Zwölf Runden (2009)

Originaltitel: 12 Rounds
Zwölf Runden Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Zwölf Runden: Actionfilm von Spezialist Renny Harlin ("Stirb langsam 2") über einen Cop, der für seine entführte Freundin einen Tag durch die Hölle geht.

Detective Danny (John Cena) gelingt es, den genialen Verbrecherkönig Miles (Aidan Gillen) bei einem spektakulären Millionen-Raub zu verknacken. Dabei kommt die Freundin des Gangsterbosses durch ein Unglück um. Der macht dafür Danny verantwortlich und schwört im Gefängnis Rache. Als Miles aus dem Knast ausbricht und Dannys Verlobte Molly (Ashley Scott) entführt, muss dieser zwölf schier unlösbare Aufgaben bewältigen, sonst wird sie sterben.

Actionexperte Renny Harlin (“Cliffhanger”) besinnt sich auf seine Stärken und lässt es wieder ordentlich krachen, wenn Wrestling-Star John Cena in einem hochexplosiven Spiel auf Leben und Tod all seine Power benötigt. Hochspannende Schnitzeljagd nach dem “Stirb langsam 3”-Prinzip.

Als Cop Danny Fisher das vom FBI seit langem gejagte skrupellose Superhirn Miles Jackson verhaften kann, dabei aber dessen Freundin getötet wird, bleibt es nicht nur bei Schuldgefühlen. Denn ein Jahr später realisiert Jackson seine Rache, entführt Fishers Freundin und zwingt den Cop zu einem Duell über zwölf Runden. Einen Tag lang hetzt Fisher durch New Orleans, muss unter Zeitdruck Hinweise entschlüsseln, Bomben und andere plötzlich auftauchende Krisenherde entschärfen, um die Lebenszeit seiner Liebe zu verlängern.

Videos und Bilder

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Fett produzierte Männer-Action, deren stählerner achtziger Jahre Bizeps durch die anstrengende Inszenierung etwas an Luft verliert.
  • Im atemlosen “Crank”-Modus angelegter Actionfilm über einen Cop, den ein kriminelles Superhirn für einen Tag in die Hölle schickt.

    Schnelligkeit im offenen Raum ist nicht unbedingt das traditionelle Bewährungskriterium für muskulöse Kampfmaschinen, dennoch muss Star-Wrestler John Cena in seinem zweiten Kinoeinsatz vor allem eines sein: ein “Running Man”. Ohne verwirrende Plotverschraubungen hetzt ihn das Debütskript von Daniel Kunka einen Tag durch New Orleans, zündet im Rahmen einer hektischen Schnitzeljagd fortwährend neue Katastrophenlunten, die Cena rechtzeitig löschen muss. Im ausgedehnten Prolog wird erst einmal tief Luft geholt, mit Dieb und Waffenhändler Miles Jackson (Aidan Gillen) ein skrupelloser Superverbrecher etabliert, der immer wieder das FBI an der Nase herumführt, bis Cenas Cop Danny Fisher zufällig Witterung aufnimmt. Am Ende einer rücksichtslosen Verfolgungsjagd hat der Pitbull mit der Marke den Flüchtigen gestellt, dabei aber unabsichtlich auch Jacksons Gangsterbraut vor einen LKW getrieben. Von nun an ist Jackson auf Rache programmiert, die er ein Jahr später, aus dem Gefängnis ausgebrochen, mit einem minutiösen Masterplan realisiert. Weil Fisher nach dem ersten, eher unspezifisch bedrohlichen Anruf Jacksons prophetisch panisch auf die Straße läuft, bevor Wagen und Haus in die Luft fliegen, ist seine Prüfung nicht schon nach der ersten Runde beendet. Im Laufe eines langen Actiontages warten weitere Aufgaben auf ihn, die er unter Zeitdruck lösen muss, um viele Menschen, vor allem aber seine Freundin Molly zu retten. Wie schon in seinem Debüt “The Marine” muss Cena seine entführte Lebensbegleiterin befreien, hier aber auch kryptische Hinweise entschlüsseln, um Bomben und andere Krisenherde zu entschärfen. Nach ruhigem Beginn geht der neue Film von Renny Harlin, der bis Mitte der Neunzigerjahre noch die A-Klasse im Actiongenre (“Stirb langsam 2″) steuerte, auf Attackemodus, der bis zum Finale nicht mehr aufgegeben wird. Bei der Treibjagd durch New Orleans gerät neben Straßenbahn, Aufzug und Hubschrauber auch der dauergestresste Protagonist außer Kontrolle, müssen neben Kollateralschäden an Material und Menschen auch Glaubwürdigkeitsschwankungen in Kauf genommen werden, wenn Meistermanipulator Jackson immer miles and more im Denken und Handeln voraus ist. kob.
  • Eine Schnitzeljagd durch eine Großstadt, bei welcher der Protagonist mörderische Rätsel lösen muss und Zeitbomben das Leben unschuldiger Passanten bedrohen, muss unweigerlich an den aktuellen Kassenhit „Illuminati“ erinnern. Das mag vielleicht Zufall sein, aber weitere Parallelen zu Actionhits wie „Stirb Langsam 3“, „Speed“ oder „French Connection“, die Daniel Kunka in seinem unoriginellen Skript aufscheinen lässt, unterstreichen klar, welche modernen Klassikern er im Auge hatte. Um die Rückkehr der Neunziger-Actionkracher einzuläuten, benötigt Renny Harlin, dessen Erfolgssträhne an Ende dieser Periode auslief, allerdings bessere Stoffe. Dabei bewies der einstige Blockbuster-Spezialist mit dem zu unrecht geschmähten „Mindhunters“, dass er Gespür für langsam entwickelte Spannungsdramaturgie besitzt.

    Dies scheint ihm bei dem lärmenden „12 Runden“ und weiteren aktuellen Arbeiten allerdings völlig abhanden gekommen zu sein. Wie bei Harlins letzten Filmen hält die restliche Handlung nicht, was die rasante Exposition verspricht. Die anfängliche Hatz auf den blassen Superschurken, wobei man dem Drehbuch schlicht abnehmen muss, dass es sich um einen irischen Terroristen handelt, verspricht einen kurzweiligen ‚No-Brainer’. Angesichts der vorhersehbaren Routine, mit der hier die endlosen Stunts und Explosionen in einer Mischung aus Jump Cuts, Schwenks und Handkameraeinsatz abgespult werden, zieht sich das Actionspektakel spätestens ab der Hälfte reichlich in die Länge.

    Man nehme: einen unrasierten Adam Sandler-Verschnitt als Schurken, zwei Ex-Models, die eine bald tot, die andere in den Händen des rachsüchtigen Master Minds, und einen sportlichen Wrestler, der halb New Orleans vor der Vernichtung retten will, dabei aber die andere Hälfte in Schutt und Asche legt. Hauptdarsteller John Cena zieht sich immerhin achtbar aus der Affäre, zumal man von einem Wrestlingstar ohnehin keine darstellerische Meisterleistungen erwartet.

    Als schwarz-weiß erweist sich nicht allein die schematische Handlung, sondern ebenso die Typisierung der Cop-Protagonisten, was sowohl Danny Fisher und seinen Partner Hank Carver als auch die beiden kahl geschorenen FBI-Beamten betrifft. Spätestens seit „Lethal Weapon“ gehört diese Konstellation zu den Actionthriller-Standards, und wie bei Riggs und Murtaugh bleibt bei der privaten Abrechnung als erstes das Eigenheim des Officers (samt Klempner) auf der Strecke. Im folgenden Tauziehen mit dem rachsüchtigen Verbrecher, der seinen irischen Akzent auch in Original völlig ablegt, muss der rastlose Retter aus zwei Kästchen das Exemplar mit der Bombe heraus finden oder eine entfesselte Straßenbahn bremsen.

    Allerdings werden die spektakulären Verfolgungsjagden stets durch Ungereimtheiten getrübt. So bleibt Dannys Freundin mit blinkender Zeitbombe unter der Jacke von den restlichen Bahnreisenden unbemerkt, und der allwissende Superverbrecher kennt stets den exakten Zeitpunkt, an dem er Danny mit neuem Kontrollanruf den Weg zum nächsten mörderischen Rätsel weisen muss. Doch von einem Werk, das durch Harlins eigene Firma Midnight Sun Pictures sowie World Wrestling Entertainment produzierte wurde, darf man wohl kaum auf ein Übermaß an realistischer Details und psychologischer Einfühlung hoffen.

    Fazit: Ein routiniertes Actionspektakel der Kategorie B, das kaum Interesse an seinen Charakteren zu wecken versteht und sich in ermüdenden Verfolgungsjagden verstrickt.
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