Der Schuh des Manitu (2001)

Filmhandlung und Hintergrund

Nachdem Michael “Bully” Herbig dem Komiker-Duo Erkan & Stefan zu Leinwand-Ehren verholfen hat und über 1,2 Millionen Besucher in den gleichnamigen Film locken konnte, befasst er sich in seiner zweiten Regiearbeit mit einem Thema, das ihm noch ein wenig näher liegen dürfte, dem Western. Der bekennende Winnetou-Fan, der in seinem wöchentlichen TV-Comedy-Format “bullyparade” stets einen Sketch über den legendären Apachen-Häuptling bereit hält, nimmt sein Lieblings-Genre in “Der Schuh des Manitu” natürlich nicht ernst, sondern vielmehr gehörig auf die Schippe. Gut möglich, dass diese rotzfreche Variante von “Der Schatz im Silbersee” und 99 anderen Kult-Western vom Komödien-hungrigen Publikum an der Kinokasse vergoldet wird.

Es gibt das ungeschriebene Gesetz, dass der zweite Film ungleich schwieriger zu inszenieren ist als der erste – vor allem, wenn das Debüt Erfolg hatte. Trotzdem ist Michael Herbig nicht auf Nummer sicher gegangen und hat vom sequel zu “Erkan & Stefan” (zunächst) die Finger gelassen. Natürlich bewegt er sich auch mit “Der Schuh des Manitu” auf bekanntem Terrain. Zum einen umgab er sich mit seinen Kumpels aus der “bullyparade” und übertrug Christian Tramitz und Rick Kavanian tragende Rollen. Zum anderen nutzte er die Winnetou-Sketche aus seiner Comedy-Show als Basismaterial für seinen Spielfilm.

Wie schon “Erkan & Stefan” lässt Herbig auch “Der Schuh des Manitu” nicht zur bloßen Nummernrevue verkommen und präsentiert zumindest den Hauch einer Story, die sich in etwa so zuträgt: Im Land, wo die Schoschonen schön wohnen, herrscht Krieg. Denn die zu Unrecht des Meuchelmordes an Häuptlingssohn Falscher Hase und des Raubes am Stammes-Gold beschuldigten Blutsbrüder Abahachi (Herbig) und Ranger (Tramitz) sind vom Marterpfahl getürmt. So wird kurzum – in Ermangelung eines Kriegsbeils – der Klappstuhl ausgegraben. Die beiden Flüchtlinge suchen derweil nach Teilen einer Schatzkarte, die ihnen helfen soll, einen versteckten Edelstein zu finden, um sich freizukaufen. Zu dumm nur, dass der wahre Mörder, Gangsterboss Santa Maria (Sky Dumont), davon Wind bekommen hat. So sind den Flüchtigen nicht nur PS-schwache Schoschonen sondern obendrein eine Verbrecherbande auf den Fersen…

Auch wenn Herbig als Regisseur, Produzent, Autor und zweifacher Hauptdarsteller – er spielt auch Abahachis schwulen Zwillingsbruder Winnetouch – womöglich einen Posten zu viel übernommen hat, scheint er sich dabei dennoch nicht übernommen zu haben. Die Gags sitzen, das Timing stimmt und vor allem er selbst sowie seine Komödien-erprobten Vasallen Tramitz, der einen unendlich coolen Ranger gibt, und Kavanian, der als Dimitri mitten in Mexiko eine griechische Taverne betreibt, ziehen sämtliche Register ihres humoristischen Könnens. Dass Sky Dumont als Eis-schleckender Bösewicht und “Männerpensionistin” Marie Bäumer als begehrenswerte Barsängerin Uschi dabei zur visuellen Staffage verkommen, tut dem Humor-Faktor keinen Abbruch. Tatsache ist, dass es bisher noch keinem deutschen Regisseur gelungen ist, sich auf derart liebevoll-anarchistische Weise und auch noch abendfüllend über Karl May und Co. lustig zu machen. So darf man mit Fug und Recht behaupten, dass Michael “Bully” Herbig” gar kein Komiker ist, sondern in Wirklichkeit ein waschechter Filmemacher, von dem man im Kino gerne mehr zu sehen bekommen möchte.lasso.

Im Land der Schoschonen herrscht Krieg. Denn die zu Unrecht des Mordes an Häuptlingssohn Falscher Hase beschuldigten Blutsbrüder Abahachi (Michael “Bully” Herbig) und Ranger (Christian Tramitz) sind vom Marterpfahl getürmt. So wird kurzum – in Ermangelung eines Kriegsbeils – der Klappstuhl ausgegraben. Die Flüchtigen suchen derweil nach Teilen einer Schatzkarte, die ihnen helfen soll, einen versteckten Edelstein zu finden, um sich freizukaufen. Zu dumm nur, dass der wahre Mörder, Gangsterboss Santa Maria (Sky Dumont), davon Wind bekommen hat und sich ebenfalls an ihre Fersen heftet.

Fast exakt ein Jahr nach seinem Erststart kommt Bullys Geniestreich – der erfolgreichste deutsche Film seit 1945 – noch einmal in einer etwas längeren Version in die Kinos.

Abahachi, der Häuptling der Apachen, nimmt bei den Schoschonen einen Kredit auf, um ein Stamm-Lokal aufzumachen. Der Gauner Santa Maria verspricht ihnen eine entsprechende Immobilie, brennt jedoch stattdessen mit dem Geld durch. Nun müssen Abahachi und sein Blutsbruder Ranger das Geld wiederbeschaffen und sich gleichzeitig die verärgerten Schoschonen vom Hals halten.

Die beiden zu Unrecht des Mordes beschuldigten Blutsbrüder Abahachi und Ranger suchen nach Teilen einer Schatzkarte, die ihnen helfen soll, einen versteckten Edelstein zu finden, mit dem sie sich freikaufen wollen. Zu dumm nur, dass der wahre Mörder, Gangsterboss Santa Maria, davon Wind bekommen hat und sich an ihre Fersen heftet. Michael “Bully” Herbigs liebevolle Persiflage auf Karl May und Co. löste “Otto – Der Film” als erfolgreichsten deutschen Film nach 1945 ab.

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