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Filmhandlung und Hintergrund

Der Klassiker von Leo Tolstoi als Event-Vierteiler.

St. Petersburg im Jahre 1805. Das zaristische Russland bereitet sich darauf vor, an der Seite Österreichs in den Krieg gegen Napoleon einzutreten. Auf einer Feier lernt die Komtess Natascha den Prinzen Andrej kennen, der für sie jedoch aus gesellschaftlichen Gründen unerreichbar scheint. Andrejs Freund Pierre erfährt unvermutet die Wahrheit über seine Herkunft, gerät aber in die Fänge der verschlagenen Hélène. Ausgehend von dieser Konstellation entsteht ein opulenter Reigen aus Liebe, Intrigen und Politik.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Krieg und Frieden: Der Klassiker von Leo Tolstoi als Event-Vierteiler.

    Ein episches Werk mit prächtigen Schauplätzen, großen Schlachtszenen, Hunderten von Kostümen und einem enormem Budget: Sollte „Krieg und Frieden“ nicht das erhoffte Fernsehereignis werden, könnte der Vierteiler eines der letzten großen Projekte dieser Art sein.

    Leo Tolstois Klassiker „Krieg und Frieden“ ist mit seinen rund 1500 Seiten in der Tat schwere Kost. Aber Jan Mojto mag ja den großen Wurf. Das aufwändigste Projekt des Produzenten war vor fünf Jahren „Napoleon“ (2002). Der noch für Leo Kirch produzierte Vierteiler hat seinerzeit 40 Mio. Euro gekostet. Dagegen mutet Mojtos jüngstes Epos, erneut in Koproduktion mit dem damaligen Partner Lux Vide fast preiswert an. Aber 26 Millionen sind immer noch ein Haufen Geld, wenn sie sich als Fehlinvestition entpuppen sollten: Ein Film muss schon außergewöhnlich sein, um das Publikum vier Abende lang zu fesseln. Im Gegensatz zum mit Stars gespickten „Napoleon“ hat „Krieg und Frieden“ zudem international weitgehend unbekannte Darsteller zu bieten.

    Darin liegt auch eine Schwäche des Mehrteilers, die aber mehrere Ursachen hat. Keiner der Hauptdarsteller ist charismatisch genug, um wirklich über 400 Minuten zu fesseln. Allerdings werden sie vom Drehbuch im Stich gelassen: Es ist den Autoren (Enrico Medioli, Lorenzo Favella, Gavin Scott) nicht gelungen, ihre Figuren eine echte Entwicklung durchmachen zu lassen. Aber vielleicht ist gerade diese Eindimensionalität der Tribut ans Fernsehen von heute: Unter der Regie von Robert Dornhelm, spätestens seit „Kronprinz Rudolf“ ein Experte für den erlesenen Kostümfilm, bietet sich „Krieg und Frieden“ als gigantische Seifenoper dar. Die Themen - Liebe, Eifersucht und Leidenschaft - sind letztlich identisch; die Weltgeschichte sorgt bloß für einen dramatischen Hintergrund. Das Werk zerfällt daher immer wieder in drei Ebenen: große Gefühle, große Politik, große Empfänge. Die ausschweifenden Ballszenen mit all ihrer Pracht mögen für einen bestimmten Teil des Publikum zwar den Reiz der vier Filme ausmachen (ebenso wie die Schlachtengemälde für einen anderen), halten aber auch die Handlung auf.

    Natürlich entwickelt Tolstois Saga allen Einwänden zum Trotz dennoch einen Sog, dem man sich gerne hingibt. Die größtenteils unglücklich verlaufenden Liebesgeschichten, die immer wieder an Dünkel, Standesunterschieden oder Missgunst scheitern, sind gerade in ihrer Tragik faszinierend. Vor allem die Liaison zwischen der armen Natascha und dem reichen Prinz Andrej ist von ergreifender Melodramatik. Der Italiener Alessio Boni ist das mit Abstand markanteste Gesicht des Films, und die junge Clémence Poésy, international bislang in erster Linie als Fleur Delacour in „Harry Potter und der Feuerkelch“ aufgefallen, macht ihrem Namen alle Ehre. Tolstois Kunst, Privatleben und Weltgeschichte miteinander zu verweben, weil sich zumindest die männlichen Protagonisten nicht nur im Ballsaal, sondern auch auf dem „Feld der Ehre“ immer wieder über den Weg laufen, ist ohnehin faszinierend. tpg.

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