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Frau Temme sucht das Glück

Frau Temme sucht das Glück im Stream

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Filmhandlung und Hintergrund

Serie mit Meike Droste, die den Versicherungswahn der Deutschen auf's Korn nimmt.

Frau Temme sucht das Glück im Stream

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Frau Temme sucht das Glück: Serie mit Meike Droste, die den Versicherungswahn der Deutschen auf's Korn nimmt.

    Eigentlich seltsam, dass sich Filme und Serien nicht schon viel häufiger mit den Abgründen unserer modernen Versicherungs-Gesellschaft befasst haben, zumal das Potenzial in komischer wie auch in dramatischer Hinsicht auf der Hand liegt. Zwar spielte auch „Stromberg“ in einer Versicherungsfirma, aber dort ging es vor allem um die Mitarbeiter und kaum um die Kunden.

    Das hat der WDR nun mit „Frau Temme sucht das Glück“ nachgeholt, und wenn nicht alles täuscht, wird es nicht bei sechs Folgen bleiben: Dietmar Jacobs (Konzept) und Benedikt Gollhardt (Chefautor) haben sich einen Mikrokosmos ausgedacht, der den Vergleich mit „Stromberg“ nicht scheuen muss.

    Der erzählerische Ansatz ist jedoch ein völlig anderer. Titelheldin Carla Temme ist eine ganz normale Frau, fast ein Mauerblümchen, das allerdings aufblüht, wenn es sich an die Arbeit macht, denn in ihrem Job als Risikoanalystin ist Carla klasse. Meike Droste entpuppt sich als wunderbare Besetzungsidee: weil sie der Rolle im Verlauf der verschiedenen Folgen mehr und mehr Format gibt. Ähnlich interessant, wenn auch weniger differenziert sind Carlas Kollegen bei der Rheinischen Versicherung: Martin Brambach hat aus dem kauf- und spielsüchtigen Chef Hans-Peter Mühlens eine typische Brambach-Rolle gemacht, die er gewohnt unterhaltsam ausreizt. Ronald Kukulies spielt den Juristen der Abteilung, der ausgerechnet wegen Versicherungsbetrug im Gefängnis war; daran ist seine Ehe zerbrochen. Dritter im Bunde ist der Marketingmann Frank Weber (Sebastian Schwarz), ein überheblicher Überflieger, der gemeinsam mit Mühlens jene Idee hatte, der die Serie ihre Geschichten verdankt: eine „no limit“-Versicherung. Die Kunden sollen sich in unbegrenzter Höhe gegen alle nur denkbaren Schadensfälle absichern können, und prompt tauchen Menschen mit den absonderlichsten Anliegen auf. In Folge eins leidet Hähnchenfabrikant Färber (Jörg Witte) unter der irrationalen Angst, von einem gefrorenen Hähnchen erschlagen zu werden, und will eine Versicherung über 30 Millionen Euro abschließen, in Folge zwei will sich eine Braut (Theresa Scholze) buchstäblich der Treue ihres Zukünftigen versichern. Carlas Aufgabe als Risikoanalystin ist es nun, die Wahrscheinlichkeit eines Schadenfalls herauszufinden, zumal es gerade bei dem Fabrikanten um eine extrem große Summe geht. Weil sie dem Image der Versicherungsmitarbeiter zum Trotz aber auch eine Frau von großer Moral ist, versucht sie stattdessen, den Fabrikanten von seiner Paranoia zu heilen.

    Die Inszenierung (Fabian Möhrke) fällt nicht weiter aus dem Rahmen; „Frau Temme sucht das Glück“ ist weder besonders temporeich noch irgendwie originell gestaltet. Die einzelnen Folgen sind in sich abgeschlossen, einzig die Beziehungsebene wird etwas horizontal erzählt: Carla verguckt sich in ihren Vorstands-Chef (Johann von Bülow), obwohl sie eigentlich in einen schmucken Schweden Mikael (Richard Ulfsäter) verliebt ist. Die Schauspieler sind allerdings ausnahmslos ausgezeichnet, von den Drehbuchideen und vor allem den Dialogen ganz zu schweigen. Es ist lange her, dass der ARD eine heitere Serie dieser Art derart gut geglückt ist; womöglich muss man gar bis zu „Büro, Büro“ (1982 bis 1993) zurückgehen, um Vergleichbares zu finden. tpg.
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