Der Teufelsgeiger (2013)

Der Teufelsgeiger Poster
Nicht mehr im Kino.
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Filmhandlung und Hintergrund

Der Teufelsgeiger: Star-Violinist David Garrett in seinem Kinodebüt als historischer Geigenvirtuose Niccolò Paganini. Mitreißend und bewegend!

Die Karriere des gefeierten Geigenvirtuosen Niccolò Paganini liegt in der Hand des undurchsichtigen Managers Urbani. Der bringt ihn gegen seinen Willen zum Auftritt nach London. Wegen seiner Skandalgeschichten kommt es zu Demonstrationen vor dem Hotel, der Künstler muss beim britischen Impresario Unterschlupf suchen, wo er Gefallen an dessen schöner Tochter findet. Aus Angst, sein Zugpferd durch die Liebe zu verlieren, heckt Urbani eine Intrige aus.

Geigenvirtuoase Paganini verliebt sich und läuft Gefahr, seine Karriere aus den Augen zu verlieren. Biopic und Lovestory um den Stargeiger aus dem 19. Jahrhundert Paganini – mit dem heutigen Stargeiger David Garrett.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • David Garrett spielt Niccolò Paganini: Der Filmtitel "Der Teufelsgeiger" ist also durchaus auch auf den berühmten Violinisten unserer Tage gemünzt. Das deutsch-österreichische Drama des englischen Regisseurs Bernard Rose ("Mr. Nice", "Ludwig van B. - Meine unsterbliche Geliebte") ist kein Paganini-Biopic im engeren Sinn. Vielmehr greift es die Legende auf, der musikalische Superstar des frühen 19. Jahrhunderts habe seine Virtuosität einem Pakt mit dem Teufel zu verdanken gehabt. Mit David Garrett als Darsteller, der sich auch ein wenig selbst spielt, betont der Film außerdem das Zeitübergreifende am Phänomen des Starkults.

    Garrett nennt Paganini den "ersten Rockstar". Sein Spiel mit seinerzeit noch unbekannten Techniken brachte dem Italiener früh den Ruf eines mit übersinnlichen Kräften ausgestatteten Geigers ein. Paganini nutzte dieses Image bewusst zur Selbstvermarktung. Der Film verwebt die romantischen Vorstellungen der Epoche, der die Spekulationen über das Diabolische entsprangen, zu einer anspielungsreichen Handlung. Der undurchsichtige Manager Urbani zum Beispiel bekommt einen gespaltenen Spitzbart, der an umgekehrte Teufelshörner erinnert.

    David Garrett wirkt ganz er selbst und geht gleichzeitig auch mühelos als Teufelsgeiger Paganini durch, wenn ihn flirrende, fließende Aufnahmen beim Spiel mit seinem Instrument vereinen. Im Gegensatz zu seiner musikalischen Leidenschaft macht er jedoch als Wort-Schauspieler in seiner ersten Kinorolle einen etwas weggetretenen Eindruck.

    Je länger der durchaus aufwändige Kostümfilm dauert, desto deutlicher drängen sich die Fragen auf, wie der wirkliche Paganini gewesen sein mag und wie er mit dem Zwiespalt zwischen Echtheit und Image umging. Die Person der Charlotte Watson hat es zum Beispiel tatsächlich gegeben, aber die schicksalhafte Bedeutung, die die Romanze im Film erhält, ist wohl der Dramaturgie geschuldet. Die Aussagekraft des Dramas scheint sich letztlich vor allem auf die enge Verbindung zu beschränken, die es zwischen Paganini und Garrett zieht.

    Fazit: David Garrett macht sich in dem romantischen Drama "Der Teufelsgeiger" als Niccolò Paganini vor allem gut, wenn er Violine spielt – aber über den legendären Virtuosen des 19. Jahrhunderts erzählt die fantasievolle Geschichte wenig.
  • Star-Violonist David Garrett gibt als gefeierter Geigenvirtuose und Frauenheld Niccolò Paganini sein Schauspieldebüt.

    Wenn er auf Tour geht, fliegen ihm die Frauenherzen zu. David Garrett verzaubert die Damenwelt in den Konzertsälen der Welt und jetzt auch auf der Leinwand als den legendären Niccolò Paganini, genannt der “Teufelsgeiger”, der nicht nur als begnadeter Musiker von sich reden machte, sondern auch mit Skandalgeschichten, die sich die Spießbürger hinter vorgehaltener Hand und mit wohliger Empörung erzählten. Vor allem das Gerücht, er habe seine Seele an den Teufel verkauft, um übermenschlich spielen zu können, bewegte die Gemüter. Dieser Teufel war sein mysteriöser Manager Urbani (Jared Harris), der gerne Geheimnisse streute, um das Interesse an seinem Schützling wachzuhalten. Ihm gelingt es sogar, den Mann, der im Casino seine Gagen verspielt und nur seinen sechsjährigen Sohn liebt, nach London zu locken, wofür sich der britische Impresario Watson hoch verschuldet. Als wütende Ladies vor dem Hotel gegen den unmoralischen Italiener demonstrieren, findet der Unterschlupf bei Watson und verliebt sich in dessen schöne und gesangsbegabte Tochter.

    Die Stärke des Films liegt in den dynamischen Auftritten Garrets, der spielt, als wäre es das letzte Mal, da wird das Publikum gerne über noch auszubauenden schauspielerischen Qualitäten hinwegsehen. Bernhard Roses temperamentvolle Mischung aus Biopic und Lovestory, die die dunklen Seiten des Maestro nicht ausspart und einen in sich zerrissenen Mann im Spiegel seiner Zeit porträtiert, geht über die Person in seiner Zeit hinaus. Dabei kümmert sich Rose weniger um charakterliche Tiefe als um die Fassade, die einige Reibungspunkte bietet und um den Faustischen Pakt. Paganini als erster unangepasster Rockstar der Musikgeschichte mit wilder Mähne, sollte junge Zuschauer ansprechen, zumal Garret heute nicht nur als Geigenvirtuose begeistert, sondern auch als Musiker der sowohl klassische Konzerte beherrscht wie Crossover-Rock-Acts. Gut gezeichnet ist die gegenseitige Abhängigkeit zwischen Künstler und Manager, die sich brauchen. Jared Harris, ehemaliges Mitglied der Royal Shakespeare Company, brilliert als diabolischer Intrigant, ohne Garret die Schau zu stehlen, die Nebenrollen sind von Christian McKay als Watson über Andrea Deck als Sopranistin und Objekt der Begierde bis hin zu Veronica Ferres als ihre Mutter gut besetzt, und Szenenbildner Christoph Kanter (“Das weiße Band“) sorgt für den richtigen historischen Look. Ein Schmankerl für unverbesserliche Romantiker, Liebhaber von Geigenklängen und Garret-Fans. mk.

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