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Zwerg Nase

Kinostart: 11.03.2004
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Filmhandlung und Hintergrund

Russische Zeichentrickverfilmung des klassischen Märchens von Wilhelm Hauff über den in einen Zwerg verhexten Jungen Jakob.

Jakob, Sohn des Schusters, geht einer bösen Hexe auf den Leim und lässt sich auf ihr Schloss locken, wo er Frondienste leisten soll. Als Jakob sich weigert, verwandelt die Hexe ihn in einen scheußlichen kleinen Zwerg mit Riesenzinken. Als Jakob in sein Dorf zurückkehrt, erkennen ihn nicht einmal mehr seine Eltern, und er muss sich fortan allein durchs grausame Leben schlagen. Das Schicksal wendet sich, als er eine ganz besondere Gans vor dem Kochtopf rettet…

Der Osten entdeckt den Kinderfilm wieder. Das beweist Ilja Maximows bezaubernde Zeichentrickadaption von Wilhelm Hauffs bekanntem Märchenklassiker. Empfohlen von der Kinderjury des Kinderfilmfestivals von Hamburg.

Eine böse Hexe verwandelt Jakob, den Sohn des Schuhmachers, in einen hässlichen Zwerg und raubt ihm sieben Jahre. Als Jakob nach Hause kommt, ist sein Vater vor Kummer gestorben, seine Mutter erkennt ihn nicht, Jakob wird aus der Stadt verstoßen. Dann rettet er einer Ziege das Leben, die jedoch in Wahrheit die entführte Tochter des Königs, Prinzessin Greta ist. Gemeinsam bekämpfen sie den Fluch der Hexe.

Als er der machtgierigen Hexe die Unterstützung verweigert, wird der brave Schusterjunge Jakob in einen buckligen Zwerg mit überlanger Nase verwandelt. Von der eigenen Mutter nicht mehr erkannt, von den Bürgern der Stadt verspottet und verjagt, läuft Jakob eines Tages eine Gans über den Weg. Gemeinsam mit dem Federtier - in Wirklichkeit des Königs verwunschene Tochter Greta - versucht Jakob nun, die Verwandlung wieder rückgängig zu machen und der bösen Zauberin das Handwerk zu legen.

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Darsteller und Crew

  • Ilja Maximow
    Ilja Maximow
  • Sergei Seljanow
    Sergei Seljanow
  • Alexander Bojarski
    Alexander Bojarski
  • Walentin Wasenkow
    Walentin Wasenkow

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Zwerg Nase: Russische Zeichentrickverfilmung des klassischen Märchens von Wilhelm Hauff über den in einen Zwerg verhexten Jungen Jakob.

    Ausnahmsweise weder von Disney noch von einem (west)europäischen Studio stammt diese Zeichentrick-Version von Wilhelm Hauffs Anfang des 19. Jahrhunderts entstandenen Märchen-Klassiker. „Zwerg Nase“ ist eine rein russische Produktion und wurde zwischen 2000 und 2002 bei Melnitsa Animation in St. Petersburg realisiert. Auch wenn die konventionell animierten Figuren und Hintergründe einfach wirken, Score wie Musiknummern kaum Bindung zur Geschichte finden und die Farben sich vornehmlich durch blasse und finstere Töne auszeichnen, sollte allein das Wissen um die populäre Vorlage bei Kindern wie Eltern Interesse hervorrufen. Der Mangel an Fröhlichkeit und die düstere Grundstimmung könnte die ganz Kleinen abschrecken.

    Knapp 40 Jahre vergingen, bis endlich wieder ein fürs Kino produzierter russischer Zeichentrickfilm fertig gestellt war. Die Vorlage hierzu lieferte einer der wichtigsten deutschen Märchen-Autoren, der gebürtige Stuttgarter Wilhelm Hauff. In „Zwerg Nase“, der unter der Federführung von Regisseur Ilya Maximov entstand, geht es um eine Hexe, die die Macht im Königreich an sich reißen will. Dazu benötigt sie die Hilfe des braven Schusterjungen Jakob. Als dieser jedoch seine Unterstützung verweigert, stiehlt die böse Magierin ihm nicht nur sieben Jahre seines Lebens, sie verwandelt ihn auch noch in einen buckligen Zwerg mit überlanger Nase. Von der eigenen Mutter nicht mehr erkannt und von den Bürgern der Stadt verspottet und verjagt, läuft Jakob eines Tages eine Gans über den Weg. Gemeinsam mit dem Federvieh, das in Wirklichkeit des Königs zauberhafte Tochter Greta ist, versucht Jakob nun, die Verwandlung wieder rückgängig zu machen und der gemeinen Hexe das Handwerk zu legen.

    Zwar wird auf der einen Seite das Bemühen um internationalen Standard deutlich, auf der anderen Seite spürt man aber auch, dass die moderne russische Animationstechnik in den Kinderschuhen steckt. Defizite gibt es bei der Zeichnung und den Bewegungsabläufen der Figuren ebenso wie bei den Backgrounds, die kaum Bindung zum Vordergrund bekommen. Wichtige Elemente des Zeichentrickfilms, der Soundtrack und die dazu gehörigen Gesangsnummern, verblassen ebenso wie die Farben, die sich wegen der Dominanz der Hexe und ihres hässlichen Handlangers vorwiegend im grau-schwarzen, bläulich-violetten Spektrum bewegen. Zudem gibt es außer einem Paar Zauberschuhen, das mit ihrem Träger macht, was es will, wenig zu lachen. Zwei Eichhörnchen, ein kläffender Köter und ein dämlicher königlicher Diener nebst draller Gattin hätten gute Sidekicks abgegeben, werden aber zugunsten der (tristen) Story zu Statisten degradiert. Dennoch wird die Botschaft von echter Freundschaft und dem Guten im Menschen kindgerecht transportiert und auch die Lauflänge von 82 Minuten ist für die Kleinen erträglich. Anhänger „klassisch“ produzierter Märchenstoffe werden sich dieses Animationsabenteuer nicht entgehen lassen. lasso.

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