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Eddie Marsan

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Leben & Werk

Britischer Schauspieler. Untersetzt, mit rundlichem Gesicht und so freundlichen wie traurigen Augen, gehört Eddie Marsan zur Garde unverwechselbarer britischer Charakterdarsteller. Zu seinen größten Leistungen zählt die Darstellung des vereinsamten Londoners Reg in Mike Leighs „Vera Drake“ (2004), wo er herzzerreißend rührend, unbeholfen und liebevoll um die Tochter der Titelheldin (Imelda Staunton) wirbt. Wieder unter Leighs Regie sorgte er in „Happy-Go-Lucky“ (2008) als leicht neurotischer Fahrschullehrer Scott, der in seine Schülerin, die Grundschullehrerin Poppy (Sally Hawkins) verliebt ist, sie aber mit Verschwörungstheorien, Wutanfällen und Vorurteilen verschreckt, für Beifallstürme.

Im englischen Kino und Fernsehen pendelt Marsan zwischen Komödie, Drama und Gangsterfilm, spielte Rowdys („B. Monkey“, 1998), Gangster („Gangster No. 1„, 2001) und in „Pierrepoint - The Last Hangman“ (2005) in einer seiner großen Rollen als James „Tish“ Corbett den besten Freund des letzten Henkers von London (Timothy Spall), der Tish hängen muss, als dieser seine Freundin umbringt. In der Familienkomödie „Sixty Six“ (2006) ist er Ehemann von Helena Bonham-Carter und hat am Tag der Fußballweltmeisterschaft und der gleichzeitigen Bar Mitzvah seines Sohnes jede Menge Aufregungen zu bestehen. Gefeiert wurde Marsan in der BBC-Produktion „Friends and Crocodiles“ (2005), wo er den exzentrischen Schriftsteller Butterworth spielt. Die Produktion richtete seinen Arbeitsplan so ein, dass er bei der Geburt seines Kindes dabei sein konnte und anschließend eine Szene spielen musste, in der er vor sich hin döst.

Eddie Marsan wurde 1967 (andere Quelle: 1968) in Benthal Green im Osten von London geboren und absolvierte eine Lehre als Drucker, bevor er sich der Schauspielerei zuwandte. Er studierte an der Mountview Academy of Theatre Arts und an der Academy of the Science of Acting & Directing und schloss das Studium 1998 ab. Seit 1996 trat er in TV-Serien auf, spielte seither in rund 60 Filmen.

Im internationalen Film sah man Eddie Marsan als grimassierenden Schauspieler in „Bill Murray in hirnloser Mission a.ak.a. Agent Null Null nix“ (1997), als Fantasy-Figur Pigsy an der Seite von Bai Lin in „The Monkey King „( 2001), in Martin ScorsesesGangs of New York“ (2002), Terrence MalicksThe New World“ (2002), als Reverend John in Alejandro Gonzalez Inarritus „21 Gramm“ (2003), als Pater Brendan der Navigator im auf Island gedrehten Fantasy-Abenteuer „Beowulf & Grendel“ (2005), im SF-Politthriller „V…wie Vendetta“ (2005), im Agententhriller „Mission: Impossible III“ (2006), als Ölbohrarbeiter in der Isabel Coixets spanischer Produktion „Das geheime Leben der Worte“ (2005) und als Informant von Jamie Foxx und Colin Farrell in Michael Manns „Miami Vice“ (2007), wo „ich einen Armani-Anzug trage, der so viel kostet wie manche britische Produktion“ (Marsan). Im neuen „Sherlock Holmes“-Franchise gibt er den Inspector Lestrade.

Für die Rolle des Reg in „Vera Drake“ wurde Eddie Marsan 2004 mit dem British Independent Award als Bester Nebendarsteller ausgezeichnet.

Filme und Serien

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