Abraham Lincoln - Vampirjäger (2012)

Originaltitel: Abraham Lincoln: Vampire Hunter
Nicht mehr im Kino.
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  1. Ø 4
Kritikerwertung (1)
  1. Ø 2.5

Filmhandlung und Hintergrund

Abraham Lincoln - Vampirjäger: Verfilmung des Erfolgsromans von Seth Grahame-Smith, in dem der 16. Präsident der USA nicht nur als Politiker, sondern auch als Vampirjäger Geschichte schreibt.

Als Neunjähriger wird Abraham Lincoln Zeuge, wie ein Vampir seine geliebte Mutter ermordet. Angetrieben von schwelenden Rachegedanken, entwickelt sich Abe als junger Mann unter den Fittichen des geheimnisvollen Henry Sturgess zum Axt schwingenden Vampirjäger, der die Bestien über seine versilberte Klinge springen lässt. Lincoln steigt in die Politik ein, wird 16. Präsident der Vereinigten Staaten und gewinnt im Bürgerkrieg gegen die Südstaaten, die mit den Blutsaugern gemeinsame Sache machen.

Während er als Politiker um Vertrauen wirbt, betätigt sich Abraham Lincoln des Nachts als Vampirjäger, um seine Mutter zu rächen. Verfilmung des Erfolgsromans von Seth Grahame-Smith, in dem der 16. Präsident der USA auch als Vampirjäger Geschichte schreibt.

Auf DVD & Blu-ray (3)

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

    Trotz aller Mängel und Defizite ist Abraham Lincolns Kampf gegen die Vampire zumindest eines: ganz unterhaltsam.
  • Verfilmung des Erfolgsromans von Seth Grahame-Smith, in dem der 6. Präsident der USA nicht nur als Politiker, sondern auch als Vampirjäger Geschichte schreibt.

    Mashup – so nennt sich das literarische Subgenre, das nach Vorbild diverser muskalischer Remixer, die vermeintlich unzusammenhängende Songs miteinander kombinieren, historische Fakten und fiktive Elemente miteinander verquirlt. Seth Grahame-Smith gilt in der Schreiberzunft als einer der erfolgreichsten Vertreter der Gattung, und “Abraham Lincoln: Vampire Hunter” ist sein erfolgreichster Roman bislang. In Vorlage wie in seinem eigenen Drehbuch nimmt es Grahame-Smith allerdings weniger ernst mit den Fakten, sondern setzt eher auf seine blühende Fantasie: Seine Form des Mash-up ist Pulp pur. Und findet in Timur Bekmambetow, der mit “Wanted” sein erfolgreiches Hollywood-Debüt gefeiert hatte, einen geeigneten Filmemacher, Russlands handwerklich versierte Antwort auf Robert Rodriguez, dem Tiefgang ähnlich zuwider ist wie Vampiren Knoblauch oder Tageslicht, der dafür ein untrügliches Gespür für effektive Bilder besitzt, für Oberflächenkino, das die junge Zielgruppe kitzelt.

    Mit neun Jahren wird in diesem wüsten Szenario Abraham Lincoln Zeuge, wie ein Vampir seine geliebte Mutter ermordet. Als junger Mann, ab jetzt von Benjamin Walker gespielt, sinnt Abe immer noch auf Rache, die ihm vom geheimnisvollen Henry Sturgess ermöglicht wird. Denn Sturgess bringt Abe bei, wie er der blutlüsternen Fangzahnbrut den Garaus machen kann. So entwickelt sich Lincoln alsbald zum Axt schwingenden Vampirjäger, der mit “Matrix”-vergleichbarer Slow-Motion-Action-Agilität garstige Vampirbestien über seine versilberte Klinge springen lässt. Tagsüber arbeitet er in einem Gemischtwarenladen, wo er die reizende Mary Todd (Mary Elizabeth Winstead) kennenlernt. Es folgen Heirat, Einstieg in die Politik und Präsidentschaft in schnellen Schritten, was schließlich in dem verheerenden Bürgerkrieg mündet. Dabei wird offenbar, dass die Sklavenhalter der Südstaaten mit den Vampiren gemeinsame Sache machen und die finale Schlacht mit den Untoten ausgetragen werden muss.

    Neben amüsant-absurder Geschichtsaufarbeitung hart am Rande der Klitterung bietet dieser temporeiche Genrehybrid aufwändig-aufregende Actionsequenzen, die ihren Höhepunkt mit einer Auseinandersetzung inmitten einer in Massenpanik geratenen Pferdeherde findet. Ebenfalls völlig over-the-top ist ein Zugüberfall inklusive brennender Brücke. Der elegante visuelle Look schwelgt in Sepiatönen und satten Farben, auch Setdesign und Kostüme lassen keine Wünsche offen. Darüber hinaus wartet der atemlose Actiontrip mit einem sympathischen Protagonisten auf, der von Walker geradlinig und ohne Ironie verkörpert wird. Sofern man nicht auf Authentizität besteht, ist dieses kurzweilige Biopic der unrealistischen Art auf seine eigene charmant-absurde Art höllisch unterhaltsam. ara.

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