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Filmpalast.to: Legal oder Illegal?

Aktuelle Kinofilme wie “Deadpool” oder “Star Wars: Das Erwachen der Macht“, die neuen Folgen von “The Walking Dead” oder “Game of Thrones” bequem und kostenlos zu Hause streamen – wer möchte das nicht. Online Portale wie FilmPalast.to bieten genau das an. Aber bei der Verwendung des Streamingdienstes ist Vorsicht geboten. 

Ein Sprichwort besagt: Wenn es zu gut scheint, um wahr zu sein, ist es das wahrscheinlich auch! Besonders zutreffend ist das im Fall von Online-Anbietern wie FilmPalast.to, die aktuelle Kinofilme und Serien im Stream anbieten. Denn so einfach wie es auch ist, mit dem Laptop auf der Couch sitzend innerhalb weniger Minuten kostenlos Filme zu schauen, so gefährlich kann das auch sein. Denn was eigentlich bei dem riesigen Gratis-Angebot klar sein sollte: Wer dort streamt, macht sich strafbar.

Verstoß gegen das Urheberrecht

Auch wenn es zunächst kompliziert klingt, das ansehen von Filmen auf Plattformen wie FilmPalast.to ist an sich nicht strafbar. Was jedoch eindeutig gegen das Gesetz verstößt ist das anfertigen einer Kopie, denn dass darf ausdrücklich nur der, der die Urheberrechte besitzt. Wer jedoch im Internet streamt, der macht oft ohne zu wissen eine temporäre Kopie auf seinem Computer. Auf der eigenen Festplatte wird der Film kurz zwischengespeichert und von dort aus im jeweiligen Player abgespielt.

Nur eine Privatkopie?

Verfechter von Online Streaming beziehen sich immer wieder auf einen Paragraphen, der das Anfertigen einer so genannten Privatkopie von Inhalten aus dem Internet ausdrücklich erlaubt. Während dieser Paragraph  (§ 53 UrhG) tatsächlich existiert, ist er auf das Beispiel Filmpalast.to aber eindeutig nicht anwendbar. Denn eine Privatkopie kann man gemäß Gesetz nur von Inhalten machen, die an sich nicht an sich schon das Urheberrecht verletzten. Und das tut FilmPalast.to ganz eindeutig dadurch, indem sie: 

1.) Die Kopien online veröffentlichen.

2.) Die Kopien gewerblich nutzen.

Zwar muss man als User das Streaming nicht bezahlen, es wird aber Werbung geschaltet, durch die das Internetportal Geld verdient. Egal, was man sich vielleicht einredet: Portale wie FilmPalast.to nutzen ist und bleibt illegal.

Was kann mir passieren?

Ganz so hart wie dem Werbefilm der Initiative “Hart Aber Gerecht” (heißt inzwischen Resp©ct Copyright) kommt es in den seltensten Fällen. Eine Haftstrafe von 5 Jahren ist zwar theoretisch möglich, passiert aber in der Praxis nur bei Fällen, in denen einzelne Personen haufenweise Kopien erstellen und verkaufen, beziehungsweise Betreibern von Seiten wie FilmPalast.to. Dennoch ist man als Privatperson, die nur ab und zu mal etwas streamt, nicht komplett sicher. Denn inzwischen wird intensiv auch nach Nutzern gefahndet. Man muss sich also nicht wundern, wenn auch lange nach der letzten Nutzung von FilmPalast.to oder einer ähnlichen Plattform noch Post von einem Anwalt ins Haus flattert. Bußgelder von bis zu €1.000 sind da keine Seltenheit. Alternativen wie , , oder ähnliches, die euch aktuelle Inhalte 100% legal nach Hause bringen, sind da unterm Strich günstiger.

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