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Filmhandlung und Hintergrund

Zweiteiliges Krimidrama um einen Mordfall an der Ostseeküste mit Heino Ferch und Barbara Auer als ermittelnde Polizisten.

Eines Morgens wird am Strand einer beschaulichen Ostseeortschaft die Leiche einer 14-Jährigen gefunden. Das Mädchen ist offenbar erst erschlagen und dann ins Wasser geworfen worden. In Kommissarin Hella Christensen löst der Fall gleich in zweifacher Hinsicht äußerstes Unbehagen aus: Jennifer ist die Tochter ihrer besten Freundin Silke; und da in dem kleinen Ort jeder jeden kennt, muss sie nun gegen ihre Nachbarn ermitteln.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Tod eines Mädchens: Zweiteiliges Krimidrama um einen Mordfall an der Ostseeküste mit Heino Ferch und Barbara Auer als ermittelnde Polizisten.

    Thomas Bergers bemerkenswert guter Film nimmt sich für eine auf den ersten Blick einfache Geschichte drei Stunden Zeit und ist trotzdem keine Sekunde zu lang.

    Viele Zweiteiler leiden darunter, dass ihr komplexer Stoff zwar den Rahmen der üblichen 90 Minuten sprengen würde, für 180 Minuten jedoch nicht ergiebig genug ist. Reduziert man den ZDF-Krimi „Tod eines Mädchens“ auf seinen Handlungskern, mutet es fast absurd an, dass das Drehbuch für eine übersichtliche Geschichte zwei Teile benötigt: Eines Morgens wird am Strand einer beschaulichen Ostseeortschaft die Leiche einer 14-Jährigen gefunden. Das Mädchen ist offenbar erst erschlagen und dann ins Wasser geworfen worden. In Kommissarin Hella Christensen (Barbara Auer) löst der Fall gleich in zweifacher Hinsicht äußerstes Unbehagen aus: Jennifer ist die Tochter ihrer besten Freundin Silke (Anja Kling); und da in dem kleinen Ort jeder jeden kennt, muss sie nun gegen ihre Nachbarn ermitteln. Zu allem Überfluss wird ihr auch noch die Leitung der Untersuchung entzogen: Die Dienststelle sollte eigentlich aufgelöst und Hella nach Kiel versetzt werden, aber nun kommt ihr neuer Chef (Heino Ferch) zu ihr; und der Mann scheint die Empathie eines Nashorns zu besitzen. Diese personelle Konstellation ist natürlich nicht sonderlich originell, und auch der weitere Handlungsablauf entspricht dem üblichen Krimimuster: Nach und nach geraten diverse Männer ins Visier der Polizei. Nun jedoch kommt die zeitliche Opulenz zum Tragen: Wo Verdächtige im gängigen Fernsehkrimi meist klischeehaft angelegt sind, weil sie ohnehin bloß als Ablenkungsmanöver dienen, nimmt sich der Film die Zeit, die Charaktere auszuloten. Spätestens die imposante Besetzungsliste verdeutlicht ohnehin, dass „Tod eines Mädchens“ kein Krimi wie jeder andere ist. Von der Tiefe der Figuren profitiert vor allem Heino Ferch, denn sein Hauptkommissar trägt schwer an der Last eines wenige Monate zurückliegenden traumatischen Erlebnisses, das ihn einholt, als er scheinbar grundlos einen Mann erschießt. Größten Anteil an der herausragenden Qualität von „Tod eines Mädchens“ haben neben dem Autorenduo Stefan Holtz und Florian Iwersen Regisseur Thomas Berger und Bildgestalter Frank Küpper. Bergers Verdienst ist die ausgezeichnete Führung der Darsteller sowie die Tatsache, dass der Krimi nicht eine Sekunde Leerlauf zu bieten hat; und Küpper findet mit seiner fließenden Kameraführung einen traumwandlerisch sicheren Mittelweg zwischen Dynamik und Ruhe. tpg.

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