Der Plan (2011)

Originaltitel: The Adjustment Bureau
Der Plan Poster
Nicht mehr im Kino.
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Kritikerwertung (2)
  1. Ø 4

Filmhandlung und Hintergrund

Der Plan: Mit Matt Damon und Emily Blunt sympathisch besetztes romantisches Drama über ein Paar, dessen Liebe den großen göttlichen Weltplan durcheinanderbringt.

Kurz vor der Wahl zum Senator wird David Norris von einer Jugendsünde eingeholt und dafür von der Presse hingerichtet. Als er die Wahl verliert, sabotiert das den Plan, den Gott für Norris zum Wohle der Welt entworfen hatte. Plötzlich tauchen Männer auf, die Norris’ Leben mit göttlichem Segen wieder auf Kurs bringen, der ihn langfristig ins Weiße Haus führen soll. Doch Norris’ Begegnung mit Ballerina Elise gefährdet diesen Plan, denn Liebe auf den ersten Blick und Verschiebung von Prioritäten ist darin nicht vorgesehen.

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Auf DVD & Blu-ray (2)

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Wenn Männer mit Hüten einen unschuldigen Helden durch das Labyrinth einer Großstadt verfolgen, sind sie normalerweise die Gangster oder die feindlichen Agenten in einem Krimi. In „Der Plan“ sind die Gegner des jungen David Norris von einem anderen Kaliber, menschenähnliche Wesen, verkleidete Gesandte aus einer anderen Welt. Sie sorgen seit Anbeginn der Geschichte dafür, dass die Menschen es nicht zu bunt auf der Welt treiben, und nehmen hier und da ein paar Korrekturen vor. Sie sind überall unter uns, aber niemand nimmt sie wahr.

    Auf Weisung von oben müssen die Männer mit den Hüten verhindern, dass der Politiker David und die Tänzerin Elise ein Paar werden. Weil David zufällig Zeuge wurde, wie die Männer seinen Freund mental ein wenig umstellten, weiß er nun von ihrer Existenz und auch, dass er Elise nicht wiedersehen darf. Fortan rennt David seiner großen Liebe hinterher, die Verfolger im Schlepptau. Für sein Regiedebüt hat sich der Drehbuchautor George Nolfi, der Werke wie „The Sentinel“ und „Ocean´s Twelve“ verfasste und Co-Autor von „Das Bourne Ultimatum“ war, eine Kurzgeschichte von Philip K. Dick ausgesucht. Der Thriller mischt diese Fantasie im Sci-Fi-Stil mit einer herkömmlichen Verfolgungsjagd und mit einer romantischen Geschichte, in der Matt Damon als David Norris einmal ungewohnt verliebt sein darf.

    Matt Damon ist der Sympathieträger, der auf die aberwitzigen Dinge, die ihm die Männer mit den Hüten sagen, auch mal eine spöttische Antwort riskieren darf. Drei Jahre lang irrt dieser Verliebte durch die graue Stadt, bis er Elise durch Zufall erneut begegnet. Die Allgegenwart der Männer mit den Hüten und ihr Liebesverbot lasten schwer auf der Identifikationsfigur, die sich abstrampelt, um dieser Film-Noir-Stimmung zu entkommen. Emily Blunt passt als Elise mit ihrer aristokratischen, geheimnisumwobenen Aura hervorragend zum düsteren, romantischen Charakter der Geschichte.

    Die Männer mit den Hüten sehen aus wie „Die Unbestechlichen“ um Eliot Ness in der gleichnamigen TV-Serie, und auch die Architektur New Yorks spiegelt eine Epoche aus der ersten Hälfte des vorigen Jahrhunderts. Das Gebäude, in dem das Umstellungsbüro seinen Sitz hat, ist ein Fantasiemix aus verschiedenen architektonischen Vorlagen in der Stadt und strahlt eine elegante Pracht vergangener Tage aus. Die Stadt spielt im Laufe des Films mit seinen Verfolgungsszenen eine immer größere Rolle, es gibt magische Türen, die überraschende Ausblicke ermöglichen, Verbindungen herstellen zwischen verschiedenen Orten in der Metropole.

    Die Kulisse entspricht mit ihrer Mischung aus steinernem Grau und luftiger Weite dem Inhalt. Die Durchlässigkeit der gewohnten Realität für unbekannte Einflüsse macht neugierig, könnte dem Individuum vielleicht neue Wege eröffnen. Die Männer mit den Hüten sprechen irgendwann in philosophischer Weise vom freien Willen, doch es bleibt David überlassen, herauszufinden, ob es ihn gibt. Dabei ist er meistens in Bewegung und weist auch den Zuschauern einen unterhaltsamen Weg, den logischen Schlingen des im übrigen doch recht konventionellen Thrillers auszuweichen.

    Fazit: George Nolfis Regiedebüt beschert Matt Damon eine romantische Rolle in einem stimmungsvollen Thriller mit Gegnern der etwas anderen Art.
  • Romantisches Drama, in dem sich Matt Damon und Emily Blunt unsterblich verlieben und damit göttliche Pläne sabotieren.

    Im Kino steht Himmel im Schatten der Hölle. Damit hat “Der Plan” verlorenes Terrain zurückzuerobern, thematisiert wie Michael PowellsIrrtum im Jenseits” einen Lernprozess ganz oben, nicht ohne Seitenhieb allerdings auf das evolutionäre Versagen des Menschen. Philip K. Dick, auf dessen Storys schon “Blade Runner” oder “Minority Report” zurückgehen, liefert dem Regiedebüt von “Ocean’s Twelve“-Autor George Nolfi mit einer weiteren Kurzgeschichte das Grundkonzept vom fremdbestimmten Leben, das göttlichen Entwürfen folgt.

    Regelabweichungen kommen vor, werden aber von bürokratischen Beobachtern, hier nur einmal Engel genannt, für den Menschen unmerklich korrigiert – auch durch Gedächtniseingriffe. Einen solchen bei seinem besten Freund beobachtet geschockt der junge Politstar David Norris (Matt Damon) und erfährt, dass er der Auslöser dafür sei, alles aber zu seinem Wohl und der Welt geschehe. Denn kurz vor dem sicheren Sieg bei der Wahl zum Senator war Norris von einer Dummheit aus seiner Collegezeit eingeholt und dafür von der Presse hingerichtet worden, soll nach dem Scheitern wieder auf Kurs und langfristig ins Weiße Haus gebracht werden. “Der Plan” allerdings ist gefährdet, weil das Polittalent sich auf den ersten Blick in Ballerina Elise (Emily Blunt) verliebt hat und damit seine Prioritäten ändern könnte. Als Norris mit Schweigeschwur wieder ins normale Leben entlassen wird, versucht er seine Traumfrau wiederzufinden – eine Reunion, die die Himmelsboten immer wieder zu sabotieren versuchen.

    Ein Faible für Fantasy ist hilfreich, will man diese Prämisse ernst nehmen, die im Grunde aber nicht alberner ist als Exorzismen, Rachefeldzüge von Erzengeln und andere Filmgeschichten mit religiösem Überbau. Autor-Regisseur Nolfi nutzt sie für ein Plädoyer für die Liebe und das Recht auf freien Willen, der im realen Leben allerdings von den Menschen selbst eingeschränkt wird. Das christliche Leitmotiv mit göttlichem Denker und Lenker ist nicht jedermanns Sache, aber bereits in Dicks Vorlage mit “The Old Man” angelegt, von der Nolfi nur wenig übernimmt und mit Anleihen bei Wim Wenders, J.J. Abrams’ Hitserie “Fringe“, ja vielleicht sogar Franz Kafka ergänzt. Der Plot entwickelt sich bedächtig, auf die Figuren konzentriert, mit reduziert dramatischem Zug, aber zunehmender Action, die einmal fast ohne Gewalt und übertriebene Bedrohungselemente auskommt. “The Plan” ist ein familienfreundlicher Film – mit romantischem Thrill, visueller Eleganz, atmosphärischem Soundtrack und Star Matt Damon, der nach “Hereafter – Das Leben danach” auch mit Emily Blunt im Paranormalen die große Liebe findet. kob.

Darsteller und Crew

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