Der gestiefelte Kater (2011)

Originaltitel: Puss in Boots
Der gestiefelte Kater Poster
Nicht mehr im Kino.
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Filmhandlung und Hintergrund

Der gestiefelte Kater: Soloshow der Katze, die sich in den "Shrek"-Filmen zum heimlichen Helden entwickelte, und nun in Mexiko märchenhafte Abenteuer erlebt.

Lange vor seiner Begegnung mit Shrek führte der gestiefelte Kater in Mexiko das Leben eines Draufgängers, Liebhabers und Diebes. Magische Bohnen, die über eine Ranke ins Reich der Wolken zu großem Reichtum führen sollen, locken ihn in ein Abenteuer, das ihn mit alten Wunden und einem neuen Heilmittel konfrontiert. Die reizende Kitty Samtpfote, eine mutige, magnetisch anziehende Mieze, lässt den Kater sogar seine Ressentiments gegenüber Ex-Kumpel Humpty Dumpty vergessen, der eigene finstere Pläne mit den Bohnen verfolgt.

Der gestiefelte Kater wird mittels magischer Bohnen in ein Abenteuer katapultiert, das ihn mit seiner Vergangenheit konfrontiert. Erstes “Shrek”-Spinoff, in dem der gestiefelte Kater im typischen DreamWorks-Animation-Stil Abenteuer erlebt.

Videos und Bilder

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Kritikerrezensionen

  • Der gestiefelte Kater aus den „Shrek“-Filmen bekommt nun sein Spin-Off und wird zum Helden einer eigenen Geschichte. Der „Shrek der Dritte“-Regisseur Chris Miller inszenierte das turbulente 3D-Abenteuer als fantasievolle Animation, in der Märchenfiguren auf mexikanische Westerntypen treffen. Der hauptsächlich auf Erwachsene abzielende Humor des Films speist sich aus vielen parodistischen Einlagen, die vor allem den Western- und Mexikoklischees gelten, aber auch moderneren Phänomenen wie dem Tanz als Form des Wettkampfes zweier Rivalen.

    Der Film erzählt den Werdegang des Katers und verrät, wie er zu seinen Stiefeln und anderen Accessoires kam, die ihn unverwechselbar machen: dem Hut mit der auffälligen Feder, dem Mantel und dem Degen. Puss in Boots, wie er in seiner Dreamworks-Muttersprache heißt, wuchs nämlich in einem mexikanischen Waisenhaus auf, bei der guten Menschenfrau Imelda. Sie gab ihm auch alle diese Statussymbole, als er in seiner stürmischen Jugend zum Helden des Ortes wurde. Im Waisenhaus schloss er Blutsbrüderschaft mit dem kleinen Humpty Alexander Dumpty. Das einem alten englischen Kinderreim entsprungene Ei auf Füßen ist auch intelligenzmäßig ein Eierkopf, denn es bastelt an technischen Erfindungen und hegt den Traum vom Besitz der Zauberbohnen wie ein kostbares Pflänzchen.

    Das Ei hat ein menschenähnliches Gesicht mit wachen Augen, und es redet viel. Unterhalb des Kopfes, dort, wo normalerweise der Hals beginnt, trägt es Kleidung, die mal fantasievoll altertümlich, mal wie Landhausmode aussieht. Der Draufgänger Puss in Boots ist eine Art Errol-Flynn-Charakter, schwer zu fassen und immer zu einem Scherz aufgelegt. Mit seinem neuen Schwarm Kitty kommt ein wenig mehr Zorro-Romantik in die Geschichte, denn die Katze trägt einen schwarzen Umhang und eine ebensolche Gesichtsmaske. Mit den Zauberbohnen und dem Schloss der Goldenen Gans über den Wolken sind die märchenhaften Elemente in der Geschichte insgesamt stark vertreten.

    Die beiden Katzen und das Ei aber befinden sich unter lauter Menschen in einem Western-Szenario. Puss betritt einen Saloon, wo ihn das spöttische Gelächter der Männer begrüßt, er überfällt im Canyon die Kutsche des Gangsterpaares Jack und Jill. Die Geschichte spielt viel mit Klischees von spanischem Feuer und Gefühlsüberschwang. Aber auch Flamenco und ähnliche Tanzeinlagen, in denen ein Dance Fight parodiert wird, sorgen mit passender Musik für Stimmung.

    Und dann gibt es noch die vielen Katzen. Die ohne Stiefel und Umhang, die nur schmachtend miauen oder spontan zu einem Instrument greifen. Natürlich bestätigt sich das Klischee, dass die beste Waffe einer Katze ein gezielt eingesetztes, unschuldiges Miau ist. Dem 3D-Format entsprechend gibt es rasante Fahrten in die Tiefen des Raums. Zwar macht sich der Kater als Degenkämpfer und Held von Mexiko gut, aber die Geschichte kann sich inhaltlich und stilistisch nicht so recht für einen Standort entscheiden. Es passiert beinahe zu viel, über den Wolken wie auch in San Ricardo, so dass der flotte Witz des Anfangs mit der Zeit vor lauter Möglichkeiten nicht mehr zu wissen scheint, wo er sich niederlassen soll.

    Fazit: Der gestiefelte Kater wird zum Mantel-und-Degen-Helden in einem Latino-Western mit Märchenelementen.
  • Nach Gastrollen in drei “Shrek”-Komödien bekommt der charismatische Plüsch-Zorro im Handtaschenformat endlich seine erste witzige Soloshow.

    Schon mit der ersten Einstellung, einer expressiven Nahaufnahme, markiert der Kater, der nicht nur Lover, sondern auch Fighter ist, sein Revier. Niedlichkeit bis an die Schmerzgrenze paart sich mit stolzer Selbstverliebtheit in diesem Gesicht, das sich in 3D unwiderstehlich bis ins Zuschauerherz gräbt und Kraulinstinkte nicht nur bei Katzenfreunden wecken wird. Der knuffige Kater, in der Originalverfassung hinreißend belebt von Antonio Banderas, zeigt in der Inszenierung von Chris Miller (“Shrek der Dritte”) was einen echten Star ausmacht: Steht er im Fokus, klingeln die Glocken, bekommt seine Dominanz eine Kunstpause, reduziert sich das Vergnügen.

    Wie im “Shrek”-Franchise gewohnt, vermischt das Drehbuch Märchen und Fabeln, kommen hier die Geschichten von Hans und der Bohnenranke und von der Gans, die goldene Eier legt, in den Mixer mit Filmzitaten, die vom Italowestern über “Godzilla” bis hin zu “Fight Club” und “Über den Dächern von Nizza” reichen. Die erste halbe Stunde ist Spaß und Dynamik in Perfektion, führt in die Biografie des Katers ein, der als Dieb steckbrieflich gesucht wird, schnurrende Kätzchen beglückt, in einer mexikanischen Kneipe finstere Halunken diszipliniert und damit Tinto Brass’ Skandalklassiker “Salo(o)n Kitty” einmal ganz anders interpretiert. Hier hört der Kater von einem üblen Gaunerpaar und seinem wertvollen Besitz – magische Bohnen, die über eine Ranke in das Reich der Wolken zu unermesslichem Reichtum führen. Die Bohnen waren bereits die Obsession von Humpty Dumpty, einem menschenähnlichen Ei, das einst bester Freund des Katers war, ihn aber auf den Pfad des Verbrechens und damit in die Verbannung führte. Ein Ei braucht nur in der Pfanne Platz, nicht aber in einem Animationsfilm, in dem es nur bedingt Buddy- und Sympathie-tauglich ist. Für die Generationen jenseits der Zahnspange vielleicht eine Fehlbesetzung, aber ein Anreiz für Kinder, die ihre Gunst oft nach anderen Kriterien verteilen und hier, bei insgesamt niedrigem Bedrohungsfaktor, absolut “Shrek”-frei unterhalten werden.

    Erwachsene Zuschauer dürfen sich über mehrere turbulente, hyperkinetische Action- und einige wirklich gefühlsechte Animationsszenen (watteweiche Wolken) freuen, garniert von absurd-komischen Einlagen, die einigen Katzen ungewohnte Rollen zuweisen. “Der gestiefelte Kater” aber bleibt in seinem vertrauten Revier und bekommt mit Kitty Samtpfote ein weibliches Pendant, das ihm fast ebenbürtig ist, gäbe es da nicht den legendären Hypno-Blick, die ausdrucksstark animierte Mimik und die ausgelebte Theatralik. Nichts von dem kann auch der Zuschauer widerstehen. kob.

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