Das grenzt an Liebe (2014)

Originaltitel: And So It Goes
Das grenzt an Liebe Poster
Nicht mehr im Kino.
Userwertung (3)
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Kritikerwertung (2)
  1. Ø 3

Filmhandlung und Hintergrund

Das grenzt an Liebe: In Rob Reiners ebenso bissiger wie witzig-spritziger Senioren-RomCom brillieren Michael Douglas und Diane Keaton als Streithähne und Liebespaar in spe.

Hollywood hat eine neue Zielgruppe entdeckt. Die über 50-Jährigen. Lange Zeit gaben allein Superhelden und Teenie-Themen den Ton an, doch das ist nun vorbei. Beweisstück A: „Das grenzt an Liebe“. Zwei altgediente Hollywood-Stars Michael Douglas und Diane Keaton dürfen hier noch einmal ihr ganzen Können zeigen. Genau diese Art von Komödie war zuletzt enorm erfolgreich. Die Chancen, dass auch „Das grenzt an Liebe“ ein Hit wird, stehen somit sehr gut.

Im Film spielt Douglas den New Yorker Immobilienmakler Oren Little, der sich schnell als ziemlich schlecht gelaunter Zeitgenosse herausstellt. Und das hat Gründe. So hat Oren den Tod seiner Frau eher schlecht als recht verarbeitet. Zudem steht mit dem Verkauf seines letzten Hauses, ein einsamer Ruhestand bevor. Außer einer großen Menge Geld scheint dort wenig auf den emotionalen Einsiedler zu warten. Doch dann klingelt es an der Tür und Oren lernt widerwillig seine zehnjährige Enkelin Sarah (Sterling Jerins) kennen. Von deren Existenz war ihm bisher nichts bekannt und so findet sich der griesgrämige Geschäftsmann urplötzlich in der Rolle des Fürsorgers wieder. Und als wäre das nicht schon unangenehm genug, muss sich Oren auch noch mit der viel zu gut gelaunten Nachbarin Leah (Diane Keaton) herumplagen.

Die Zutaten der Komödie „Das grenzt an Liebe“ sind charmant und bekannt. Dass Oren sich im Laufen des Films von Grießgram zum Familienmenschen entwickeln wird, das scheint wenig überraschend. Doch das ist ja auch nicht der Grund, warum wir uns Komödien wie „Das grenzt an Liebe“ ansehen.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Im Mittelpunkt der romantischen Komödie "Das grenzt an Liebe" stehen zwei Menschen am Beginn des dritten Lebensabschnitts. Sie vermissen ihre verstorbenen Ehepartner und strampeln sich mit mäßigem Erfolg ab, dem Dasein neue Reize abzugewinnen. Regisseur Rob Reiner ("Harry und Sally", "Das Beste kommt zum Schluss") hat mit seinen beiden Hauptdarstellern Diane Keaton und Michael Douglas das große Los gezogen, denn sie spielen die Senioren als markante, originelle Charaktere mit Biss. Dadurch erhält die Schmunzelkomödie Schwung und Charme.

    Sie wohnen Tür an Tür in einem Mehrparteienhaus mit Garten und Bootssteg. Abends, wenn sie auf der Veranda sitzen, könnten sie sich nett unterhalten, aber das klappt nicht: Der Immobilienmakler Oren und die Lounge-Sängerin Leah sprechen einfach nicht dieselbe Sprache. Mit den anderen Nachbarn kommt der unfreundliche Oren noch weniger klar, aber in dieser optisch so gemütlichen Szenerie wirkt seine Miesepetrigkeit zum Teil auch nur zur Schau getragen. Und tatsächlich bemüht sich der Mann ja auch, Leahs späte Karriere als Sängerin zu fördern, nur geht er bei seinen Annäherungsversuchen allzu ruppig vor. Der verbitterte Mann ist eine Paraderolle für Michael Douglas, der die herrlich unkorrekten Sprüche mit lustvollem Nachdruck formuliert. Oren könnte ewig das schlagfertige Ekel geben, hätte er nicht selbst ein wenig Bedürfnis nach Zuwendung.

    Diane Keaton singt als 65-jährige Leah selbstbewusst vor Publikum in einem Lokal, ohne ihre unattraktive Brille abzulegen. Das macht es einem erst recht bewusst, wie ungewöhnlich es immer noch ist, reifere Frauen in Unterhaltungsprogrammen auftreten zu sehen. Leah ist eine mutige Vorreiterin, auch wenn sie die eigenen Gefühle oft unvorteilhaft ausbremsen. Eigenwillig gezeichnet ist auch Orens alte Kollegin Claire (Frances Sternhagen), die Haare auf den Zähnen und meistens eine Zigarette in der Hand hat. So macht die Komödie Spaß, ohne mit ihrer nur sanft gekräuselten Handlung das Rad neu zu erfinden.

    Fazit: Die Schmunzelkomödie "Das grenzt an Liebe" ist inhaltlich zwar wenig aufregend, bereitet aber dennoch Vergnügen mit ihren kernigen Dialogen und dem energiegeladenen Schauspiel von Michael Douglas und Diane Keaton.
  • Von der Menschwerdung eines Menschenfeindes erzählt Rob Reiner in seiner launigen RomCom, die mit Diane Keaton und Michael Douglas ideal besetzt ist.

    Ein Widerspenstiger wird wieder einmal gezähmt, diesmal ist es Michael Douglas den Diane Keaton domestiziert. Eine flüssig erzählte, streng den Regeln des Genres verpflichtete Vorzeige-RomCom ist Rob Reiner (“Harry und Sally”) mit “Das grenzt an Liebe” gelungen. Perfektes Handwerk bekommt man ebenso geboten wie spritzige Dialoge und die frappierenden Ähnlichkeiten zu “Besser geht’s nicht” – da wurde einst Misanthrop Jack Nicholson von Helen Hunt nachhaltig “geheilt” – erklären sich dadurch, dass Mark Andrus für beide Filme die raffinierten Skripts verantwortete.

    “I’ve looked at love from both sides now…” Joni Mitchells Ohrwurm, interpretiert von Judy Collins, eröffnet die hindernisreiche, turbulente Lovestory, weitere, klug ausgewählte Hits wie “Let’s Work Together” oder “Ramblin’ Man” befeuern die Handlung und sorgen (mit) fürs richtige Wohlfühl-Feeling – wie auch die ewig verwegen gewandete Keaton, die mit Standards wie “Blue Moon” oder “The Shadow of Your Smile” beweist, dass sie auch als Sängerin hätte Karriere machen können.

    Hier leidet sie nun als Loungesängerin Leah unter den Launen ihres Vermieters Oren (Douglas), mit dem sie Tür an Tür in dessen schicken Appartementhaus “Shangri-La” – nomen non est omen! – im malerischen Connecticut wohnt. Seit dem Tod der Gattin steht der erfolgreiche Immobilienmakler mit jedermann auf Kriegsfuss, Verbalinjurien sind seine Spezialität, notfalls greift er jedoch auch zur Paintball Gun, um Hunde zu vertreiben. Als unerwartet sein entfremdeter Sohn mit der ihm bislang unbekannten Enkelin auftaucht – Opa soll auf sie aufpassen, während der Papa eine mehrmonatige Haftstrafe absitzt -, schiebt er das Kind postwendend zur Nachbarin ab.

    Die Menschwerdung eines Menschenfeinds beschreibt Routinier Reiner, der sich Toupet-bewehrt als Artie auch unters Ensemble mischt, in der Folge. Elegant und mit leichter Hand führt er die Kombattanten zusammen. Langsam wird sich Oren der Reize und Qualitäten Leahs bewusst. Recht bald landet man gemeinsam im Bett – nicht ohne dass Leah mitgeteilt hat, dass sie dabei ihren BH anzulassen gedenkt -, als Kompliment hat sie Oren zuvor wissen lassen, dass er schon Häuser verkauft hat, die älter als sie und obendrein noch in einem wesentlich schlechteren Zustand waren.

    Douglas und Keaton spielen souverän auf und sich als Streithähne gekonnt die Bälle zu. Freundlich und hell hält Reed Morano (“Kill Your Darlings”) seine Bilder, die Sets sind ansehnlich und ein Happy End ist unabdingbar. Ein wunderbar entspanntes Old-School-Vergnügen mit milden Slapstick-Momenten bei dem sich Herz ungeniert auf Schmerz reimt und zu dem Ms. Keatons regelmäßige Weinkrämpfe ganz wunderbar passen. geh.

Darsteller und Crew

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  • Drehbuchautor Rosenberg führt Regie

    Bisher war Scott Rosenberg nur für seine Drehbücher zu Con Air und Gone in 60 Seconds bekannt. Nun will der Drehbuchautor selbst Regie führen und sein Script And So It Goes inszenieren. In der in New England spielenden Geschichte geht es um einen Mann, der mit sich selbst unzufrieden ist, und durch einen Wink den Wert echter Freunde erkennt. Die Dreharbeiten werden im Frühjahr nächsten Jahres beginnen.

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