Augustinus

  
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Filmhandlung und Hintergrund

Internationale Koproduktion um Leben und Wirken des Kirchenvaters Augustinus von Hippo.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Augustinus: Internationale Koproduktion um Leben und Wirken des Kirchenvaters Augustinus von Hippo.

    Wenn kein Geringerer als der Papst dazu anregt, einen Film über den Heiligen Augustinus zu drehen, ist das durchaus ungewöhnlich. Der Fernsehfilm „Augustinus“, den die ARD an Ostern zeigt, ist tatsächlich durch Benedikt XVI. initiiert worden.

    Als Gerhard Fuchs, Fernsehdirektor des Bayerischen Rundfunks, vor einigen Jahren ein Interview mit dem Papst führte, kam das Gespräch auf Filme über große Kirchengestalten und ganz konkret auf ein Werk über Leben und Wirken von Augustinus. Das Porträt des Kirchenvaters ist allerdings weit mehr als bloß die zu erwartende Hommage an einen Heiligen: Die deutsch-italienische Koproduktion schildert ihn als Menschen mit vielen Brüchen, der lange auf dem Irrweg ist, bis ein traumatisierendes Ereignis ihm endlich die Augen öffnet.

    Die Dramaturgie ist jedoch konventionell: Augustinus selbst erzählt die Geschichte seines Lebens in langen Rückblenden. Die Rahmenhandlung spielt im Jahr 430 nach Christus in der nordafrikanischen Stadt Hippo, die von den Vandalen belagert wird. Die Lage ist aussichtslos, auch wenn einige junge Hitzköpfe hoffen, die Angreifer mit einem Überraschungsausfall zu überlisten. Augustinus (Franco Nero) erinnert sich an seine eigene Jugend - und nun beginnt die eigentliche Geschichte.

    Drehbuchautor Francesco Arlanch schildert diesen Teil der Biografie als Faustischen Pakt: Früh als begnadeter Redner erkannt, lässt sich der junge Mann (Matteo Urzia) zum Anwalt ausbilden und bewahrt Schuldige dank seiner rhetorischen Fähigkeiten vor verdienten Gefängnisstrafen; prompt begehen die Ganoven weitere Verbrechen. Sein Freund Valerius (Johannes Brandrup) überredet Augustinus, als Hofredner für den römischen Kaiser zu arbeiten. Für beide soll dies der Beginn einer glorreichen Laufbahn werden, doch die Karriere endet jäh, als eine Auseinadersetzung zwischen Soldaten und Christen dank Augustinus‘ demagogischer Fähigkeiten in ein Gemetzel ausartet. Spätestens jetzt offenbart der Film deutliche moderne Bezüge; die Parallelen etwa zum Massaker auf dem Pekinger Platz des Himmlischen Friedens sind unübersehbar.

    Die drastischen Folgen seiner Worte führen zu Augustinus‘ Bekehrung. Regisseur Christian Duguay, der auch schon Johanna von Orleans ein filmisches Denkmal gesetzt hat, verzichtet bei der Inszenierung dieses Moments konsequent auf eine Vorwegnahme der späteren Heiligsprechung. Ohnehin ist die Hauptfigur zunächst alles andere als ein sympathischer Zeitgenosse. Heimliche Heldin des Films ist vielmehr die schöne Khalida (Serena Rossi), Augustinus‘ in stiller Zuneigung ergebene Dienerin und so etwas wie sein gutes Gewissen: Ihr Blick für seine wahren Werte hinter der hochmütigen Fassade nährt die Hoffnung auf seinen Sinneswandel.

    Der zweite Teil konzentriert sich auf das Wirken Augustinus‘ als Bischof in Nordafrika. Immer noch ist Valerius (als älterer Mann von Alexander Held gespielt) sein Weggefährte, wenn auch unter anderem Vorzeichen: Aus den früheren Freunden sind Erzfeinde geworden. Angesichts der Übermacht der Belagerer begibt sich Augustinus in die Höhle des Löwen und trotzt dem Anführer (Götz Otto) der Vandalen einen großzügigen Handel ab; erneut ist es Valerius, der ihm einen Strich durch die Rechnung macht.

    Natürlich verzichtet der Zweiteiler nicht auf die üblichen TV-Zutaten. Da Augustinus im zweiten Teil zu alt für eine Romanze ist, darf sich ein ungestümer junger Centurio (Sebastian Ströbel) in die Nichte (Katy Saunders) des Bischofs verlieben. Die emotionale Dreingabe ist zwar durchschaubar, stört aber auch nicht weiter; außerdem war das im Auftrag des BR und der italienischen RAI produzierte Werk mit seinen üppig rekonstruierten Schauplätzen garantiert nicht billig. Dennoch ist „Augustinus“ alles andere als ein verfilmtes Heiligenbildchen. Gerade die diversen theologischen Diskurse (etwa über den Manichäismus) sind recht anspruchsvoll, zumal sich Augustinus immer wieder verbale Wettkämpfe mit seinen verschiedenen Gegenspielern liefert: Im Verlauf seiner Suche nach der Wahrheit hat er Worte stets als Waffen eingesetzt; im Schlechten wie im Guten. tpg.

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