Der Grinch (2000)

Originaltitel: Dr. Seuss' How the Grinch Stole Christmas
Der Grinch Poster
Nicht mehr im Kino.
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Filmhandlung und Hintergrund

Der Grinch: Aufwändiges Live-Action-Remake des Kindercartoons über einen bösartigen Mutanten, der Weihnachten stehlen will.

Ein bösartiger, soziopathischer Mutant mit einem Herzen, das viel zu klein ist, begeht in der kleinen Stadt Whoville am Weihnachtsabend eine Reihe von Einbrüchen. Der perfide Plan des Grinch: Er will Weihnachten stehlen. Alles läuft glatt – bis der Grinch von der kleinen Cindy entdeckt wird, die ihn zwingt, sich mit seinen eigenen Ängsten auseinander zu setzen.

Der Grinch, ein grünes Wesen mit einem Herzen aus Stein, wohnt in den Bergen hoch über dem idyllischen Städtchen Whoville. Übellaunig und verschlagen haßt er eine Sache ganz besonders: fröhliche Menschen, zum Beispiel solche, die sich auf Weihnachten freuen. Also faßt er einen besonders perfiden Plan – er will das Christfest einfach stehlen. Alles läuft glatt, bis der Grinch von der kleinen Cindy entdeckt wird. Das Mädchen kämpft um ihre heile Welt – und der Grinch muss sich plötzlich mit den eigenen Ängsten auseinander setzen.

Fröhliche Menschen sind ihm verhasst. Deshalb beschließt der Grinch, ein grünes, übellauniges Wesen, das Weihnachtsfest zu stehlen. Doch er hat nicht mit der kleinen Cindy gerechnet. Unterhaltsamer Märchenfilm.

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Kritikerrezensionen

  • Er ist grün – von Natur aus. Eine biologische Spielerei zwischen Yeti, Bettvorleger und “Cats”-Veteran – und seit 1937 Stammgast in amerikanischen Kinderherzen. Erstmals darf der Grinch, der übellaunige Weihnachtsmuffel aus der berühmten Erzählung von Dr. Seuss, im Kino Chaos stiften. In einem Ausstattungs- und Effektespektakel, dass Kitsch und Sentimentalität mit Fantasie und milder Anarchie ausbalanciert und bei seiner kindlichen Zielgruppe kaum Wünsche offen lassen dürfte. Zumal Jim Carrey, obwohl nahezu unkenntlich, in Mimik und Körpersprache eine Glanzleistung bietet.

    Nach “The 5000 Fingers of Dr. T.” ist dies erst die zweite Erzählung von Theodor Geisel (Dr. Seuss), die für eine Kinoadaption freigegeben wurde. Den Ausschlag gab die visuelle Revolution durch die Computeranimation, die sich von Beginn an auch manifestieren darf. Ein Flug durch eine Schneeflocke führt hinein in die märchenhafte, verschneite Welt von Whoville, in der alle Einwohner exzentrische Frisuren, Hunde-Schnuten und expressive Nasen haben. Whoville lebt für Weihnachen, das unmittelbar bevorsteht, hat aber das Wesen des Festes im Geschenke- und Dekorausch vergessen – heute mehr denn je aktueller Vorwurf antimaterialistischer Weihnachtsfundamentalisten. Deren Sprachrohr wird unfreiwillig, aber engagiert der in einer Berghöhle hoch über dem Ort lebende Grinch, dessen ganzer Lebensinhalt ständiger Widerspruch und der abgrundtiefe Hass auf die Whos und ihr größtes Freudenfest ist. Es lässt sich gut vorstellen, was etwa Tim Burton, dessen Produktion “Nightmare Before Christmas” von Dr. Seuss inspiriert scheint, aus dieser Prämisse gemacht hätte. Unter der Regie des gutherzigen Mainstreamsurfers Ron Howard aber führt Dämonisches im wahrsten Worte ein Schattendasein, soll nicht verschreckt, sondern liebenswert von der Wiedereingliederung eines Außenseiters erzählt werden. Dass dabei mitunter die Schwelle zum Kitsch überschritten wird, gerade wenn sentimentale Botschaften durch zuckrige Songs überreizt werden, ist für die Zielgruppe dieses unterhaltsamen Märchenfilms wohl bedeutungslos, die mit den legendären Worten der Coen-Brüder aus “Hudsucker – Der große Sprung” perfekt beschrieben ist: “You know, for kids!”.

    Konkurrenzlose Sympathiefigur für Kinder, aber auch alterslose Weihnachtsanarchisten ist der mufflige, knautschige, mit gelben Kontaktlinsen und Faulzähnen dekorierte Grinch – eine bravouröse Maske von Oscarpreisträger Rick Baker, die Jim Carreys Gummimimik mit Leben füllt. Wer kindliche Herzen kennt, die Freude daran, Verbote zu übertreten, Autorität herauszufordern und Spaß am Chaos zu haben, wird sich nicht wundern, dass die Höhepunkte des Films die Sabotagestreifzüge des Grinch in Whoville sein werden, mit denen der Feiertagstaumel in Tränen enden soll. Obwohl sein Terminkalender immer prall gefüllt ist (soundsoviel Uhr: “Den Hunger der Welt beenden und es nicht weitersagen”), lässt sich der ungesellige Grinch in Lederhosen sogar mit einem Ehrenpreis auszeichnen, schlägt aber mit seiner schlimmsten Aktion zurück, als er sich, wie schon in seiner traumatischen Jugend, erneut verspottet fühlt. Natürlich werden Miesmuffel und Whos am Ende geläutert, wodurch nicht nur ihm, sondern auch dem Film das Herz zu platzen droht. Für sporadische Überzuckerung entschädigen aber immer wieder gelungene Effekte, viele hübsche und komische Einfälle (Lippen als Saugnäpfe zum Glasschneiden) und eine engagierte kreative Synchronisation, in der in einem glänzenden Ensemble vor allem Otto Sander als Erzähler und Stefan Fredrich als Carreys Stimme Akzente setzen. Es sollte schon mit dem Grinch zugehen, wenn dieses Märchen nicht, zumindest bei den Kindern, die Vorweihnachtszeit mitdominiert. kob.

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