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Emil und die Detektive (2001)

Emil und die Detektive Poster
Nicht mehr im Kino.
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Kritikerwertung (1)
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Filmhandlung und Hintergrund

Emil und die Detektive: Mit Hilfe einer Kindergang versucht Emil, den Dieb seiner Ersparnisse zu stellen. Modernes Update von Erich Kästners Kinderbuchklassiker mit prominenter Besetzung.

Emil werden auf seiner Fahrt nach Berlin von einem undurchsichtigen Schurken sämtliche Ersparnisse gestohlen. Gemeinsam mit einer Gruppe Kindern, die er bei seiner verzweifelten Suche nach dem Bösewicht kennen lernt, holt sich Emil sein Geld zurück. Doch zuvor müssen erst einige Abenteuer im Schmelztiegel Berlin überstanden werden.

Da sein allein erziehender Vater nach einem Autounfall im Krankenhaus liegt, wird der 12-jährige Emil Tischbein aus der ostdeutschen Provinz nach Berlin geschickt. Dort soll er mit Pastorin Hummel und deren Sohn zwei Wochen seiner Ferien verbringen. Im Zug stiehlt ihm der zwielichtige Gauner Max Grundeis all seine Ersparnisse. Emil nimmt die Verfol-gung auf und lernt dabei Pony Hütchen, die Chefin einer Berliner Kinderbande, kennen. Die beschließt kurzerhand, dem Jungen zu helfen…

Der zwölfjährige Emil Tischbein soll zwei Ferienwochen in Berlin bei Pastorin Hummel und deren Sohn Gustav verbringen. Während der Anreise werden ihm vom Gauner Max Grundeis die Ersparnisse gestohlen, doch mit Unterstützung von Gustav und der Kinderbandenchefin Pony Hütchen nimmt er die Verfolgung des Schurken auf. Vierte Verfilmung des berühmten Kästner-Romans, in der Regisseurin Franziska Buch die Handlung in die Gegenwart verlegt und auf heile Familienwelten verzichtet.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Wenn es einen Kinderfilmklassiker gibt, dann Erich Kästners Roman “Emil und die Detektive” aus dem Jahre 1929. In der inzwischen vierten Verfilmung geht Franziska Buch die amüsante Geschichte über eine Berliner Kindergang, die sich von Erwachsenen nicht unterkriegen lässt, in moderner Form an. Mit einem Mädchen als Anführerin trägt sie dem geänderten Rollenverhalten Rechnung.

    Erich Kästner ist berühmt für seine lebendige Erzählweise aus Kinderperspektive. Generationen junger Zuschauer freuten sich an verschiedenen Film-Varianten von “Pünktchen und Anton”, “Das doppelte Lottchen” oder an den bisherigen drei Fassungen von “Emil und die Detektive” (1931 Gerhard Lamprecht, 1954 R.A. Stemmle, 1963 die Disney-Produktion von Peter Tewksbury). Franziska Buch nähert sich der literarischen Vorlage unbefangen, versetzt sie in das heutige quirlige Berlin. Die Basis der Geschichte bleibt: Emil, einem Jungen aus sozial schwachen Verhältnissen, werden auf der Fahrt in die Großstadt die Ersparnisse von einem undurchsichtigen Schurken gestohlen. Gemeinsam mit einer Gruppe Kindern holt er sich das Geld zurück und erlebt ein Abenteuer nach dem anderen. Neu ist die Aufwertung von Pony Hütchen, die anstelle von Gustav mit der Hupe die Kindergang im Griff hat und ein “Double” von Emil, dass statt seiner bei der Gastmutter für Unordnung sorgt. Ganz politisch korrekt fließen familiären Verhältnisse in die Handlung ein, wirft die Regisseurin einen kritischen Blick auf die nicht gerade rosige Kinderwirklichkeit. Es gibt keine intakten Familien mehr. Emils Vater ist arbeitslos und lebt im Osten der Republik, die Mutter schickt ihrem Sohn zum Geburtstag aus Kanada nur Geld und Grüße, sowie ein Foto mit neuem Partner, auch die Berliner Pastorin Hummel (herrlich zerstreut: Maria Schrader), die das Landei für zwei Wochen aufnehmen will, ist alleinerziehende Witwe und käme ohne ihren skurrilen Filius Gustav kaum zurecht, der sie zeitlich “managt”. Und bei Pony Hütchen liegen sich die Eltern ständig in den Haaren. Die drei Kids übernehmen früh Verantwortung, vor allem das Mädchen überrascht durch Selbstbewusstsein, bietet Gleichaltrigen Identifikationsmöglichkeiten.

    Kindgerecht inszeniert sind die Szenen, in denen die Kleinen den Großen zeigen, wo’s lang geht – wenn Gustav in die Predigt seiner Mutter Kinderforderungen einschummelt und die den Text auch prompt der Gemeinde vorliest, Jürgen Vogel als Bösewicht mit vereinten Kräften besiegt wird oder Pony Hütchen im Hotel “Adlon” als verwöhntes Mädel den Portier hereinlegt. Manche Situationen (wie Ponys Kidnapping) könnten bei den sehr jungen Zuschauern Angst hervorrufen, auch die Länge von über 90 Minuten strapaziert die Aufmerksamkeit. Einem Erfolg des Familienfilms sollte das jedoch nicht im Wege stehen. Eltern, die sich gerne nostalgisch an Emil in “Knickerbockern” erinnern, werden nicht zögern, mit ihren Sprösslingen den neuen Emil in Augenschein zu nehmen. mk.

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