The Big Lebowski (1997)

The Big Lebowski Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

The Big Lebowski: Perfekte Kriminalkomödie der Coen-Brüder über einen in eine Entführung verwickelten Alt-Hippie, der auf der Welle permanenter Mißerfolge lässig zu surfen versucht.

Obwohl die Komödie „The Big Lebowski“ im Kino kein überragendes Einspielergebnis erzielen konnte, gilt der Film heute als Inbegriff des Kultfilms und wird von vielen Fans auf der Welt mit zahlreichen Events und Partys regelmäßig gefeiert.

„The Big Lebowski“ von den Brüdern Joel und Ethan Coen spielt Anfang der 1990er Jahre und erzählt die Geschichte des bowlenden Alt-Hippies Jeffrey Lebowski (Jeff Bridges), der gern und viel kifft, White Russian trinkt und das Bowlen sein Hobby nennt. Das Leben könnte schön und entspannt sein, doch eines Tages wird der Dude, so Jeffreys Spitzname, Opfer einer Verwechslung und ein paar unangenehme Herren urinieren auf seinen Teppich, der das Wohnzimmer erst so richtig gemütlich gemacht hat.

Die Attacke galt jedoch seinem Namensvetter und nicht dem schluffigen Dude, der die Sache eigentlich auf sich beruhen lassen möchte. Doch wir sind schließlich in den USA und nicht in Vietnam und hier gelten Regeln, findet der exzentrische Walter (John Goodman), seines Zeichens ein guter Freund und Bowling-Kumpane. Der Dude macht sich also zu Herrn Lebowski auf, um das Missverständnis aus dem Weg zu räumen und wird in eine zunehmend undurchsichtige Entführungsgeschichte verwickelt, aus der er nicht so schnell wieder heraus kommt.

Bonny (Tara Reid), die junge Frau des an den Rollstuhl gefesselten Milliardärs Lebowski wurde scheinbar entführt und nun soll der Dude den Geldüberbringer spielen. Natürlich ruft das erneut Walter auf den Plan, der bereits mit dem falschen Hasen im Gepäck ausgestattet ist und auch diese Aktion beispiellos in den Sand setzt. Das ruft wiederum eine Gruppe von Nihilisten auf den Plan, die dem Dude nun an seinen Johannes wollen...

Videos und Bilder

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Der tiefe Schlaf der Coen-Brüder währt gewöhnlich zwei Jahre, bevor ein neuer cineastischer Traum Gestalt annimmt. Dann wird die schlummernde Filmwelt mit einer kreativen Explosion geweckt, die Maßstäbe setzt. “The Big Lebowkski” ist eine mächtige filmische Erscheinung – eine aberwitzig-schrullige, komplizierte, aber letztlich auf nichts hinauslaufende Entführungsgeschichte im geistigen Vakuum des Späthippie-Milieus, mit der die Coens lakonisch, ironisch und formal bestechend auf Raymond Chandlers Spuren wandeln.

    Anspielungen auf den Film noir, vor allem auf “The Big Sleep”, den der Legende nach nicht einmal Regisseur Howard Hawks ganz verstanden haben soll, gibt es zahlreiche: den Auftraggeber im Rollstuhl, zwei weibliche Verwandte zwischen Lasterhaftigkeit und cooler Exzentrik, oder den ausufernden, aber letztlich ein Nichts aufbauschenden Plot. Sogar Schauspielerin Peggy Knudsen aus “The Big Sleep” hat auf bizarre Weise Eingang in diese skurrile Hommage gefunden. Wie schon in “Hudsucker – Der große Sprung” führt ein Erzähler (hier Modell-Cowboy Sam Elliott) in die Handlung ein, die zur Zeit des Golfkriegs (Saddam Hussein hat einen schrägen Gastauftritt) in Los Angeles spielt. Zentrale Figur ist der chronische Hippie Jeff Lebowski (Jeff Bridges), alias “The Dude”, dessen Leben von den Koordinaten Joint, Bowling und Arbeitstranszendierung bestimmt wird. Lebowski ist die Frührentner-Version von Sean Penns unvergeßlichem Surf-Guru Jeff Spicoli (“Ich glaub’ ich steh’ im Wald”), wobei die Bowling-Hallen von L.A. den Pazifik adäquat ersetzen. Dort stellt sich Lebowski mit seinem Freund Walter (Karikatur einer Post-Vietnam-Zeitbombe: John Goodman) lässig den Herausforderungen eines Sports, der die wenigen aktiven Gehirnzellen des Duos voll in Beschlag genommen hat. Dessen Kegel-Kosmos wird erst erschüttert, als Lebowski von Geldeintreibern mit dem gleichnamigen Multimillionär (David Huddleston) verwechselt wird, und diese ihr neues Revier auf dem Teppich von “The Dude” dreist markieren. Regreßansprüche, die Lebowski bei seinem Namensvetter geltend machen will, führen schließlich zu einem überraschenden Auftrag: “The Dude” soll das Lösegeld für die entführte junge Frau von Big L. übergeben. Weil dieses Vorhaben in gewohnter Coen-Tradition an den Launen des Lebens und der Gehirnaktivität zentraler Charaktere scheitert, schlittern die beiden Bowler immer tiefer ins Chaos hinein, in dem nachtragende Pornoproduzenten, ein irrwitziges deutsches Nihilisten-Trio und ein intriganter Finanz-Mogul ihre Karten ausspielen. Die Plot-Konsequenzen sind im Unterschied zu “Fargo” gewaltarm, aber überaus witzig und von inszenatorischen Einfällen übersät. Herausragend dabei diverse Traumsequenzen, die Bridges’ Bowling-Fixierung karikieren und die Coens auf dem kreativen Höhepunkt zeigen. Die formale Perfektion des Films, zu der Kameramann Roger Deakins einen wesentlichen Beitrag leistet, findet in der Zeichnung der Charaktere ihre Entsprechung, die in ihrer Schrulligkeit ihresgleichen suchen (Julianne Moore als nackte Trapez-Action-Painterin, John Turturro als selbstverliebter Bowling-Matador). Unmöglich, dem Detailreichtum der Figuren, der Fülle ironischer Kommentare in einem Kinobesuch gerecht werden zu können. Somit ist “The Big Lebowski” ein Fall für cineastische Wiederholungstäter und sollte nicht zuletzt dank einer wohl gesichert guten Mundpropaganda das Einspielegebnis von “Fargo” (etwa 300.000 Zuschauer) zumindest erreichen können. Denn Dumm und Dümmer hat man selten intelligenter gesehen. kob.

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