Ananas Express (2008)

Originaltitel: Pineapple Express
Ananas Express Poster
Nicht mehr im Kino.
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Filmhandlung und Hintergrund

Ananas Express: Actionkomödie über zwei Kiffer, die Zeugen eines Mordes werden und sich auf die Flucht vor den Killern begeben.

Der hirnerweichte Kiffer Dale (Seth Rogen) hat sich mit seinem mindestens genauso zugedröhnten Marihuana-Dealer Saul (James Franco), der ein ziemlich starkes Kraut namens Ananas Express vertickt, angefreundet. Als Dale zufällig Zeuge eines Mordes wird, in den Drogenboss Ted (Gary Cole) und eine korrupte Polizistin verstrickt sind, lässt er vor Schreck seinen Joint fallen. An dem raren Dope finden die Killer spielend den Weg zu Saul und machen Jagd auf die beiden.

Zwei vernebelte Krautköpfe sind der Hit in einer vollkommen verrückten Kifferkomödie aus der Akkord-Fabrik von Judd Apatow (“Superbad”). Die Buddys landen in einem ausgewachsenen Actionszenario, womit sich der Spaß zwischen “The Big Lebowski” und “True Romance” positioniert.

Eigentlich gibt es für den notorisch verstrahlten Kiffer Dale Denton nur einen Grund, den nicht minder zugedröhnten Dealer Saul Silver aufzusuchen: Er ist der Einzige, der ein seltenes Kraut verkauft, das sich Pineapple Express nennt. Als Dale zufällig Zeuge des Mordes eines korrupten Cops und des Drogenbarons der Stadt an einem unliebsamen Zeugen wird, lässt er seinen Joint fallen und verschwindet. Panisch wendet sich Dale an Saul, um herauszufinden, ob das Dope so selten ist, das man es zu ihm zurückverfolgen kann. Da stehen die Killer bereits vor der Tür.

Videos und Bilder

Auf DVD & Blu-ray (3)

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Zum Brüllen komisch und irgendwie verdammt strange: "Ananas Express" ist der charamanteste Trip des Jahres.
  • Von Judd Apatow (“Beim ersten Mal”) produzierte Stonerkomödie, die mit verrauchter Buddychemie, verschmitzt-vulgärer Verbalakrobatik und verhältnismäßig verwegenen Actioneinlagen zündet.

    Apatows Mannkind-Favorit Seth Rogen schrieb das Drehbuch für die Kifferkomödie mit Evan Goldberg, mit dem er bereits die Obszönitäten-Orgie “Superbad” ausheckte. Das erprobte Apatowsche Erfolgsrezept von unflätigen (Un)Reifeprüfungen nur unwillig erwachsen werdender Kindsköpfe erweitern sie dabei mit einem relativ aufwändigen Actionelement, das sich aus dem Krieg zwischen zwei rivalisierenden Drogenbanden ergibt. Ins Kreuzfeuer davon geraten die Protagonisten Dale Denton (Rogen) und Saul Silver (James Franco aus der “Spiderman”-Trilogie). Dale hat sich mit seinem Marihuana-Dealer Saul angefreundet. Ein besonders potentes neues Kraut ist der sogenannte Ananas Express, das so rar ist, dass es dem “Töten eines Einhorns” gleichkommt. Als Dale zufällig Zeuge eines Mordes im Haus des Oberdealers Ted Jones (Gary Cole) wird und er vor Schreck seinen Joint fallen lässt, ist es für die Schurken ein Leichtes seine Spur zurück zu Saul aufzunehmen. Die Buddies machen sich panisch auf die Flucht, wobei sie eine hirnrissig vernebelte Dummheit nach der nächsten verbrechen. In einer abgelegenen Scheune, welche die unterirdische Marihuana-Plantage von Jones beherbergt, kommt es unzimperlich brutal (eine Ohrverstümmelung inbegriffen) zum bleihaltigen und brandschatzenden Grand Finale.

    In der Tradition klassischer Stonerflicks, wie einst “Viel Rauch um nichts” oder jüngeren Datums “Harold & Kumar”, ist es die zündende Chemie zwischen zwei dauerhaft zugedröhnten Kifferkumpanen aus der sich ausgiebige Situationskomik ergibt. Rogen gibt einmal mehr den sympathischen Berufsjugendlichen, der sich noch vergleichsweise besonnen-rational ausnimmt. Franco hingegen glänzt in der Rolle des gutherzigen Chaotenschmökers (ursprünglich hatte Rogen diesen Part für sich selbst vorgesehen), der einen absurden Diskurs auf den nächsten folgen lässt. Inszeniert wurde die 25-Mio.-Dollar-Produktion von Indie-Regisseur David Gordon Green, der zuvor in extremen Kontrast zu dieser ausgelassenen Drogen-Dollerei melancholische Dramen wie “Undertow – Im Sog der Rache” oder “Snow Angels” verfilmte. Optisch wird auf der Retroschiene gefahren, wobei die Kameraarbeit etwas über dem gewohnt schnörkellosen Apatow-Standard liegt. Im letzten, dick aufgetragenen Action-Akt geht dem Stoner-Slapstickspaß angesichts mangelnder Dialogwürze dann deutlich die pointengeschwängerte Luft aus. So wird der Schrulligkeitsfaktor von “The Big Lebowski” zwar nicht erreicht, eine frivol-freche Zeitzerstreuung fürs entsprechend orientierte Publikum ist jedoch allemal drin. ara.
  • Wenn Filmemacher ihr Werk „Ananas Express“ taufen, nehmen sie es wohl nicht ganz ernst. Zwar handelt es sich hier auch um eine Komödie, genauer, um die erste Actionkomödie aus der Produktion von Judd Apatow, doch die Handlung, die im Laufe ihrer 112 Minuten immer mehr in Richtung Action - oder Actionparodie? - driftet, ist weniger eine dramaturgisch aufgebaute Geschichte, als vielmehr pure Comedy. Die erzeugt unzählige witzige Einfälle, aber nicht den Spannungsbogen für einen Film dieser Länge.

    Das Ganze beginnt als Ulknummer auf bekiffte Typen und ihre komischen Gedankengänge. Seth Rogen als Dale und James Franco als Saul loben sich gegenseitig über den grünen Klee, weil sie beide einen Job haben, in dem sie nichts tun. Während Rogen den dynamischeren Typen des Duos verkörpert, spielt James Franco den Bekifften richtig gut. Er beherrscht diese angestrengte Orientierungsschwäche und hat einen unerschöpflichen Reichtum an aberwitzigen Sprüchen. Nur zum Beispiel: Als sie den Zwischenhändler Red dingfest machen und ihn nicht eigenhändig umbringen wollen, sagt Saul, vielleicht könne man ihn überreden, Selbstmord zu begehen.

    Das Drehbuch von Seth Rogen und Evan Goldberg basiert auf einer Storyvorlage, an der außer den beiden auch Judd Apatow beteiligt war. Die Geschichte nimmt ihren Lauf in verschiedenen Umgebungen, in denen Dale und Saul rauchen und Unsinn treiben: im Wald, wo sie sich erschrecken, bei den Eltern von Dales Highschool-Freundin, wo sie den Vater zu nicht jugendfreien Äußerungen provozieren, bei Dealer Red, wo sie sich prügeln, auf einer Verfolgungsjagd im Polizeiwagen mit rotem Fruchteissaft an der Windschutzscheibe.

    Dale hatte Recht: Obergangster Ted nimmt genau über den weggeworfenen Joint ihre Spur auf und schickt ihnen zwei Leute hinterher. Dieses Verbrecherpaar knallt rüde den armen Red nieder, entpuppt sich aber im Laufe der weiteren Handlung als äußerst sensibel. Und was Red angeht, den Danny McBride spielt: Er schmeißt sich mit vollem Elan in den Actionverlauf, aus zwei Schusswunden im Bauch blutend, die ihn irgendwie nicht daran hindern, später noch mit Appetit Rühreier zu vertilgen.

    Man könnte daher glauben, der Film von Regisseur David Gordon Green wolle eine Parodie auf Actionfilme sein. Doch dann huldigt er selbst der Action mit langen, leicht albernen Kampfhandlungen in einem Marihuana-Gewächshaus, an denen auch noch asiatische Gangster beteiligt sind. „Superbad“ aus der Feder von Seth Rogen und Evan Goldberg war lustiger. Hier fällt auf, dass Seth Rogen gar nicht richtig spielt, aber die Wortwechsel bestehen auch oft aus direkt für die Kamera gesprochenen Gags. So etwa, als Dale sich am Telefon gegen die Ehe mit seiner Freundin entscheidet.

    Fazit: Unentschlossene Mischung aus Actionfilm und Komödie über zwei Kiffer in Lebensgefahr: viel Comedy, wenig Spannung.
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