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Die Legende von Aang (2010)

Originaltitel: The Last Airbender
Die Legende von Aang Poster
Nicht mehr im Kino.
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Kritikerwertung (2)
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Filmhandlung und Hintergrund

Die Legende von Aang: Auftakt der als Fantasy-Trilogie geplanten Abenteuer des jungen Aang, der als Einziger Kontrolle über die vier Elemente gewinnen und damit die Herrschaft der Feuernation beenden kann.

In einer Welt, in der die Kontrolle über die Elemente nur wenigen Auserwählten möglich ist, führt der Fürst des Feuers Krieg gegen die friedlichen Nationen des Wassers, der Luft und der Erde. Bis der junge Aang, der das Potenzial hat, alle Elemente zu beherrschen, nach 100-jähriger Abwesenheit zurückkehrt und den Kräften des Feuers Einhalt gebietet. Mit seinen Freunden Katara und Sokka bringt er die Hoffnung in eine spirituelle Welt zurück, die sich gegen die Diktatur der Feuernation kämpferisch zu wehren beginnt.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • „Die Legende von Aang“ ist ein missglückter Film, und das ist schade, zumal er noch nicht mal soviel Eigensinn aufweist wie M. Night Shyamalans „Das Mädchen aus dem Wasser“, dem skurrilen Fanatsy- und Märchenfilm, dessen unbedingter Stilwille, berückende Ästhetik und konsequentes Verrennen in Botschaft und Weltsicht ohne Rücksicht auf Verluste noch originell und sympathisch waren.

    „Die Legende von Aang“ ist der erste fremde Stoff für Shyamalan. Eigentlich ließ das hoffen. Zum einen, weil der Regisseur und Drehbuchautor, der vor allem mit dem bestechenden sanften Gruseldrama „The Sixth Sense“ zu Hollywoods neuem Wunderkind wurde, deutliche Ermüdungs- oder Verwirrungserscheinungen zeigte, wenn es darum ging, seine humanistisch-spirituellen Themen und Botschaften überzeugend weiter zu entwickeln oder zumindest neu zu verpacken. Zum anderen aber bot die Nikelodeon-Zeichentrickserie „Avatar: The Last Airbender“ neben ganz eigenem Witz und Esprit eine fernöstlich-orientiere Element-Mythologie, ein Ausgleichdenken Mensch / Natur und allerlei spiritueller Energie, Zauberwesen, guten Kindern, Bestimmung, Glaube und Erlösung soviel Ansatzpunkte für den indisch-stämmigen Shyamalan, das eigentlich – bei oberflächlicher Betrachtung – wenig hätte schief gehen müssen.

    Doch es sollte nicht sein; das große Spektakel und die epische Breite haben ihn nicht mit-, sonder runter gezogen. Shyamalan hat dem anvisierten Fantasy-Abenteuer seine ansonsten reizvolle inszenatorische Statik, das gedankenräumlich Umgrenzte, das ja auch der TV-Serie mit ihren einzelnen Stationen, der klaren Einteilung in Feuer-, Wasser-, Erde- und Luftnationalitäten und -Völker schon ein bisschen eingeschrieben ist, übergeworfen und sich dabei heillos verheddert.

    Die vernichtenden Kritiken aus den USA und denen, die zweifellos hierzulande erscheinen werden, haben so unrecht leider nicht: Steif wie bei einer Schulaufführung schauspielern die jungen Akteure, sagen Floskeln auf, dass einem die Haare zu Berge stehen oder deklamieren bierernst den Text, um das Publikum schnell mit Informationen zu versorgen. Man fühlt sich wie vor der Bühne eines Filmstudiofreizeitparks, auf der weit vorne ein Fantasy-Stück mit überdeutlich sprechenden Darstellern aufgeführt wird. Ebenso gestelzt – oder zumindest für unsere schnittgewitterversauten Action-Sehgewohnheiten seltsam gestellte –, sind die teilweise gar in nur einer Einstellung inszenierten Kampfszenen, in denen bis zur Ermüdung in lustigen Kung-Fu-Verrenkungen Wasser, Erde und Feuer beschworen und aufeinander gespritzt, geschleudert, geschossen wird.

    Das alles wäre nun nicht so schlimm, wäre da nicht das Hauptproblem und -manko von „Die Legende von Aang“, das alle anderen Unzulänglichkeiten potenziert: die schiere Masse an dem, was Shyamalan erzählen will oder zu erzählen hat. Die komplette erste Staffel, das „Buch des Wassers“, in der Serie ganze 20 Folgen je 30 Minuten lang, werden in der Kinoversion in gerade mal 100 Minuten gepresst. Stellen Sie sich vor: Alle drei „Herr der Ringe“-Filme von Peter Jackson zusammengeschnitten auf eine solche Länge.

    „Die Legende von Aang“ wirkt denn auch wie ein überlanger Trailer, und zwangsläufige wird das Pathos peinlich, weil es nicht eingebunden ist in eine große kohärente Fabel. Dem Zuschauer wird nicht erlaubt, ein Gefühl zu entwickeln für diese fantastische Welt. Statt dessen bleibt in dem eiligen Abklappern von Stationen und Orten und angesichts des knappen Hinwerfens oder Nachreichens von Bruchstückinformationen zu Elementargeistern und einzelnen Völkern allzu vieles bloß angerissen, sprunghaft, konfus oder schlicht behauptet, alles ist nur funktional im Sinne von Erklärung, Handlung oder, hier und da, Referenz an die Vorlage. Deren Einzelepisoden mit ihren jeweiligen Dramaturgien, den Höhe- und Wendepunkten kommen belastend hinzu. Ihr Humor oder jener trockene, selbstironische, mit dem Shyamalan „Das Mädchen aus dem Wasser“ oder sogar seinen Katastrophenfilm (im doppelten Sinne) „The Happening“ noch ausstattete, vermisst man schmerzlich.

    So bleibt keine Zeit für den Sense of Wonder, den die VFX- und Kulissenkünstler ansonsten vorzüglich mit ihren Tempeln, Städten und Kriegsschiffen vorbereitet haben. Aangs fliegendes Bison oder sein erzählerisch nutzloser, nur der Vollständigkeit halber kurz eingeführter geflügelter Lemuren-Freund kommen nicht mal annähernd zu ihrem Recht, ebenso wenig die menschlichen Figuren. Einzig „Slumdog Millionär“ Dev Partel als tragischer Gegenspieler Prinz Zuko erhält ein bisschen Background- und damit Charaktergestaltung, darf entsprechend – wenn auch leicht forciert – sich Interesse erspielen.

    Ansonsten bleibt der Film aus seiner Distanz des extrem raffenden und summierenden Erzählens echte Figuren schuldig, zumindest solche, an die man sich halten könnte und die einem emotional etwas bedeuten. Dass sich Sokka mit der hübschen Eisprinzessin anfreundet, erklärt in einem Halbsatz Kataras Off-Erzählung, und wenn es am Ende zum Selbstopfer kommt, verpufft dieses tragische Moment angesichts des unsäglichen Stakkatoerzählens ebenso wie die Endschlacht und sonstige erhabene Momente. Was wiederum den gelungenen akustischen Bombast von Shyamalans Hauskomponisten James Newton Howard unterstützungslos im Regen stehen lässt.

    „Die Legende von Aang“ für viele sicherlich ein Ärgernis oder langweilig, letztlich aber vor allem ein Jammer – angesichts des Potentials von Shyamalan, der sich als Kinoerzähler immer mehr verirrt und verbrennt, und dem des „Airbender“-Stoffes. Beide hätten – einzeln und gemeinsam – einen besseren Film verdient.

    P.S.: Der Film ist in 3D. Was nicht sonderlich toll, aber auch nicht so misslungen geraten ist wie „Kampf der Titanen“. Nach fünf Minuten zuschauen fällt es einem allerdings ohnehin nicht mehr auf.

    Fazit: Ich kann tote Filme sehen! – Die Zeichentrickserien-Realfilmadaption von M. Night Shyamalan böte eigentlich eine packende Fantasy-Welt, aber vor allem aufgrund der albern großen Stoffmenge, daraus resultierendem dramaturgischem Achselzucken sowie allerlei Hölzernheit erwacht sie nicht zum Leben.
  • M. Night Shyamalans Auftakt zu einem neuen dreiteiligen Fantasy-Franchise ist visuell opulent und erzählerisch konsequent auf ein junges Publikum zugeschnitten.

    Nachdem die “Chroniken von Narnia” erst nach Studiowechsel in die dritte Runde gehen konnten und die geplante Trilogie nach Philip Pullmans “His Dark Materials” nicht über die Ouvertüre “Der goldene Kompass” hinausging, stehen dieses Projekt und auch sein Regisseur unter Druck. Ungeachtet der kommerziellen Enttäuschungen von “Das Mädchen aus dem Wasser” und “The Happening” stemmt Shyamalan hier sein größtes Projekt, das erstmals nicht nach einem Originalskript entstand und ihn als Regisseur erstmals auch hinter den Stoff zurücktreten lässt. Raffinierten Suspense und überraschende Wendungen, seine Markenzeichen, findet man somit nicht in seiner Adaption der Zeichentrickserie “Avatar – Der Herr der Elemente”.

    Wie schon die Vorlage richtet sich auch der Film an ein jüngeres Publikum – mit einem Protagonisten, der erst 12 und Mitstreitern, die unter 18 Jahre alt sind. Im Prolog erfährt man von einem Krieg der Welten, von den vier Elementen und den von diesen geprägten Nationen des Wassers, der Luft, der Erde und des Feuers. Für deren Gleichgewicht sorgte stets ein “Avatar”, bis die letzte Reinkarnation vor seiner Verantwortung unter das ewige Eis flüchtete. Von dort wird Aang nach 100 Jahren wieder an die Oberfläche geholt. Der Junge kann Luft, Mitstreiterin Katara Wasser und ihr junger Gegenspieler Zuko (Dev Patel aus “Slumdog Millionär”) Feuer kontrollieren. Zuko ist buchstäblich ein gebranntes Kind, verstoßen und mit Flammen gestraft vom Vater, dem Fürsten der Feuernation, der die anderen Reiche unterwerfen will. Unabhängig voneinander versuchen Vater und Sohn den “Avatar” zu entführen, womit der Plot nun von einer Gefangennahme Aangs nach Befreiung zur nächsten springt, bis es am Nordpol zum Showdown, zur Belagerung der Wassernation durch die Armada des Feuerfürsten kommt.

    Abgesehen von Zuko und seinem weisen Onkel bleiben die Beziehungen der Figuren skizzenhaft, womit es auch hier keine Herrschaft der Emotionen, sondern der Set- und Actionpieces gibt. Und visuell hat “Die Legende von Aang”, fotografiert von Andrew Leslie (“Herr der Ringe”-Trilogie) und digital dekoriert von ILM, tatsächlich einiges zu bieten: in den Fights, die mit Martial Arts, aber auch manipulierten Naturelementen ausgetragen werden, wie auch den vielen monumentalen Tableaus, in denen der Film sein Gesamtbudget von 250 Mio. Dollar für die geplante Trilogie durchschimmern lässt. Die Ausgaben für die nachträgliche 3D-Konvertierung kann der Film allerdings nicht überzeugend rechtfertigen. Zumindest in diesem Punkt erinnert er an “Kampf der Titanen”, während er sonst Assoziationen an Klassiker von Tolkien, Michael Ende, Jules Verne und Frank Herbert (“Der Wüstenplanet”) weckt. kob.

Darsteller und Crew

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