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Die Grenze: Utopischer TV-Zweiteiler um eine mögliche neuerliche Teilung Deutschlands.

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Kritikerrezensionen

  • Mutig, anspruchsvoll, sehenswert – mit dem Zweiteiler „Die Grenze“ beweisen Sat.1 und Teamworx eine große Risikobereitschaft und führen den Blick in die nahe Zukunft.

    Die von den Brüdern Christoph und Friedemann Fromm entwickelte Geschichte (Buch: Christoph Darnstädt) ist höchst aktuell: Nach einer Anschlagsserie auf die wichtigsten Ölraffinerien spitzt sich die Weltwirtschaftskrise zu. Die Benzinpreise explodieren, die Börsenkurse stürzen ab, die Kosten für Lebensmittel steigen aufgrund von Hamsterkäufen enorm. Es kommt zu sozialen Unruhen. Ein milliardenschwerer charismatischer Rechtspopulist macht sich die Stimmung zunutze. Sein Ziel ist die absolute Mehrheit bei den anstehenden Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern. Die konservative Bundesregierung sieht keine andere Chance, als die extreme Linke zu unterstützen, um ein Gleichgewicht des Schreckens herzustellen.

    Der politische Hintergrund ist allerdings nur der Rahmen, der Film verlagert seinen Schwerpunkt mehr und mehr auf eine Handvoll Protagonisten. Im Zentrum des Zweiteilers steht Werbeprofi Rolf Haas (Benno Fürmann), dem die komplette Existenz entzogen wird: Er verliert Job, Wohnung, Kreditwürdigkeit. All das ist das Werk einer Agentin (Anja Kling als düsterer Engel) des Verfassungsschutzes und soll ihn gefügig machen, denn Haas ist das Ass im Ärmel der Regierung (als Kanzlerin: Katja Riemann): Er war früher ein guter Freund des als „rechter Messias“ gefeierten Maximilian Schnell (Thomas Kretschmann, stets in blendendem Weiß), soll erneut sein Vertrauen gewinnen und den Höhenflug der DNS-Partei (deutsch, national, sozial) von innen bremsen.

    Die sich nun entwickelnde Handlung ist von beeindruckender Komplexität. Diverse Schicksale am Rande sorgen dank der namhaften Besetzung dafür, dass der abstrakte soziale Absturz der Menschen ein Gesicht bekommt; auch wenn die Figuren naturgemäß gern klischeehaft ausfallen. Geschickt überlässt der von Roland Suso Richter trotz des riesigen Aufwands mit großer Souveränität inszenierte Film die Schilderung der politischen und sozialen Ereignisse den immer wieder eingestreuten Ausschnitten aus dem Programm des Nachrichtensenders N24. Auf diese Weise entsteht ein beklemmend realitätsnah wirkendes Szenario des Schreckens: Rostock wird zu einer zerrissenen Stadt, in der sich Rechte und Linke wie zum Ende der Weimarer Republik offene Straßenschlachten liefern. Für die emotionale Erschütterung soll vor allem das Schicksal eines Mädchens sorgen: Paula, die Tochter von Haas‘ früherer Freundin Nadine (Marie Bäumer), ist schwer verletzt worden. Selbstredend darf man getrost davon ausgehen, dass Haas Paulas Vater ist.

    Auch wenn sich die Geschichte im zweiten Teil mehr und mehr zum Thriller entwickelt: „Die Grenze“ ist eindrucksvolles, mutiges Fernsehen mit politischem Anspruch und daher alles andere als leichte Kost. tpg.

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