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Bright Star - Meine Liebe. Ewig. (2009) Film merken

Originaltitel: Bright Star
Bright Star - Meine Liebe. Ewig. Poster
 

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Filmhandlung und Hintergrund

Bright Star - Meine Liebe. Ewig.: Bewegende Liebesgeschichte zwischen dem romantischen Dichter John Keats und einer Schneiderin im England des frühen 19. Jahrhunderts.

Der gesundheitlich angeschlagene Poet John Keats und die Schneiderin Fanny Browne verlieben sich. Ihr Umfeld missbilligt die Affäre. Fannys Mutter will keinen armen Künstler als Schwiegersohn und Johns Gönner und väterlicher Mentor Mr. Brown hält das hübsche Mädchen nur für einen Störfaktor, das den Dichter von der wahren Kunst ablenkt. Die beiden Liebenden nehmen keine Rücksicht darauf, schreiben sich innige Briefe, treffen sich ab und an und tauschen Küsse. Doch ihr gefährdetes Glück währt nur drei Jahre. Keats stirbt an Tuberkulose.

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Das Schicksal vieler hochbegabter Menschen ist wohl, dass sie zu Lebzeiten nicht zu Ruhm kommen und ihr Genie erst nach dem Tod erkannt wird. John Keats hat wirklich existiert, und war zu seiner Zeit nur minder erfolgreich. Heute gilt er als einer der bedeutendsten englischsprachigen Dichter. Keine Fiktion ist auch, dass es oft die tragischen Liebesgeschichten sind, die den Funken der Inspiration erst so richtig glühen lassen.

    Die Liebesgeschichte zwischen Keats und Fanny ist authentisch. „Ich musste die Geschichte zwischen den Fakten hinzudichten“, sagt die Regisseurin von „Bright Star“ Jane Campion. Die Fakten hat sie der Biografie von Andrew Motion entnommen, der sie wiederum hauptsächlich aus Briefen rekonstruiert hat. Campion folgt nicht strikt der Biografie. Es ist ihr kein gewöhnliches Biopic oder eine herkömmliche Literaturverfilmung gelungen, vielmehr verwebt sie die Gedichte Keats’ und Liebesbriefe die sich die beiden schreiben zu einem Film der wie ein Gedicht selbst erscheint.

    Die Liebesgeschichte zwischen Fanny und John heizt sich durch ihre Unmöglichkeit zunehmend selber ein. John schreibt besser und auch langsam erfolgreicher, während er mit Fanny in Kontakt ist. Fanny, die zahlreiche Verehrer hat, ist bereit für ihn alles aufzugeben, ihn den Mittellosen. Argwöhnisch werden die beiden von ihrer Umwelt beobachtet.

    Diese Liebe ist nicht nur leidenschaftlich, sie ist auch egoistisch, so fängt Fanny mit ihren Geschwistern Schmetterlinge um an ihren abwesenden Geliebten erinnert zu werden. Darüber wird sie fast verrückt - die Schmetterlinge, die für die Schönheit der Liebe stehen, sie sterben und liegen am Boden. Beide verzehren sich nacheinander bis zum Schmerz, Liebe wird zu Leid. Leid wird zu Poesie. Eine Liebe, die größer ist als die Welt.
    “The poetry of the earth is never dead.” (John Keats)

    Fazit: Jane Campion ist ein tiefgründiger Film über eine unglückliche Liebe gelungen, der in seiner Bilderkraft mit einer wunderschönen Leichtigkeit daherkommt. Ein Gedicht.
  • Bewegende Liebesgeschichte zwischen dem romantischen Dichter John Keats und einer Schneiderin im England des frühen 19. Jahrhunderts.

    Nachdem Jane Campion für “Das Piano” die Goldene Palme bekam stellt sie sich mit dem emotional packenden Mix aus Biopic, Lovestory und Gesellschaftsstudie erneut dem Wettbewerb an der Croisette. Sechs Jahre ließ sie sich Zeit für diese ausgereifte Regieleistung, die in Atmosphäre an “Portrait of a Lady” erinnert. Die Liebesaffäre zwischen dem gesundheitlich fragilen Poeten John Keats und der Schneiderin Fanny Browne dauerte nur drei Jahre bis zu seinem Tod in Italien. Er erlag mit nur 26 Jahren einer Tuberkuloseinfektion. Das Paar konnte zusammen nicht kommen, Fannys Mutter (Kerry Fox) missbilligt die Beziehung, weil der von Schulden geplagte John arm ist wie eine Kirchenmaus. Dessen Gönner und väterlicher Mentor Mr. Brown (Paul Schneider) hält das hübsche Mädchen nur für einen Störfaktor, das den Dichter von der wahren Kunst ablenkt. Die Liebenden ficht das alles nicht an, er erklärt ihr die Poesie und sie betritt lernbegierig eine fremde Welt. Trotz aller Widerstände finden sie Gelegenheit nicht nur zur Begegnung in London oder der Sommerfrische auf dem Land, sondern auch zum Austausch verstohlener Küsse und – ein tragendes Element des Films – zum innigen Briefwechsel, deren Veröffentlichung zu einem Skandal in der viktorianischen Gesellschaft führte.

    Fein spinnt die Neuseeländerin das zarte Netz aus Zuneigung und Faszination, das Entstehen wundervoller Gedichte und wirft gleichzeitig einen Blick auf ein rigides Gesellschaftssystem, in dem jeder seinen Platz zugewiesen bekommt ohne Chance auf Änderung. Ben Whishaw (der Frauenmörder in “Das Parfum”) mit trauerumflorten Augen und eine das Glück einfordernde Abbie Cornish verkörpern ideal das Paar in seiner Gegensätzlichkeit und verzehrenden, nie ganz erfüllten Leidenschaft. Der Film macht neugierig auf das Werk des nach Shakespeare und Milton bedeutendsten englischsprachigen Dichter, dessen Gedichte damals von manchen herablassend als “Cockney Poetry” bezeichnet wurden. Allein die im Film gesprochenen Brieftexte zeigen ihn als Meister lyrischer Meditationen. Die perfekte Ausstattung und exquisiten Kostüme runden das berührende Historiendrama mit suggestiver Bildkraft ab, in dem Gefühl und Wort eine große Rolle spielen und sich wunderbar ergänzen. mk.

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