Nero

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   2004
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Handlung und Hintergrund

Nero: Event-Zweiteiler über das Leben des tyrannischen römischen Kaisers.

Weil in seinen Adern das Blut des Augustus fließt, ist das Leben des kleinen Lucius Nero am Hofe Kaiser Caligulas keinen Pfifferling wehrt, weshalb seine frisch verbannte Mutter Agrippina es für angeraten hält, ihn inkognito in der Provinz unter Sklaven aufwachsen zu lassen, wo Nero mit Kunst, Philosophie und einer schönen Christin namens Acte in Berührung kommt. Als auch Caligulas Nachfolger Claudius auf unnatürliche Weise das Zeitliche segnet, sorgt Agrippina dafür, dass kein anderer als Nero den Thron besteigt – und in ihrem Sinne regiert.

Nach einer vielversprechenden Jugend unter Geistes- und Christenmenschen entwickelt sich Lucius Nero als römischer Kaiser zur echten Geißel der Menschheit. TV-Miniserie, zum Paket geschnürt.

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Kritikerrezensionen

  • Denkt man an Nero, sieht man Peter Ustinov: Die Rolle des römischen Diktators in dem Sandalenfilm „Quo Vadis?“ (1951) war sein Durchbruch. Ustinovs Verkörperung war derart grandios, dass er das Bild des römischen Diktators für Jahrzehnte prägte: ein korpulenter, quengelnder junger Mann, von geistiger Umnachtung gezeichnet, der das glorreiche Rom als Spielball der zügellosen Poppea in den Untergang treibt. Dabei war Nero in dem Klassiker bloß eine Randfigur. Jetzt erhält er sein eigenes filmisches Denkmal, und prompt bekommt das Image ein ganz anderes Bild: Der Kaiser war eine durch und durch tragische Gestalt, die allein das Gute wollte und doch stets Böses schuf.

    Nun spielen ja erfahrungsgemäß die Darsteller der Schurken in der Regel die interessanteren Rollen. Noch reizvoller ist allerdings eine Figur, die ein faustischer Pakt in den moralischen Abgrund reißt. Kein Wunder, dass sich der Film ganz auf Neros charakterlichen Absturz konzentriert. Zunächst allerdings schockieren andere durch ihr skandalöses Fehlverhalten: Der kaum minder berüchtigte Caligula, ein verwöhnter, gemeingefährlicher Kindskopf, sorgt mit willkürlichen Grausamkeiten für die Höhepunkte des ersten Teils. Da ist Nero noch ein Bübchen, das die Ermordung des Vaters mit ansehen muss. Seine Mutter Agrippina (Laura Morante), Caligulas Schwester, wird verbannt, er selbst in die Obhut einer Tante gegeben. Dort wächst Nero zu einem sensiblen jungen Mann heran, dessen Ehrgeiz allenfalls der Weltverbesserung gilt.

    Kräftiger Kontrast zur behüteten Jugend des Jungen (Hans Matheson), der sich Hals über Kopf in die zarte Sklavin Acte (Rike Schmid) verliebt hat, sind die römischen Ränkespiele. Jeder intrigiert gegen jeden; vor allem die Damen tun offenbar alles, um ihre Machtgelüste zu befriedigen. Nach allerlei munteren Verschwörungen und diversen unfreiwilligen Todesfällen ist plötzlich der Weg frei für Nero: Als Adoptivsohn von Claudius gelangt er nach dessen Ableben auf den Thron. Der Schüler des weisen Seneca (Mathias Habich) wird zwar vom Volk geliebt, ist im Senat jedoch verhasst, weil er den Staat von Grund auf reformieren will; doch seine ersten Amtshandlungen bestehen in den Ermordungen seines Adoptivbruders und der geliebten Mutter.

    Der Zweiteiler ist üppig ausgestattet, die Darsteller tun ihr Bestes, und der junge Matheson gewinnt im Verlauf der knapp 180 Minuten enorm. Anders als der Vorgängerfilm über Augustus („Mein Vater der Kaiser“) ist „Nero“ zwar konzeptionell aus einem Guss, aber am Ende fragt man sich trotzdem, ob’s denn wirklich ein Zweiteiler sein musste. Wird auch „Nero“ beim Publikum nicht ankommen, dürfte die von Jan Mojto konzipierte Reihe „Imperium“ bereits ihr Ende erreicht haben. tpg.

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