Meine Frau, ihre Schwiegereltern und ich (2004)

Originaltitel: Meet the Fockers
Meine Frau, ihre Schwiegereltern und ich Poster
Nicht mehr im Kino.
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Kritikerwertung (1)
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Filmhandlung und Hintergrund

Meine Frau, ihre Schwiegereltern und ich: Sequel des Comedy-Hits "Meine Braut, ihr Vater und ich", das nun die Eltern des Bräutigams in den Vordergrund rückt.

Gerade erst hat er sich mühsam zum Ja-Wort für den neuen, ungeliebten Schwiegersohn, einen Krankenpfleger mit dem schönen Familiennamen Focker (Ben Stiller), durchgerungen, da wartet schon die nächste Heimsuchung auf Jack Byrnes (Robert De Niro), seines Zeichens emigrierter CIA-Weißkappenmann, der vom Mausen nicht lassen kann. Es gilt, ein Wochenende bei Fockers Eltern zu überstehen: Er ist ein emotional hingabebereiter Hausmann (Dustin Hoffman), sie eine kaum minder kontaktfreudige Sexualtherapeutin (Barbra Streisand). Jacks Verdacht, Schwiegersohn Greg könnte ein uneheliches Kind fabriziert haben, hilft der Harmonie nur wenig.

Alle aus dem Vorgänger bekannten Gesichter und noch ein paar mehr sind wieder zur Stelle beim zweiten Teil des Weltanschauungsfamilienkrieges aus der pointierten, den Tiefschlag nicht scheuenden Feder von Jay Roach.

Mit Ach und Krach hat sich der tollpatschige Greg Focker die verhaltene Akzeptanz seines zukünftigen Schwiegervaters Jack Byrnes erkämpft. Nun ist Greg sehr darauf erpicht, dass seine Eltern beim ersten Zusammentreffen mit den Byrnes’ einen guten Eindruck machen. Als Ex-CIA-Agent Byrnes zusammen mit Ehefrau, Tochter und Enkelsohn bei den Fockers eintrifft, wird offenbar, dass die Kontraste zwischen den Familien nicht krasser sein könnten.

Das Ehepaar Focker freut sich, erstmals die Schwiegereltern ihres geliebten Sohnes Greg kennen zu lernen. Wie befürchtet geraten sich die Späthippies, er gutmütiger Hausmann, sie quirlige Senioren-Sex-Therapeutin, schon bald ob des Wohls ihres geliebten “Bubele” mit dem erzkonservativen Kontrollfreak Jack in die Haare. Zumal der prüde Geheimniskrämer noch immer von der Jungfräulichkeit seiner Tochter überzeugt ist, deren verheimlichte Schwangerschaft den ohnehin problembeladenen Eltern-Besuch noch weiter kompliziert.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Robert De Niro wirft sein Gesicht in grimmige Falten, seine Augen und sein Mund ziehen eine Linie böser Ironie, wenn er mit anderen spricht – denn „anders“ bedeutet für ihn „unterlegen“. Dustin Hoffman ist klein und empfindsam und sehr offen, für alles. Klar, dass Mr. Jack Burns und Mr. Bernie Focker ganz gegensätzliche Phänomene sind; was auch die Turbulenzen des ersten Teils erklärt, in dem Gaylord „Greg” Focker, den einhodigen Lenden von Bernie entsprungen, auf Jack Burns getroffen ist und sich verzweifelt bemüht hat, über den Schatten der eigenen Herkunft zu springen und sich bei Jack einzuschmeicheln.

    Im Sequel treffen die Ursprünge aufeinander, die kalte, harte und verklemmte Schule des wertkonservativen Ex-CIA-Agenten und die emotionale, libertinäre, jüdisch-liberale Welt der Fockers. Es geht um trockene Analyse der Mitmenschen versus herzliche Sinnlichkeit, und bald schon weiß man, warum „Focker“ wie mit einem u ausgesprochen wird: Roz Focker, Gregs Mutter, ist Sexualtherapeutin, Bernie, der Vater, lebt seine Lust, und selbst der Hund rammelt alles, was ihm in den Weg kommt. Diese Welt trifft Jack Burns ganz unvorbereitet, ausgerechnet ihn, der sich nicht einmal gerne berühren lässt.

    Aus dem Zusammenprall der Gegensätze zieht der Film soviel Komik wie möglich – er bezieht seinen Brennstoff aus Charakteren und Situationen, mit perfektem Timing entzünden sich peinliche Fettnäpfchen, wirre Missverständnisse und rasante Turbulenzen. Und gerade die vorhersehbaren Gags – Greg mit dem Baby, das Opa Jack mitgebracht hat, Jacks Spionieren, und immer wieder kommt die Sprache auf Sex, zu Gregs und Jacks Unbehagen – potenzieren die Wirkung der brillant herausgespielten Pointe.

    Man hätte sich vielleicht etwas mehr Steigerung erwartet, das Versprechen auf eine Party mit den Burns und 50 Mitgliedern der Focker-Sippe wird etwas unter den Tisch gekehrt; doch dann ist es natürlich gerade die Konzentration auf die Konfrontation des Burns- mit dem Focker-Ehepaar, der Focus auf diese beiden Lebenswelten, die den eigentlichen Spaß ausmacht - und den Zwiespalt, in dem sich Greg und Pam befinden, die nicht mehr zur einen und nicht mehr zur anderen Familie gehören.

    Schön ist die intime Komik, die stets so lange wie nötig gehalten wird, handwerklich perfekt gemacht. In genauen Nuancen agieren die Darsteller, und der Witz ist stets exakt dosiert; es stehen ja eine Menge Möglichkeiten offen, zwischen den Ehepaaren, zwischen dem Brautpaar, und dazu noch ein kleines, kluges Baby, das durch Jacks erbarmungslose Schule gegangen ist...

    Am Ende, das ist klar, begegnen sich die Familien auf Augenhöhe; und sogar der Focker-Hund und die Burns-Katze vertragen sich.

    Fazit: So witzig wie der erste Teil; auf Hoffman und De Niro kann man sich verlassen.
  • Drei Jahre nachdem Ben Stiller von Robert De Niro in dem satirischen Slapstickhit “Meine Braut, ihr Vater und ich” als potentieller Schwiegersohn penibel durchleuchtet wurde, wird die Inspektion diesmal auf die Eltern des Bräutigams ausgeweitet. Dank eines brillanten Casting-Coups handelt es sich dabei um Dustin Hoffman und Barbara Streisand, die (sich) als liberal-aufgeschlossene jüdische Hippies amüsieren. Ein krude-komischer Kollisionskurs mit den konservativ-zugeknöpften Brauteltern ist vorprogrammiert – was ganz nach dem Geschmack des Publikums ist, was die hervorragenden Zahlen am US-Boxoffice belegen.

    Nur mit Ach und Krach hatte der tollpatschige Greg Focker (Stiller) am Ende des Originals nach einem Lachmuskel quälenden Malheures-Marathon schließlich die verhaltene Akzeptanz seines zukünftigen Schwiegervaters Jack Byrnes (De Niro) erkämpft. Daher ist Greg in der Fortsetzung sehr darauf erpicht, dass seine Eltern beim ersten Zusammentreffen mit den Byrnes’ einen guten Eindruck machen. Da die Fockers in Florida wohnen, beschließt Ex-CIA-Agent Jack die Reise samt seiner Frau Dina (Blythe Danner erneut vorwiegend dezent im Hintergrund), seinem angebeteten Enkelsohn Little Jack (von den supersüßen Zwillingen Spencer und Bradley Pickren dargestellt), seiner Tochter Pam (Teri Polo) und Greg in seinem Luxuswohnwagen anzutreten. Als sie beim idyllischen Inselanwesen der Fockers eintreffen, wird offenbar, dass die Kontraste zwischen den Familien nicht krasser sein könnten: Bernie Focker (Hoffman gibt sich locker-jugendlich) begrüßt seine Gäste nach einer Capoeira-Einlage schwitzend im offenen Hemd wie uralte Bekannte, die er zu Gregs Entsetzen sogleich eifrig mit intimen Details ins Vertrauen zieht. Mutter Roz (“Funny Girl” Streisand hat sichtlich Spaß in ihrem ersten Filmpart seit neun Jahren), die in ihrem Haus als Sextherapeutin für Senioren tätig ist, versucht zumindest den Anstrich von Gutbürgerlichkeit zu geben. Doch sie und Bernie gebärden sich immer noch wie verliebte Teenager, was beim erzkonservativen und verklemmten Jack natürlich auf Verdruss stößt, der sich im Verlauf des Besuchs aufgrund nicht abreißender Focker-Faux-Pas ins Grenzenlose steigert.

    Regisseur Jay Roach arbeitet erneut mit einer Drehbuchvorlage von Jim Herzfeld und John Hamburg. Die beiden ließen sich deutlich vom Original inspirieren und bauen ein paar der bereits bekannten Gags, wie gleich zwei unfreiwillige Verhöre von Greg durch Jack, ein, Zudem gibt es ein Wiedersehen mit dem Klo spülenden Kater und zum Abschluss des Films Owen Wilson als Pams salbungsvollem Exfreund. Bad-Taste-Unappetitlichkeiten werden nicht ausgespart und umfassen das Trinken von abgefüllter Brustmilch und eine getrocknete Vorhaut im Fonduetopf. Ansonsten kriegen die Macher nicht genug von infantilen Sexgags: Über lüsterne Senioren oder Jacks Einsatz einer künstlichen Brust zum Stillen seines Enkels muss man schon lachen können, wenn man hier auf seine Kosten kommen will. Stiller hält sich diesmal insgesamt ein wenig zurück. Da er die Bühne gleich drei ausgesprochen gut aufgelegten Leinwandlegenden überlässt, stört das nicht weiter. Das Trio und die sehr entspannte, familiäre Atmosphäre lassen spielend über so manche Plotschwäche hinwegsehen. Ein garantierter Monsterhit, der auch in Deutschland den Geschmack eines sehr breiten Publikums treffen wird! ara.

Darsteller und Crew

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