Der Nanny (2015)

Der Nanny Poster
Nicht mehr im Kino.
Userwertung (14)
  1. Ø 3.2
Kritikerwertung (4)
  1. Ø 2.8

Filmhandlung und Hintergrund

Der Nanny: Komödie um einen Mann, der sich mit Rachegedanken als Nanny in die Familie eines Baulöwen schleicht, der für den Verlust seiner Wohnung verantwortlich ist.

„Der Nanny“ ist eine deutsche Komödie mit Milan Peschel und Matthias Schweighöfer, der für den Film zum vierten Mal auch auf dem Regiestuhl Platz nahm. „Der Nanny“ erzählt die Geschichte des Bauunternehmers Clemens (Matthias Schweighöfer), der gut im Geschäft ist und die Karriereleiter schnell empor klettert. Doch wer beruflich auf der Überholspur lebt, hat bekanntlich wenig Zeit für die Familie und so kommen die Kinder Winnie (Paula Hartmann) und Theo (Arved Friese) zu kurz. Bislang ist es Winnie und Theo immer wieder gelungen, alle Kindermädchen dieser Welt in kürzester Zeit zu vergraulen und so ist es für Clemens eine wahre Herkulesaufgabe, jemanden zu finden, der während seiner Abwesenheit die Kinder vernünftig betreuen kann. Als eines Tages der etwas schrullige Rolf (Milan Peschel) vor seiner Tür steht, wagt Clemens das Experiment, und stellt eine männliche Nanny ein. Doch Rolf möchte gar kein verantwortungsvoller Betreuer sein, sondern dem Baulöwen das Leben zur Hölle machen und dessen Familie sabotieren wo er nur kann. Grund für diesen seltsam anmutenden Arbeitsethos ist die Tatsache, dass Rolf in einem Haus lebt, dass abgerissen werden soll, um einem neuen Bauprojekt von Clemens zu weichen.  Rolf stünde somit auf der Straße und er versucht alles, um seine Wohnung zu behalten oder sich wenigstens an Clemens zu rächen. Matthias Schweighöfer und Milan Peschel standen schon oft gemeinsam vor der Kamera. Bereits 2010 sorgte ihr brillanter Auftritt als ungleiches Schurkenduo im „Tatort: Weil sie böse sind“ für Aufsehen. Weitere gemeinsame Filme der beiden Schauspieler sind unter anderem „What a Man“ und „Schlussmacher“.

Videos und Bilder

Auf DVD & Blu-ray (1)

Kritiken und Bewertungen

So werten die User Ø
(14)
5
 
4 Stimmen
4
 
3 Stimmen
3
 
3 Stimmen
2
 
0 Stimmen
1
 
4 Stimmen
So werten die Kritiker (4 Stimmen)
5
 
0 Stimmen
4
 
1 Stimme
3
 
1 Stimme
2
 
1 Stimme
1
 
0 Stimmen

Wie wertest Du? Klicke auf einen der Sterne:

Kritikerrezensionen

  • Schon kurze Zeit nachdem Filmemacher und Schauspieler Matthias Schweighöfer mit „What a Man“ erstmals auch als Regisseur in Erscheinung trat, musste sich der sympathische Blondschopf nicht nur Vergleiche zu Altmeister Til Schweiger, sondern auch ein ähnlich gelagertes Presseecho gefallen lassen. Verwunderlich ist dies keineswegs; immerhin fischen beide im selben Genre-Gewässer und verlassen sich bei der Inszenierung ihrer Werke auf die ewig gleichen Erfolgsmechanismen. Doch nach „Schlussmacher“ und „Vaterfreuden“ widmet sich Schweighöfer in „Der Nanny“ zum ersten Mal einer Geschichte, die komplett ohne die obligatorische Lovestory auskommt und setzt die Handlung um eine männliche Nanny, die sich mit ihrer Anstellung einen Zugang zum hartherzigen Bauleiter erhofft, mit einer solchen Liebe zur Absurdität in Szene, dass man nicht umher kommt, sich als Zuschauer die Frage zu stellen, weshalb Matthias Schweighöfer sein Regie-Können bislang unter den Scheffel durchschnittlicher RomComs stellte. „Der Nanny“ ist zwar bei Weitem nicht perfekt, doch gerade die beherzte Inszenierung, die gerade in der ersten Hälfte von der karikaturesken Zuspitzung der Szenerien lebt, macht den Streifen zu einem verdammt launigen Familienfilm.

    Das Drehbuch von Lucy Astner, Murmel Clausen („Der Schuh des Manitu“) und Schweighöfer himself ist noch lange nicht frei von Schwächen. Logiklöcher wie die, dass es sich nicht erklären lässt, wie es Rolf gelingt, in die Villa von Clemens einzudringen, machen „Der Nanny“ bisweilen nur dann erträglich, wenn man beide Augen zudrückt. Auch das penetrante Verwenden vermeintlich cooler Anglizismen ist nur dann sinnig, wenn man es mit Clemens‘ Yuppie-Dasein erklärt. Doch im Mittelpunkt von „Der Nanny“ steht nicht irgendeine Reißbrett-Message, sondern zunächst einmal der pure Spaß. Die Rückblenden, in denen zu sehen ist, was die beiden großartig-ätzenden Kinder mit ihren Aufpasserinnen schon alles angestellt haben, sind phänomenal und voll von comichaftem Humor, der zu keinem Zeitpunkt infrage stellt, dass es Matthias Schweighöfer in erster Linie darum geht, beim Publikum möglichst viele Lacher zu generieren. Und das gelingt! Schwächer wird’s dagegen immer dann, wenn der im Film einmal mehr äußerst naiv gezeichnete Milan Peschel die Handlung tragen muss. Doch diese Momente gehören glücklicherweise zur Minderheit.

    Ganz ohne liebevolle Botschaft kommt „Der Nanny“ gen Ende dann natürlich doch nicht aus. Doch mit der Message, dass Kinder ihre Eltern brauchen, um glücklich zu sein, macht der zweifache Familienvater Schweighöfer mit einer verhältnismäßig subtilen Herangehensweise viel richtig. Das gilt im Übrigen auch für die Besetzung: Ausgerechnet „Circus HalliGalli“-Gesicht Joko Winterscheidt legt in „Der Nanny“ ein Langfilmdebüt hin, das ihn fern seines Images als Blödelbarde als ernst zu nehmenden Schauspieler etabliert. Lediglich Frida-Gold-Frontsängerin Alina Süggeler wirkt in ihrer Rolle der attraktiven Barkeeperin Steffi ein wenig verloren zwischen all den Mimen um sich herum.

    Fazit: Mit seinen überzeichneten Charakteren, einer passionierten Lust am Absurden und dem konsequenten Verschmähen einer nur allzu vorhersagbaren Lovestory wird „Der Nanny“ zum bislang besten Film von Matthias Schweighöfer – und zwar mit Abstand!
  • Karrieremensch Clemens (Matthias Schweighöfer) hat keine Zeit für seine Kinder, weil er ein renommiertes Bauprojekt plant. Dazu gehört auch, angestammte Mieter aus ihren Wohnungen zu jagen. Zu seinen Opfern zählt Rolf (Milan Peschel), der sich das nicht gefallen lassen will. Getrieben von Rachegedanken schleicht er sich als männliche Nanny in Clemens Familie ein, um dem Baulöwen das Leben so unangenehm wie möglich zu machen. Der Spieß könnte sich allerdings umdrehen, denn Clemens Kinder Winnie und Theo machen einen Sport daraus, jedes Kindermädchen so schnell wie möglich wieder los zu werden. Nach “Schlussmacher” und “What a Man” tut sich Hit-Regisseur und Schauspieler Matthias Schweighöfer für “Der Nanny” erneut mit Schauspielkollegen Milan Peschel zusammen und fungierte, wie bereits bei seiner Erfolgskomödie “Vaterfreuden”, auch als Drehbuchautor und Produzent. Neben viel Witz und Slapstick gibt es auch bewegende Szenen und einen Hauch Gesellschaftskritik in diesem Comedy-Spaß, in dem Kindergartendaddy und Karrierist aufeinanderprallen und voneinander lernen.

    Fazit: Das Komödien-Hit-Team Schweighöfer-Peschel schlägt wieder zu.
  • Videokritik anzeigen
  • Alles schon mal dagewesen. Nicht nur einmal, nicht nur zweimal, einfach unglaublich oft!
Alle ansehen

Darsteller und Crew

News und Stories

Kommentare