Zwillingsküsse schmecken besser

  1. Ø 4
   2008
Zwillingsküsse schmecken besser Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Zwillingsküsse schmecken besser: TV-Komödie mit Christoph M. Ohrt in einer Doppelrolle.

Die Zwillinge Lukas und Maximilian sind als Babys getrennt worden. Als sie sich Jahrzehnte später über den Weg laufen, tauschen sie die Rollen: Maximilian, schwerreicher Erbe eines Recycling-Unternehmens, erhofft sich vom Leben ohne Platinkreditkarte einen neuen Kick. Müllmann Lukas kann endlich sein Wissen über produktive Mülltrennung umsetzen, stellt aber fest, dass irgendjemand die Firma in die Pleite treibt. Derweil beißt sich Maximilian an der Besitzerin eines Lokals die Zähne aus.

Darsteller und Crew

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Selbst Mark Twain hat sich das Märchen vom Prinzen und vom Bettelknaben, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen, vermutlich nicht als erster ausgedacht. Seither aber geistert es als vielfach variiertes Handlungsmuster nicht nur durch die Literatur-, sondern auch durch die Kino- und Fernsehgeschichte. Spätestens seit Erich Kästners „Doppeltem Lottchen“ handelt es sich bei den Protagonisten stets um Zwillinge, die als Kinder getrennt wurden.

    Vor vier Jahren hat Sat.1 Twain und Kästner munter gemischt: In der Komödie „Ein Zwilling ist nicht genug“ spielte Ann-Kathrin Kramer eine Doppelrolle als überlastete Bäckerin und erfolgreiche Designerin, die einander zufällig über den Weg laufen und kurzerhand die Rollen tauschen.

    Nun erzählt der Sender die Geschichte noch mal, bloß mit männlichem Hauptdarsteller. Zum Glück entpuppt sich der Film (Buch: Antje Beling, Christiane Dienger) als bei weitem nicht so blödsinnig wie der zudem völlig unpassende Titel: Dank Christoph M. Ohrt ist „Zwillingsküsse schmecken besser“ eine kurzweilige romantische Komödie, die sogar einen gewissen sozialen Anspruch vertritt. Gerade dank seiner körpersprachlichen Möglichkeiten gelingt es Ohrt weitaus besser als damals Kramer, zwei in der Tat unterschiedliche Typen zu verkörpern: hier der verwöhnte und gelangweilte Millionär Maximilian, Erbe eines Recycling-Unternehmens, dort Müllmann Lukas, der sich weitergebildet hat und gern sein Wissen über produktive Mülltrennung umsetzen würde.

    Als sie sich kennen lernen, wittern beide Brüder ihre Chance: Lukas ist genau der Richtige, um Maximilians Betrieb zu modernisieren, und Maximilian, der sich mit allerlei spektakulären Sportarten regelmäßig Adrenalin verschafft, erhofft sich von einem Dasein ohne Platin-Kreditkarte einen neuen Kick. Sie finden alsbald ganz unterschiedliche Herausforderungen: Lukas stellt fest, dass die intrigante Geschäftsführerin (Nadeshda Brennicke) die Firma mutwillig runtergewirtschaftet hat, und Maximilian verguckt sich in die unnahbare Trattoria-Besitzerin Elena (Clelia Sarto), der ein übereifriger Beamter das Lokal schließen will.

    Zwischendurch hätte Regisseur Dirk Regel ruhig ein bisschen mehr Gas geben können, und der Handlungsstrang mit dem Müllmann in der Chefetage hätte sicher noch mehr Potenzial gehabt. Dafür ist es um so schöner, wie sich Maximilian an der stolzen Elena die Zähne ausbeißt. Viel Freude bereiten auch die Nebenfiguren, etwa Lukas‘ kernige Kollegen von der Müllabfuhr (Tim Seyfi, Christoph Hagen) oder Maximilians treuer Diener (Jochen Kolenda), deren Darsteller aus ihren kleinen Rollen eine Menge rausholen. tpg.

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