Filmhandlung und Hintergrund

Vierteiliges Krimidrama mit Maximilian Brückner als Polizist im Korruptionssumpf.

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Kritikerrezensionen

  • Mörderisches Tal - Pregau: Vierteiliges Krimidrama mit Maximilian Brückner als Polizist im Korruptionssumpf.

    Der Vierteiler bettet den Mythos von Sisyphos in ein für das deutsche Fernsehen ganz erstaunliches tragikomisches Krimidrama

    Längst bilden diese Geschichten ein eigenes Genre: Jemand biegt falsch ab und landet mitten im größten Abenteuer seines Lebens. Nils Willbrandt zeigt mit seinem Vierteiler, dass sich das Erzählmuster auch in übertragener Hinsicht verwenden lässt. Viele Filme dieses Genres spielen irgendwo im Hinterwald, wo die Einheimischen Fremden gegenüber eine oftmals tödliche Abneigung hegen. Ganz so schlimm sind die Menschen aus dem österreichischen Provinzkaff Pregau zwar nicht, aber die deutschen Mitbürger haben nicht viel zu lachen. Das bekommt auch Hannes Bucher (Maximilian Brückner) regelmäßig zu spüren, seit er mit Gattin Maria (Ursula Strauss) vor neun Monaten in ihren Heimatort gezogen ist. Ihre Familie macht keinen Hehl daraus, dass sie Marias Heirat mit dem deutschen Polizisten für einen großen Fehler hält. Um die Ehe steht es ohnehin nicht mehr zum Besten. Das ist zwar keine Entschuldigung für den Fehltritt, den sich der sexuell frustrierte Hannes eines Nachts leistet, aber er macht ihn verständlich: Nach einer Familienfeier erwischt er die frühreife Tochter seiner Schwägerin am Steuer des flotten Sportwagens ihres Freunds. Die leicht angetrunkene Minderjährige verführt ihn, damit er den Vorfall unter den Teppich kehrt. Kurz drauf stirbt sie bei einem Autounfall, und weil auf ihrem Kleid Sperma gefunden wird, das nicht von ihrem Freund stammt, setzt Hannes‘ eifriger Kollege Hecker (Robert Palfrader) alle Hebel in Bewegung, um den „unbekannten Dritten“ aufzuspüren. Beim Bemühen, seine Spuren zu verwischen, sorgt Hannes für eine Kettenreaktion, in deren Verlauf immer mehr Menschen das Zeitliche segnen. Für Nils Willbrandt muss dieser Film ein Fest gewesen sein: 360 Minuten sind Zeit genug, um die vielen oftmals verblüffenden Handlungswendungen auszukosten und die Saga einer Familie zu entwerfen, die den Ort mit mafiösen Strukturen beherrscht. Mit großem Geschick führt das Drehbuch sämtliche Handlungswege regelmäßig zurück zu Hannes. Der Vierteiler ist eine gerade für das deutsche Fernsehen ganz erstaunliche Erzählung des Sisyphos-Mythos: Jedes Mal, wenn der Polizist glaubt, er habe seinen Kopf aus der Schlinge gezogen, zieht sich die nächste zu. Maximilian Brückner verkörpert dieses Wechselbad aus Verzweiflung, Erleichterung und Entsetzen über die ungeahnten eigenen Abgründe ganz famos. Nicht minder prägnant ist das gute Dutzend weiterer wichtiger Rollen besetzt, darunter Armin Rohde als Ex-Gauner Dirrmeyer, der unverhofft zu Hannes‘ Partner wird, sowie Marc Hosemann als Dirrmeyers düsterer Bruder, der die gesamte Filmhandlung hindurch darauf wartet, dass endlich sein großer Tag kommt. Als es schließlich soweit ist, sorgt er für den krachenden Schlusspunkt dieses mutigen tragikomischen Krimidramas. tpg.

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