Fantastic Four (2005)

Fantastic Four Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Fantastic Four: Verfilmung der weltweit berühmtesten Comicreihe aus dem Hause Marvel.

Vier Astronauten werden im Weltraum kosmischer Strahlung ausgesetzt, was ihnen Superkräfte verleiht: Der Millionär und Anführer der Truppe – fortan Mr. Fantastic (Ioan Gruffudd) – kann sich mit einem Mal in hundert Meter Länge strecken; Susan (Jessica Alba) alias Invisible Girl wird auf Wunsch unsichtbar; ihr jüngerer Bruder Johnny (Chris Evans) wird zu Human Torch und kann als menschliche Fackel Feuer kontrollieren; und Ben (Michael Chiklis) kann sich als The Thing in einen gigantischen Muskelprotz verwandeln. Gemeinsam setzen sie ihre Kräfte gegen einen größenwahnsinnigen Superschurken (Julian McMahon) ein.

Adaption der bekanntesten Marvel-Comics aller Zeiten von Comiclegende Stan Lee, die mit State-of-the-art-Spezialeffekten im actiongeladenen Blockbusterformat in die Kinos kommt.

Vier Astronauten werden im Weltraum kosmischer Strahlung ausgesetzt, was ihnen Superkräfte verleiht – einer kann sich fortan in hundert Meter Länge strecken, eine andere sich unsichtbar machen, der Dritte als menschliche Fackel Feuer kontrollieren, der Vierte sich in einen Muskelprotz verwandeln. Gemeinsam setzen sie ihre Kräfte gegen einen größenwahnsinnigen Wissenschaftler ein.

Der idealistische Wissenschaftler Reed Richards/Fantastic, dessen verführerische Ex Susan Storm/Invisible Woman, ihr draufgängerischer Bruder Johnny, die menschliche Fackel und der verlässliche Ben Grimm/The Thing haben ein ziemliches Problem am Hals. Die Vier erwischten nämliche bei ihrem Job als Astronauten zuviel kosmische Strahlung und besitzen nun übermenschliche Kräfte. Die allerdings kommen im Kampf gegen ihren Ex-Auftraggeber, den Super-Bösewicht Doctor Doom zum Einsatz, denn Doom hegt finstere Pläne.

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Kritiken und Bewertungen

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  • Basierend auf einer legendären Comic-Serie verbindet der Film Science-fiction mit brutaler Machtgier und romantischer Liebe - ohne sich selbst "tierisch" ernst zu nehmen - und besticht durch technisch / gestalterische Perfektion.

    Jurybegründung:

    1961 eroberten die Marvell-Comics mit den Abenteuern der fantastischen Vier die Welt. Es war eine Frage der Zeit (aber auch der tricktechnischen Möglichkeiten), bis jemand diese Geschichten verfilmen würde. Tim Story hat die Ursprünge der Vier inszeniert, die als Astronauten ins Weltall fliegen und durch kosmische Strahlung genetisch so verändert werden, daß sie ungeahnte Fähigkeiten entwickeln - nicht immer zur eigenen Freude. Es gilt, wie immer in Comics, einen bösen Feind zu bezwingen, der in diesem Fall ebenfalls von der Strahlung getroffen wurde und dies nutzt, um die fantastischen Vier zu besiegen. Nach einem etwas langsamen und mühsamen Anfang kommt die Handlung dann doch noch ins Rollen und bekommt Tempo. Der Film ist handwerklich und technisch solide gemacht und unterhaltsam, wenn auch nicht atemberaubend spannend. Es liegt am Genre, daß viele Handlungselemente weder originell noch besonders ausgefeilt wirken. Man kennt das aus anderen Comic-Verfilmungen. Aber immerhin gibt es einige amüsante Momente, so in der Szene, als der Gummimann mit langem Arm direkt von der Toilette in den Vorratsschrank greift, um sich eine Rolle Klopapier zu holen. Und mit den Klischees, die hier einmal mehr ausgebreitet werden im Sinne von "es kommt auf die inneren Werte an", kann man in dieser Geschichte von den fantastischen Vier gut leben, sind sie doch auch augenzwinkernd dargestellt.

Kritikerrezensionen

  • Funken sprühen von der Schweißmaschine, die gerade eine riesige metallene Skulptur Victor von Dooms auf dem Vorplatz seines eindrucksvollen Firmensitzes beendet. Fleißig philosophieren die gerade ankommenden Busenfreunde Ben und Reed bei diesem Anblick darüber, dass Victor wohl immer allen zeigen muss, wie mächtig er ist und leider ein wenig arrogant geworden sei wegen des vielen Geldes. Alles wird doppelt und dreifach gesagt in dieser Comic-Übersetzung für Anfänger, obwohl oder vermutlich gerade weil es so simpel ist, dass es schon beim ersten Mal nicht auf viel Interesse stößt.

    Wer Gut und wer Böse ist, steht zum Glück ebenfalls von der ersten Szene an fest, so dass wir bei dem „komplizierten“ Plot nicht Gefahr laufen, mit den Falschen mitzufiebern. Falls es überhaupt etwas zum mitfiebern gibt, denn Abenteuer erleben die fantastischen Schönlinge und ihr steinernes Maskottchen eigentlich weniger. Sie verbringen den Großteil des Films damit, sich gegenseitig wegen Kindereien die Köpfe einzuschlagen, und das einzige Chaos, aus dem sie ein paar Menschlein retten, haben sie auch noch selbst angerichtet. Auch der Rachefeldzug des geldgeilen Bösewichts Victor von Doom, der sich geistreich selbst auf Dr. Doom tauft, fällt recht kurz und schmerzlos aus. Das mag wohl auch daran liegen, dass die Superkräfte der Fantastischen Vier nicht sehr viel filmisches Potential herzugeben scheinen, in Aktion sehen wir sie zumindest selten.

    Man kann sich eigentlich glücklich schätzen, dass der Film nicht noch die unglaublich feinsinnigen wissenschaftlichen Vorgänge näher erläutert, welche dem Hin- und Zurückverwandeln, den aufwendigen Tests und Reeds genialen Erkenntnissen zugrunde liegen. Dass der arme Teufel Ben zum Beispiel hinaus ins All geschickt wird und sich der tödlichen Gefahr des grundlos zu früh auftauchenden Sturms aussetzt, ohne dass man weiß, was er dort eigentlich so Wichtiges zu erledigen hat. Statt Erklärungen werden uns prinzipiell einfach nur ein Hightech-Computer und ein paar schnell vorbeizischende Zahlen, viel glänzendes Metall und eine Portion sprühender Funken gezeigt.

    Der dümmliche Dicke Ben, für den im Leben doch eigentlich nur die Liebe seiner Frau zählt, ist der einzige, der unter seiner Superhelden-Existenz leidet. Er verwandelt sich in eine blasse, steinerne Version des Glöckners von Notre Dame, von der Geliebten verstoßen, von der Öffentlichkeit verlacht und gefürchtet. Wie gut, dass er zumindest als Moralapostel großen Applaus erntet, wenn er den Kindern der Welt „Finger weg von Drogen“ rät, und sogar zum Schluss noch eine Blinde findet, die sich ihm an den ehernen Hals wirft. Die Frage danach, warum die Verwandlung des hässlichen Entleins im Gegensatz zu der seiner attraktiven Mitstreiter nicht dem Willen unterworfen, sondern permanent ist, wird wie soviel Wissenswertes nie beantwortet.

    Symbolisch gehaltvoll wird der feurige Playboy Johnny dank der kosmischen Strahlung eine fliegende Fackel, während sich der emotionskalte Viktor, der sich mit dem spannenden Statement „Macht haben ist geil“ selbst charakterisiert, langsam selbst in die metallene Skulptur verwandelt, die er zu Anfang des Films von sich errichten ließ. Warum er bei soviel Metall noch eine eiserne Maske braucht, ist schwer nachvollziehbar, vermutlich um des schönen „Star Wars“-Zitats willen, denn er gleicht Erzlump Darth Vader wie ein Ei dem anderen.

    Es scheint, der Film hat so wenige Ideen, dass er auf sämtliche erfolgreichen Hollywoodfilme zurückgreifen muss – neben “Star Wars” zum Beispiel “Titanic”, “Lord of the Rings” und sogar “Laurel und Hardy” – und selbst vor plumpen Werbezitaten keinen Halt macht.

    In guter Hollywoodmanier wird zumindest dem männlichen Zuschauer ein hübsches Weibchen geliefert: Sue, die mit dem Motto „Eine Frau will begehrt werden“ auf ihren schönen (Ex-)Prinzen wartet. Motiviert durch ihre Superkraft zieht sie sich dann auch mitten auf der Straße aus, nur ist Jessica Albas blonder Blauaugen-Look so durchschnittlich, dass sich sogar hier das Hingucken nicht wirklich lohnt.

    Die Lovestory um Sue und Reed hat weder Hindernisse noch Tiefpunkte und mündet zur vollen Entfaltung des Kitsches wie zu erwarten in einem hochromantischen Heiratsantrag des, dem Klischee entsprechend frauentechnisch so tollpatschigen, Wissenschaftlers auf dem Bug eines „titanischen“ Luxusschiffes.

    Die zum Glück eher spärlich gesäten Witze erreichen ein Peinlichkeitsniveau, das kaum zu übertreffen ist, und selbst das erleichterte Lachen beim heißerwarteten Ende wird uns versagt, wenn uns mehr als klar der Hinweis gegeben wird, dass uns auch eine Fortsetzung nicht erspart bleibt.

    Fazit: Ein Actionfilm ohne viel Action, dafür aber voller peinlichem Kitsch
  • Comic City bleibt eine Boomtown, wie der jüngste Neuzugang beweist. Mit einem eindrucksvollen Start an den US-Kassen signalisiert das Superhelden-Quartett von Marvel, dass nach den “X-Men” auch eine andere Kräftekoalition Hit-Hoffnungen erfüllen kann. “Fantastic Four” ist humorvoller als Marvels dramatische Mutanten-Parabel, spricht ein jüngeres Publikum an und hat deshalb auch hierzulande das Zeug zum Sommerhit. “Es wird Regen geben” sollte somit nur eine haltlose Prophezeihung der musikalischen Namensvettern aus Schwaben bleiben.

    Die Produktionsgeschichte des Films ist deutlich komplexer als die ebenfalls seit Jahren geplante, oft verschobene Adaption von Alan Moores Kultcomic “Watchmen”. Nachdem Bernd Eichinger vor 20 Jahren die Rechte erwarb, entstanden viele Drehbücher und ein Roger Corman-Schnellschuss, der nur in Produktion ging, um die Option auf den Stoff zu verlängern. Bei der Auswahl der Regisseure, von Raja Gosnell, Peyton Reed bis zur aktuellen Wahl Tim Story (“New York Taxi”), konzentrierte man sich auf Komödienspezialisten. Das entspricht dem Ton des Comics, der sich auf den Fun-Faktor von Superkräften konzentriert, der seine Helden ohne geheime Zweitidentitäten in ein ganz alltägliches Umfeld platziert.

    Der Plot verzichtet auf komplizierte Handlungsschlingen, begleitet geradlinig die Veränderung des Quartetts von Normalbürgern zu populären Superhelden.

    Um die Auswirkungen eines kosmischen Sturms auf die menschliche DNS zu untersuchen, führt Wissenschaftsgenie Reed Richards (Ioan Gruffudd aus “King Arthur”) eine Expedition ins All an. Mit im Team sind sein bester Freund Ben Grimm (Michael Chiklis, faszinierend als Chamäleon-Cop in der Serie “The Shield”), seine Ex-Freundin Sue (Jessica Alba, demnächst auch in “Sin City”), deren hitzköpfiger Bruder Johnny sowie der mächtige, skrupellose Geldgeber Victor von Doom (Julian Mc Mahon). Das kosmische Feldexperiment endet abrupt, als das Naturphänomen die Besatzung überrascht und die Strahlung den genetischen Code verändert. Zurück auf der Erde lernen die Mutanten ihre neuen Kräfte, Spiegel ihrer Persönlichkeiten, kennen und am Ende damit auch in Koalition umzugehen. Das schwerste Los trägt Muskelprotz Ben, der dauerhaft zu einem orangefarbenen Steinklotz mutiert und so seine große Liebe verliert. Auch wenn der mit Spezial-Make-up realisierte Hulk-Verwandte keinen Vergleich etwa mit Gollum-Perfektion standhält, ist Grimm Herz, Seele und schauspielerisches Bravourstück des Films. Alba bietet traditionell vor allem natürliche Schauwerte, darf zudem Kraftfelder schleudern und sich, ironisch angesichts ihrer Attraktion, unsichtbar machen. Richards wird zum hyperelastischen Stretchguru, Johnny zum fliegenden Feuerball, der sich zur Supernova aufheizen kann. Er repräsentiert als Funboy die Jugend, genießt seine Kräfte, darf hübsche Girls als Snowboarder oder als Luftpirouetten schlagender Biker beeindrucken. Zudem treibt er permanent frotzelnd Grimm zur Weißglut, sorgt damit für einige der besten Gags. Dunkler Kontrast zu den “Fantastic Four” ist von Doom, der mit Energieblitzen erst seine Geschäftskonkurrenten aus dem Weg räumt und dann Kurs auf das Heldenquartett nimmt.

    Diese Finalkonfrontation, in der wie in “Superman 2″ Autos als Schleuderwaffen benutzt werden, ist eines von zwei großen Actionhighlights, zeigt wie schon eine Crash- und Rettungssequenz auf der Brooklyn Bridge Stärken und Schwächen. Für den Film insgesamt gilt das auch. Es ist kein perfekter, aber ein viel versprechender, unterhaltsamer Start in ein neues Franchise. Die Möglichkeiten dieses Stoffs an visuellen Attraktionen und Situationskomik werden aufgezeigt, aber wohl auch Budget-bedingt nicht ausgereizt. Das erinnert an “X-Men” und berechtigt den Comicfan für die geplante Fortsetzung zu großen Hoffnungen. kob.

Darsteller und Crew

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