Der letzte Bulle Poster

Handlung und Hintergrund

Der letzte Bulle: Krimiserie um einen Polizisten, der nach 20 Jahren aus dem Koma erwacht und erstmal einen Kulturschock erlebt.

Nach 20 Jahren im Koma wacht Polizist Mick Brisgau aus Essen wieder auf. Doch die Welt des 21. Jahrhunderts ist dem Macho mit dem 80er-Jahre-Weltbild völlig fremd. Im Job, in den er zurückkehrt, haben Weicheier das Sagen, die im Internet recherchieren und DNA-Analysen durchführen. Der stets korrekte und nur an der Karriere interessierte Partner Andreas ist für Mick mehr als gewöhnungsbedürftig. Und auch privat könnte es kaum schlimmer kommen: Seine Frau Lisa hat einen anderen und für seine inzwischen erwachsene Tochter ist er ein Fremder. Allem zum Trotz setzt Mick jedoch unbeirrt auf zotigen Humor und seine ganz eigenen Ermittlungsmethoden und kehrt langsam zurück in die Zukunft.

Für Polizist Mick Brisgau ist die Zeit in den 80er-Jahren stehen geblieben.

Darsteller und Crew

Bilder

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Sat.1 hat bereits bei diversen Fernsehfilmen großes Geschick darin bewiesen, erfolgreiche Kinovorbilder in entscheidenden Aspekten zu verändern und auf diese Weise neu zu erfinden. Nun ist im Auftrag des Senders erstmals eine TV-Serie variiert worden: In der britischen Produktion „Life on Mars“ hat ein Detective einen Unfall; als er wieder zu sich kommt, befindet er sich aus nicht weiter geklärten Gründen in den Siebzigern. „Der letzte Bulle“ funktioniert genauso, nur in die andere Richtung und viel plausibler.

    Ende der Achtziger ist ein Essener Polizist nach einem Kopfschuss ins Koma gefallen. Zwanzig Jahre später wacht er wieder auf und findet sich in einer Ära wieder, in der die liebgewonnenen Verhältnisse auf den Kopf gestellt sind: Männer sind zu Frauenverstehern geworden, Frauen haben Führungspositionen erobert, Cowboy-Stiefel sind out. Von einem gewissen Fremdeln gegenüber technischen Errungenschaften wie mobilen Telefonen, Internet und dem DNA-Test ganz zu schweigen.

    Im Grunde kann es für die Rolle des kernigen Titelhelden, gegen dessen Macho-Charme die Damen bei Weitem nicht so immun sind, wie sie glauben, nur einen geben: Henning Baum, der offenkundig viel Zeit in körperliche Fitness investiert, bringt die nötige Physis für seine Macho-Sprüche mit, bleibt aber trotzdem stets Sympathieträger. Außerdem ist er gebürtiger Essener. Für Sat.1 war Baum schon in der Serie „Mit Herz und Handschellen“ erfolgreich. Damals verkörperte er einen schwulen Ermittler. Mick Brisgau hingegen darf sich voll auf die emanzipierte Damenwelt konzentrieren. Vor allem Polizeipsychologin Haffner (Proschat Madani) ist hin und hergerissen zwischen Empörung und Erregung.

    Mag sein, dass der Handlungsentwurf etwas schlicht klingt, aber er entspricht damit perfekt Brisgaus Weltbild, das allerdings immer wieder ins Wanken gerät. Dass Queen-Sänger Freddy Mercury an Aids gestorben ist, weil er schwul war, passt da beispielsweise gar nicht hinein. Dass Kaffeemaschinen alles Mögliche produzieren, bloß keine simplen Kaffee, findet Mick auch eher lästig. Und weil ihm die Dienstkarosse extrem wenig zusagt, treibt er tatsächlich seinen alten Opel-Diplomat wieder auf.

    Streng genommen ist Baum (Jahrgang 1972) etwas zu jung für die Rolle, und dass Mick kurz nach dem Koma-Ende bereits wieder jede Menge Muskelpakete aufweist, ist auch eher unrealistisch. Angesichts des puren Anachronismus, den dieser Typ im 21. Jahrhundert darstellt, macht das aber gar nichts, zumal Mick in seinem jungen Partner Kringge (Maximilian Grill) einen wunderbar zeitgemäßen Gegenentwurf hat. Der Harte und der Zarte sind ein prima Gespann; auch wenn die Kriminalfälle, die die beiden zu lösen haben, ein bisschen schwach sind. Zum Ausgleich gibt es ganz viel Musik aus den Achtzigern. tpg.

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