Die Familie Stone - Verloben verboten! (2005)

Originaltitel: The Family Stone
Die Familie Stone - Verloben verboten! Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Die Familie Stone - Verloben verboten!: Weihnachtskomödie über eine Familie, deren Feiertage durch die Ankündigung eines Sohnes, er werde heiraten, empfindlich gestört werden.

Voll froher Erwartung reist Everett Stone (Dermot Mulroney) zu Weihnachten heim zu seiner Familie, um allen seine neue Freundin Meredith Morton (Sarah Jessica Parker) vorzustellen, eine erfolgreiche und selbstbewusste Geschäftsfrau aus New York. Leider entspricht Meredith so gar nicht den Idealvorstellungen der linksliberalen und intellektuellen Stones, was diese sie auch deutlich spüren lassen. Also ruft Meredith ihre Schwester Julie (Claire Danes) zur seelischen Unterstützung auf den Plan.

Stargespickte schwarze Familienkomödie in der Tradition von “Meine Frau, ihre Schwiegereltern und ich”, nur unter umgekehrten Vorzeichen.

Die Familie Stone kommt wie immer in trauter Harmonie zum Weihnachtsfest zusammen. Unerwartet ist nur, dass Sohn Everett unangekündigt seine neue Freundin Meredith mitbringt. Er will um ihre Hand anhalten, sie will annehmen. Aber die Familie, die von Meredith’ Anwesenheit alles andere alles angetan ist, hat etwas dagegen und setzt alles daran, der Schwiegertochter in spe das Leben schwer zu machen. Aber sie haben die Rechnung ohne Meredith gemacht.

Weihnachten rückt näher und damit auch das alljährliche Feiertagstreffen der Familie Stone. Für die New Yorker Karrierefrau Meredith Grund zur Panik, denn als baldige Ehefrau von Everett soll sie nun zum ersten Mal ihre Schwiegereltern in spe treffen. Die würden die Auserwählte als hochnäsigen, unliebsamen Eindringling am liebsten wieder vor die Tür setzen. Doch Meredith gibt nicht so leicht auf und holt ihre lebenslustige Schwester Julie zur Unterstützung. Ein Fehler. Denn jetzt geht das Chaos erst richtig los.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Weihnachten ist das Fest der Liebe – solange sie in der Familie bleibt. Die Stones – die Eltern, fünf Kinder, deren Partner, die Enkelin – versammeln sich zu Weihnachten, doch diesmal ist alles anders: Everett bringt seine Freundin Meredith mit. Die Geschäftsfrau aus New York ist so ganz anders als die Familie in der Kleinstadt in New England: Nervös und gehemmt und verspannt, und, so scheint es, recht oberflächlich in ihrem Denken.
    Kulturen prallen aufeinander: Die Großstadtneurotikerin und die offenen, liberalen Stones, die freiherzig übers Kiffen und den Verlust der Jungfräulichkeit reden – und voller Vorurteile alle zurückweisen, die anders sind in ihrer Lebenseinstellung.

    Regisseur Thomas Bezucha wollte freilich keine Komödie à la Ben Stiller vs. Robert de Niro kreieren. Es geht ihm sichtlich darum, Überzeichnungen seiner Charaktere zu vermeiden, und zugleich die volle Farbenpracht der Menschheit darzustellen: Die Tochter ist schwanger ohne Ehemann, der eine Sohn ist notorischer Junggeselle, der andere taub und schwul und hat einen Schwarzen als Partner.

    Bezucha will beide Seiten des Konflikts gleichwertig darstellen – die Familie (und besonders die Mutter Sybil), die immer nur das beste für ihre Angehörigen will, und auf der anderen Seite Meredith, die verzweifelt versucht, einen Fuß in die Tür zu kriegen. Das ergibt Peinlichkeiten auf beiden Seiten, das Haus der Stones ist für Meredith voller Fettnäpfchen, und die Feindseligkeiten speziell von Tochter Amy ist allzu offen und ungetarnt. Die Tatsache, dass ihr Bruder taub ist, ermöglicht es ihr, in stummer Zeichensprache hinter Merediths Rücken ihre Giftpfeile zu versenden.

    Die Darsteller, alles bekannte, große Schauspieler, hauchen ihren Figuren auf reizvolle Weise Leben ein, hinter den Charakteren ist stets noch ein Geheimnis zu spüren. Doch Bezucha führt den Zuschauer nicht konzis genug heran an die Welt der Stones, um ihre Vorbehalte gegen Meredith zu verstehen, und auch Meredith bleibt in ihrer Widersprüchlichkeit zwischen Gehemmtheit und Überdrehtheit dem Zuschauer emotional fremd. Gegen Ende, wenn es eine wilde Hatz durchs Haus gibt und die Geschichte sich auflöst in einen romantischen Liebesreigen, wird klar, warum der Film seine Linie nicht findet: Wie die Stones ist er einerseits zu offenherzig und zu freimütig in seiner Konzeption einzelner Szenen, die in ihrem Zusammenhang den Zuschauer andererseits abblocken. Manchmal tendiert der Film eben doch hin zu Farce und überdrehter Klamotte, schließlich zu Weihnachtsglückseligkeit, während er dann auch wieder die komische Tragik des Lebens auf einem möglichst realistischen Niveau abzubilden versucht.

    Fazit: Kein Weihnachts-, sondern ein Familienfilm, der freilich die Balance zwischen Komischem und Tragischem nicht zu halten mag.
  • Und noch ein “Familienfest und andere Schwierigkeiten”. Diesmal feiert man unter Thomas Bezuchas Regie Weihnachten, im Haus der “Familie Stone”, wo Sarah Jessica Parker als Schwiegertochter in spe wenig willkommen ist. Besonders bei Mama Diane Keaton, die ja bekanntlich schon Woody Allen das Fürchten lehrte – mit scharfer Zunge, einer Prise Ironie und beißenden Spott. Was in der Summe einen klassischen, opulenten und vergnüglichen Festtagsschmaus ergibt. Bekannt dabei die Zutaten, beliebt das Rezept, streckenweise schwer verdaulich das fertige Menü.

    Als schwierigsten Part, den sie je zu spielen hatte, definiert Parker ihren ersten Post-”Sex and the City”-Auftritt. Denn nur kurz bewegt sie sich auf vertrautem Terrain, gibt in der Exposition die selbstbewusste und ewig gehetzte New Yorker Geschäftsfrau. Doch schnell ist es mit ihrer Coolness vorbei, weil Everett Stone (reichlich glatt: Dermot Mulroney) Meredith ins verschneite Hinterland “verschleppt”, wo die Familie residiert, um dieser seine Verlobte quasi als Weihnachtsüberraschung vorzustellen. Seinem “Sie werden dich mögen”, steht das “Sie ist eine doofe Zicke!” der kleinen Schwester Amy (appetitliche Giftspritze: Rachel McAdams) gegenüber. Und auch die übermächtige Matriarchin – Ms. Keaton, gewohnt schrecklich gewandet – sieht im Familienzuwachs nur eine Goldgräberin, die es auf den vererbten Ehering ihrer Mutter abgesehen hat.

    Die Zeichen stehen also auf Sturm, und Meredith Morton hat eigentlich gar keine Chance gegen die Snobs aus Neuengland. Wäre da nicht der zweitälteste Sohn Ben (liebenswerter Loser: Luke Wilson), der sogleich von ihr angetan ist – wie im Übrigen Everett von Merediths angereister Schwester Julie (unterbeschäftigt: Claire Danes). Reichlich Verwicklungen sind angesagt und jede Menge Missverständnisse. Doch was sich wie eine Variation von “Meine Braut, ihr Vater und ich” anlässt, mutiert zu einem komödiantischen Drama über Vorurteile und festgesetzte Wertewelten. Jedes Mitglied des gut harmonierenden Ensembles repräsentiert einen Standpunkt, der heftig “diskutiert” wird, ehe es im allgemeinen Konsens zum Happy Ending (mit überflüssigem Wermutstropfen) kommt. Das gibt dem Werk zwar etwas Theatralisch-Lehrhaftes, stört aber nicht weiter, weil die Dialoge sitzen und die gekonnt eingestreuten Slapstickeinlagen der vorsehbaren Story ihre Schwere nehmen.

    Regisseur und Drehbuchautor Thomas Bezucha verzichtet in “Die Familie Stone – Verloben verboten!” weitgehend auf Kitsch und Klamauk, arbeitet handwerklich mit gutem Team höchst sauber und setzt voll auf seine Schauspieler. Verlässt sich auf deren sicheres (Zusammen-)Spiel und gibt jedem genug Raum sich zu entfalten. Am besten gelingt dies Diane Keaton, die die schwierige Gefühlswelt einer Mutter spürbar macht. Die zwar Sohn Thad (Ty Giordano) das Schwulsein leicht “verzeihen” kann, nicht aber Meredith, dass sie ihr ihren Everett “wegnehmen” will. Das Fest der Freude wird einmal mehr zur Zerreißprobe, aus dem jeder geläutert und gebessert hervorgehen kann. Das mag sacharinsüß wirken, gehört aber zum traditionellen Weihnachtsfilm wie der Truthahn zu Thanksgiving. geh.

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