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Der Andere

Der Andere im Stream

Der Andere ist leider derzeit nicht bei den größten Streaming-Anbietern in Deutschland verfügbar. Das Programm der Plattformen wie Netflix, Amazon Prime Video oder Sky Ticket wird mehrmals monatlich aktualisiert. Auf Kino.de findest Du weitere Infos und Hintergründe zu Der Andere.

Darsteller und Crew

  • Wolf Frees
    Wolf Frees
  • Heinz Klingenberg
    Heinz Klingenberg
  • Albert Lieven
    Albert Lieven
  • Ingeborg Körner
    Ingeborg Körner
  • Michael Rittermann
    Michael Rittermann
  • Sigurd Fitzek
    Sigurd Fitzek
  • Marianne Wischmann
    Marianne Wischmann
  • Joachim Hoene
    Joachim Hoene
  • Francis Durbridge
    Francis Durbridge
  • John Olden
    John Olden
  • Hans Grack
    Hans Grack
  • Helga Stumpf
    Helga Stumpf
  • Siegfried Franz
    Siegfried Franz

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

    1. Im Bus auf Geschäftsreise sitzt neben Juan ein Mann, der ihm verblüffend ähnlich sieht. Damit eröffnet sich für Juan die Möglichkeit zur Veränderung; wie die Finger des anderen im Bus mit dem Namenschild der Aktentasche spielen, das sehen wir wenige Szenen später auch bei Juan, ein erster, noch unbewusster Schritt auf dem Weg zum Identitätswechsel.

      Unter verschiedenen Namen checkt er in verschiedenen Hotels ein, lässt das Individuum, sein unteilbares Ich, beliebig werden; es ist eine Flucht aus seiner Realität, die in Buenos Aires auf ihn wartet. Die Frau, Augenärztin, die ihm eine Brille verschrieben hat, ist schwanger; der Vater muss gepflegt werden. Eher aus einer Laune heraus lässt Juan dieses Leben hinter sich, nimmt Urlaub von sich selbst, als er die Geschäftsreise in eine Kleinstadt eigenständig verlängert.

      Eines seiner Alter Egos, der Mann im Bus, der auch er selbst sein könnte, ist gestorben; Juan, der im Hotel dessen Identität angenommen hat, besucht seine Totenwache, die des anderen und damit auch seine eigene. Das ist für ihn weniger ernsthaftes Ablegen, Aufgeben seines früheren Ichs, eher ein Spiel mit den Möglichkeiten, die sich zwischen ihm selbst und dem anderen, dessen Leben er annimmt, ergeben. Er lernt auf der Totenwache eine Frau kennen – ist es gar die Witwe? –, hat (unter falschem Namen natürlich) eine kurze Affäre mit ihr, und beide wissen, dass es nur ein kurzer Ausflug aus dem Alltag sein kann.

      Immer wieder verlässt die Kamera die eigentliche Handlung, lässt sie am Rand oder außerhalb des Bildes ablaufen, so wie Juan sich neben sein Leben stellt – ganz zurückhaltend gefilmt ist das, und ganz zurückhaltend geht der Film mit seinen Figuren um: Er spricht nichts aus, zeigt nur, wie für Juan sein Leben zum fremdbestimmte Objekt wird – die kommende Vaterschaft, die Altenpflege, der Geschäftspartner, der ihn mitnimmt in den Puff. Juan entscheidet sich, einen eigenen Schritt zu tun, beiseite zu treten – in dieser Lebenssituation nimmt Juan einen Zwischenhalt, wandert vom Puff aus die nächtliche Landstraße entlang und erwacht in idyllischer Natur, wo junge Nymphen baden…

      Dann aber, im Hotel, wird er, der sich als Arzt ausgibt, zu einem Notfall gerufen, auch hier, im Refugium fremder Identität, gibt es keine gänzlich freien Entscheidungen, die Lüge frisst ihren Vater. Nach seiner Rückkehr nach Buenos Aires, in sein Leben, ist er wieder der Alte, aber sein Blick hat sich verändert.

      Fazit: Ein ganz großer kleiner Film über das Leben, das wir führen, das Leben, das wir erhoffen und das Leben, das wir erreichen können.

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