imaginativ limitierte Känguru ist damit der Antagonist in dieser Fabel – repräsentiert fanatisch verblendete Strukturen, wie sie die McCarthy-Ära (in der Seuss das Buch veröffentlichte), aber auch die Gegenwart zeigen. Trotz des didaktischen Ansatzes ist Kopflastigkeit kein Thema, vielmehr gehen Anspruch, Amüsement und Animation eine harmonische Koalition ein. Expressiv sind die Gesichter, entspannt der Ton, mit avantgardistischen Ausflügen. Reduziert bedrohlich ist einzig ein mörderischer Adler, der für das Känguru Jagd auf Horton und die Hus macht. Ob man als Bonus Zitate entdeckt – den melancholischen Schweiger aus “Little Miss Sunshine”, den Auftritt Kankras in der Ringtrilogie, die Katholiken-Teestunde aus Monty Pythons “Der Sinn des Lebens” – bleibt der Fantasie überlassen. Denn sie hat hier Hochkonjunktur. kob.

Darsteller und Crew

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