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Filmhandlung und Hintergrund

Der Zweiteiler schildert das Grubenunglück im Herbst 1963 im niedersächsischen Lengede und die an ein Wunder grenzende Rettung von elf verschütteten Bergleuten nach 14 Tagen.

Als am 24. Oktober 1964 der Klärteich der niedersächsischen Eisenerzgrube „Mathilde“ einbricht, werden 128 Bergleute und ein Monteur unter Tage eingeschlossen. 79 Männer können sich zunächst retten, für die anderen scheint alle Hoffnung verloren. Zehn Tage später, als die Grubenleitung die Suche beenden will, entdecken die Helfer bei einer Suchbohrung einen Hohlraum, wenig später Klopfzeichen. Elf Männer haben es in einen aufgegebenen Stollen geschafft, aber ihre Kräfte sind am Ende. Unter Anteilnahme der Angehörigen und – via Presse, Hörfunk und TV – der gesamten Bundesrepublik beginnt eine verzweifelte Rettungsaktion, die erst weitere vier Tage später, am 7. November, ihr glückliches Ende nimmt.

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    Kritikerrezensionen

    • Das Wunder von Lengede: Der Zweiteiler schildert das Grubenunglück im Herbst 1963 im niedersächsischen Lengede und die an ein Wunder grenzende Rettung von elf verschütteten Bergleuten nach 14 Tagen.

      Sechs Mio. Euro hat das als ambitioniertestes Sat.1-Projekt des Jahres ausgewiesene TV-Movie „Das Wunder von Lengede“ veranschlagt. Sechs Mio., die vom Produktionsteam Zeitsprung/GFP – German Film Production vor allem bei den Action-Sequenzen in (fast) kinotauglicher Manier angelegt wurden. In Zeiten eines „Wunders von Bern“ und eines „Lenin“, in denen den Kinogängern die Nachkriegs-Geschichte wieder ins Gedächtnis rückt, bleibt die filmische Aufarbeitung des spektakulären Grubenunglücks, das zudem für die erste Live-Katastrophenberichterstattung der jungen westdeutschen Medienindustrie herhalten musste, dem privaten Fernsehen vorbehalten.

      Gerade der zweite Teil des Grubendramas überzeugt in der realitätsnahen Inszenierung der Situation unter und über Tage. Die gewaltigen Wassereinbrüche, die sich am 24. Oktober 1963 über die Bergleute der niedersächsischen Schachtanlage „Mathilde“ ergossen hatten, wurden im „Wasserfall-Studio“ nahe Salzgitter aus dem Eff-Eff nachgestellt. Ebenfalls spektakulär ist die lebensbedrohliche Situation der im so genannten „Alten Mann“, einem aufgegebenen Stollen, eingeschlossenen elf Kumpels. Das Bizarre war ja weniger die Suche nach eventuellen Überlebenden, sondern die tagelangen Bohrungsarbeiten, nachdem man das letzte Dutzend der Eingeschlossenen gefunden hatte. Per Gegensprechanlage und dünnem Stahlrohr wurde der Kontakt hergestellt; Gespräche mit Angehörigen, eine Fußballübertragung und selbst eine Beerdigungsfeier waren somit per Hörfunk möglich.

      Dem „Tatort“-Experten Kaspar Heidelbach und seinem Autor Benedikt Röskau ist es zu verdanken, dass dem heutigen Zuschauer „Das Wunder von Lengede“ mit Dahlbusch-Bombe, Druckkammer und Bohrgetrieben, aber auch mit seiner medialen Auswirkung auf „unterhaltsame“ Art näher gebracht wird, ohne dabei die psychologischen Vexierspiele zwischen Rettern und Geretteten, zwischen „Oben“ und „Unten“ außer Acht zu lassen. Einziger Wermutstropfen bleiben trotz solider Darstellerleistungen die Hauptfiguren: Heino Ferch und Jan Josef Liefers als unglückliche Bergmänner Franz Wolbert und Bruno Reger agieren vor allem im ersten Teil überbetont „normal“ als Malocher mit Ausstiegsträumen und Eheproblemen. Das wirkt allzu plakativ, vor allem mit dem Wissen der Nachgeborenen. Auch ihre Film-Gattinnen Nadja Uhl und Heike Makatsch sind dann eher bunte Staffage als wirkliche Bergarbeiterfrauen, obwohl gerade Makatsch sich während der Rettungsarbeiten in einen agilen NDR-Reporter (Thomas Heinze) vergucken darf. Wirkliche Glanzleistungen als „Typen“ bringen indes Armin Rohde als nimmermüder Bohrmeister, Axel Prahl als Bad Guy unter Tage und Gustav-Peter Wöhler als Grubenarzt.

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