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Vera Brühne: Zweiteiler über den größten Schauprozess der deutschen Nachkriegsgeschichte, in dem die attraktive Vera Brühne auf Indizienbasis für den Mord an ihrem Arbeitgeber und vermutlichen Geliebten verurteilt wurde.

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Vera Brühne

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Kritikerrezensionen

  • „Das ist ungeheuerlich“: ein letzter verzweifelter Aufschrei, dann sackt sie in sich zusammen. Zweimal lebenslänglich Zuchthaus: Vera Brühne hat verloren. Gegen eine Presse, für die sie längst als Mörderin feststand; gegen einen Rechtsstaat, der gar nicht erst nach anderen Tätern suchte; gegen übermächtige Gegner, auf deren Lohnliste selbst Brühnes eigene Verteidiger standen.

    Vera Brühne: Ein Jahrzehnt lang hat dieser Name eine ganze Nation elektrisiert. Die attraktive Brühne war ihrer Zeit weit voraus; deshalb hatte sie von vornherein keine Chance. Eine zweimal geschiedene Frau, die sich nahm, was sie wollte, die Männer zu becircen wusste und sie doch bloß benutzte: Das war zuviel für die junge Bundesrepublik. Doch „Vera Brühne“ ist in erster Linie ein Justiz- und Polit-Thriller; Kinoregisseur Hark Bohm, promovierter Jurist, gelang ein Werk, das bereits jetzt als eines der Fernsehereignisse dieses Jahres gelten kann.

    Drei Jahre lang hat sich Bohm durch Berge von Vernehmungs- und Prozessprotokolllen gearbeitet. Trotz verschachtelter Rückblendenkonstruktion ist ihm ein Film wie aus einem Guss gelungen. Souverän unterbricht er den Ablauf der Handlung immer wieder durch teils erklärende, teils widersprüchliche Rückblenden. Er bietet so die unterschiedlichen Versionen jener Mordnacht im Jahr 1960, als kurz vor Ostern ein Arzt und seine Haushälterin am Starnberger See erschossen wurden. Erzählt wird die komplexe Geschichte aus Sicht eines zunächst neutralen Beobachters: Der Tübinger Rechtswissenschaftler Haddenhorst (Hans-Werner Meyer) will den Fall zehn Jahre nach der Verurteilung Brühnes wieder aufrollen. Er bezweifelt die These des verbissenen Staatsanwalts (Ulrich Noethen), nach dessen Ansicht Brühne ihren Freund Ferbach (Uwe Ochsenknecht) zu dem Mord angestiftet hat, weil sie auf diese Weise die spanischen Besitztümer des Toten erben würde. Beweise oder gar Tatzeugen gibt es jedoch nicht. Erst viele Jahre später stößt Haddenhorst dank seines Mentors (Bohm selbst) auf Spuren, die zum Nachrichtendienst und damit in höchste Regierungskreise führen: Der Ermordete verdankte sein Vermögen dem Waffenhandel. Doch plötzlich fallen alle, die Licht ins Dunkel bringen könnten, mysteriösen Todesfällen zum Opfer.

    Der Film besticht vor allem durch die Darstellerin der Titelfigur. Brillant lebt Corinna Harfouch den ganzen Facettenreichtum dieser Rolle aus. Naturgemäß unauffälliger, aber ungemein prägnant ist Uwe Ochsenknecht als Brühnes loyaler Freund Ferbach. tpg.

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