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Handlung und Hintergrund

Schicksalsjahre: TV-Zweiteiler frei nach den gleichnamigen Erinnerungen von Uwe-Karsten Heye.

Berlin, 1938: Die leidenschaftliche Musikliebhaberin und Pianistin Ursula verliebt sich in den angehenden Opernsänger Wolfgang Heye. Die beiden werden ein Paar und Ursula erlebt die Liebe ihres Lebens. Gegen den Willen ihrer Eltern heiratet sie den Künstler und bekommt zwei Kinder, Bärbel und Uwe. Doch das Glück der jungen Familie dauert nicht lange an. Wolfgang muss mit der deutschen Wehrmacht in den Krieg ziehen. Ursula ist schlagartig auf sich allein gestellt und muss sich und die Kinder durch den Krieg bringen und sich im Nachkriegsdeutschland eine neue Existenz aufbauen.

Historienepos nach dem Bestseller „Vom Glück nur ein Schatten“ von Uwe-Karsten Heye.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Nach dem Zweiteiler „Die Flucht“ prägt Maria Furtwängler in Zusammenarbeit mit Teamworx erneut einen großen Fernsehfilm über ein deutsches Frauenschicksal.

    „Wolfgang lebt“: Zwei Worte nur, aber sie genügen, um eine Existenz in ihren Grundfesten zu erschüttern. Die Mitteilung ist der Auftakt zu einer Geschichte, die in großem Wurf gleich mehrere deutsche Epochen schildert. Das Drehbuch von Thomas Kirchner („Das Wunder von Berlin“) basiert auf dem biografischen Roman „Vom Glück nur ein Schatten“. Uwe-Karsten Heye beschreibt darin den Lebensweg seiner Mutter, die durch den Zweiten Weltkrieg von ihrem geliebten Mann Wolfgang (Pasquale Aleardi) getrennt wird und sich sogar von ihm scheiden lassen muss, als er desertiert. Auch wenn der erste Teil dieses mit angemessenem Aufwand inszenierten Films ohne Frage seine Qualitäten hat: Deutlich mehr Tiefe gewinnt die Handlung, als Ursula Heye ein Bewusstsein für das Unrecht entwickelt, das um sie herum geschieht. Sie wehrt sich gegen die neuen Machthaber, deren Machtstrukturen jenen des gerade erst besiegten Regimes so auffallend ähneln, flieht in den Westen und fängt mit ihren Kindern ein neues Leben an. Und dann klingelt das Telefon: „Wolfgang lebt.“ Natürlich ist die Besetzung der Hauptfigur mit Maria Furtwängler nicht zuletzt Ausdruck der Hoffnung, an den enormen Erfolg des Vertreibungs-Quotenhits „Die Flucht“ (über 10 Mio. Zuschauer) anzuknüpfen. Im Grunde ist die Schauspielerin zu schön für die Rolle, weil Ursula Heye auch in den entbehrungsreichsten Momenten immer noch eine fast überirdische Strahlkraft hat. Andererseits wird es Furtwänglers Popularität zu verdanken sein, wenn das Publikum der Geschichte auch durch die weniger packenden Momente folgt. Regisseur Miguel Alexandre („Die Frau vom Checkpoint Charlie“) ist mit „Schicksalsjahre“ gemeinsam mit Kameramann Jörg Widmer in vielen Szenen großes Fernsehen gelungen. Mitunter ist der Film aber auch einfach bloß ein Vor- und Nachkriegsmelodram, dass sich in Erzählweise und Inszenierung kaum von früheren Werken dieser Art unterscheidet. Auf der anderen Seite lassen sich in der Handlung so viele kleine Geschichten entdecken, dass das Interesse trotz gelegentlicher Spannungsabfälle nicht erlahmen dürfte. Das garantieren auch die vorzüglich besetzten Nebenfiguren (Casting: Nina Haun), etwa Günther Maria Halmer als Ursulas Vater, ein Querkopf, der auf ganz persönliche Weise gegen das Nazi-Regime rebelliert; oder Rosel Zech als Ursulas Mutter, die viel zu lange an den „Endsieg“ glaubt. Die große Leistung aller Beteiligten besteht jedoch darin, Umbrüche historischen Ausmaßes aus individueller Sicht zu beschreiben, ohne die Hauptfigur zum Prototypen zu stilisieren. tpg.

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