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Zusammen ist man weniger allein

   Kinostart: 16.08.2007

Ensemble, c' est tout: Charmantes Großstadtmärchen mit Super-Besetzung, in dem vier sehr gegensätzliche Menschen in einer skurrilen Pariser WG die Chance zum Glücklichsein ergreifen.

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Filmhandlung und Hintergrund

Charmantes Großstadtmärchen mit Super-Besetzung, in dem vier sehr gegensätzliche Menschen in einer skurrilen Pariser WG die Chance zum Glücklichsein ergreifen.

Anstatt ihr Zeichentalent zu entfalten, verausgabt sich die weltfremde Camille (Audrey Tautou) lieber abends in einer Putzkolonne. Kränkelnd haust sie in einem kleinen Pariser Dachzimmer, bis der schüchterne Hobbyhistoriker Philibert (Laurent Stocker) sie aufnimmt - sehr zum Verdruss seines Mitbewohners Franck (Guillaume Canet). Der leichtlebige Gourmetkoch, dessen einzige persönliche Beziehung die zu seiner schlagfertigen Großmutter Paulette (Françoise Bertin) ist, sieht seine friedliche Männer-WG in Gefahr. Chaos ist vorprogrammiert.

Zauberhafte Komödie, die das Leben mit einem Lächeln betrachtet und zugleich eine sensible Lovestory erzählt. Das moderne Großstadtmärchen von Meister Claude Berri nach dem gleichnamigen Bestseller von Anna Gavalda schaut seinen Figuren mit Humor bei der Suche nach dem Glück zu.

Die zeichnende Putzfrau Camille lädt im Treppenhaus ihren Nachbarn spontan zum Essen ein. Der stotternde Postkartenverkäufer holt sie dafür später in seine große Wohnung, als sie krank ist. Sein Mitbewohner, ein gestresster Koch, der sich um seine Oma kümmert, ist davon erst gar nicht angetan. Doch zusammen ist man weniger allein.

Philbert, verhinderter Historiker aus Adelsgeschlecht, der Postkarten vor dem Museum verkauft, staunt nicht schlecht, als ihn die künstlerisch begabte Putzfrau Camille zum Essen einlädt. Später revanchiert er sich, als er die erkrankte Camille aus ihrem Loch unterm Dach in seine riesige Belle-Etage-Wohnung holt, die er mit dem melancholischen Koch und Womanizer Franck teilt. Erst ärgert der sich über das weibliche Wesen als Störfaktor in der Männer-WG, aber - nicht ganz wie im richtigen Leben - wendet sich nach einigen Schwierigkeiten alles zum Guten.

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Kritikerrezensionen

    1. „Zusammen ist man weniger allein“ ist der Titel eines Bestsellers von Anna Gavalda über die Macht der Freundschaft. In einer Ersatzfamilie finden vier einsame, problembeladene Menschen in Paris neuen Halt und Lebensfreude. Der französische Altmeister Claude Berri hat das Buch adaptiert und eine beschwingte, romantische Komödie mit hervorragenden Schauspielern inszeniert. Obwohl die Handlung unweigerlich auf die harmonische Idylle zusteuert, die bereits der Titel ankündigt, ist hier der Weg das Ziel. Und dieser Weg ist mit seinem Einfallsreichtum und seinen kleinen Überraschungen voller Wonnen wie ein Spaziergang im Mai.

      Ähnlich wie in „Die fabelhafte Welt der Amélie Poulain“ hat Audrey Tautou wieder die Rolle einer guten Fee, die andere Menschen glücklich machen will. Dabei ist sie als Camille anfangs arg dünn, blass, ja grau im Gesicht. Dass sie sich noch die Haare jungenhaft kurz schneiden lässt, gibt sie dem Gelächter einer von Francks Gespielinnen preis. Und ähnlich wie in „Amélie Poulain“ wird man auch in dieser Geschichte auf skurrile Wege gelockt, auf denen alles möglich scheint, und doch vieles anders kommt. So erscheint der stets mit Fliege und gern mit karierten Hosen geschmückte Philibert mit einem Strauß Rosen bei Camille – und verliebt sich kurz darauf in eine andere.

      Doch in dieser Geschichte steht die freundschaftliche Zuneigung, nicht die große Liebe im Mittelpunkt. Je mehr sich die Charaktere füreinander interessieren, desto lebendiger werden sie und man staunt, wie viel sie zu geben haben. Camille und Franck vertiefen ihre langsam wachsende Beziehung dann doch noch etwas mehr. Auch das ist witzig gemacht, denn Draufgänger Franck muss erleben, dass die spröde Camille sich ihm keineswegs versprechen will, nur weil sie zusammen ins Bett gehen.

      Die Spannung und Komik des Films sind hauptsächlich den gegensätzlichen Charakteren zu verdanken und ihren schwierigen Dialogen. Man fragt sich anfangs, wie lange es der überkorrekte Philibert und der aggressive Genussmensch Franck noch nebeneinander in einer Wohnung aushalten werden. Und wie lange Franck seine schwierige und hilflose Großmutter noch im Krankenhaus besuchen wird. Schließlich stöhnt er schon sehr und wird immer mürrischer, weil er die Alte gegen ihren Willen in ein Heim bringen muss.

      Während Guillaume Canet als Franck seinen Charme erst nach und nach in den Begegnungen mit der Großmutter und vor allem mit Camille entfaltet, ist der Theaterschauspieler Laurent Stocker als Philibert von Anfang an eine Wucht. Wenn er zum Beispiel beim Logopäden Sprechübungen gegen das Stottern macht, umspielt ein amüsiertes Lächeln seine Mundwinkel, das ihn zur schillernden Figur werden lässt. So simpel die Botschaft der Geschichte für einsame Städter auch ist, dieser Film vermag mit seiner Frische und Spielfreude die Sinne zu beleben.

      Fazit: Erfrischende Komödie über vier eigenwillige Großstädter, die sich zusammenraufen und die besten Freunde werden.
    2. Zusammen ist man weniger allein: Charmantes Großstadtmärchen mit Super-Besetzung, in dem vier sehr gegensätzliche Menschen in einer skurrilen Pariser WG die Chance zum Glücklichsein ergreifen.

      Charmantes Großstadtmärchen mit super Besetzung, in dem vier sehr gegensätzliche Menschen in einer skurrilen Pariser WG die Chance zum Glücklichsein ergreifen.

      Regie- und Produktionsaltmeister Claude Berri beweist souverän, dass man auch im Alter von über 70 Jahren jung im Kopf sein kann, und überzeugt durch erfrischende Charakterzeichnung und Dialoge. Geschickt entlarvt er den Begriff Individualismus als Deckmäntelchen für Anonymität und Einsamkeit. Wenn in einer Metropole wie Paris die junge Camille ihren Nachbarn im Treppenhaus des großen Mietshauses spontan zum Essen einlädt, ist der erst mal verdattert, lebt doch sonst jeder allein vor sich hin. Der verhinderte Historiker aus Adelsgeschlecht, der Postkarten vor dem Museum verkauft, holt die 27-jährige „Fachfrau für Oberflächen“ (Putzfrau) aus ihrem Loch unterm Dach in seine riesige Belle-Etage-Wohnung, die er mit einem melancholischen Koch und Womanizer teilt, der von einer Affäre in die andere schlittert und sich noch liebevoll um seine nach einem Unfall im Heim gelandete Großmutter kümmert. Erst ärgert er sich über das weibliche Wesen als Störfaktor in der Männer-WG, aber - nicht ganz wie im richtigen Leben - wendet sich nach einigen Schwierigkeiten alles zum Guten. Die finale Harmonie wirkt trotz einiger Klischees nicht aufgesetzt, sondern bildet den märchenhaften Schlusspunkt einer romantischen Komödie, die humorvoll und unterhaltsam davon erzählt, wie es gelingt, Widersprüche aufzulösen und Gegensätzlichkeiten zu akzeptieren. Sofern man den Mut hat, zu sich und seinen Gefühlen zu stehen. Verletzbarkeit ist hier keine Schwäche, sondern wird zur Stärke, auch wenn die Protagonisten schon so manchen Dämpfer abgekriegt haben. Wie sie sich in ihrer Sehnsucht nach Liebe und Geborgenheit langsam annähern, das inszeniert Berri als anrührende Ode an die Zärtlichkeit, als Hymne an das moderne Familienmodell, nämlich Freunde, die sich gegenseitig auffangen, mit Audrey Tautou, die versucht, vom „Amélie“-Image wegzukommen, Guillaume Canet als dünnhäutigem Macho, Laurent Stocker als stotternder Blaublütler und die „rüstige Seniorin“ Françoise Bertin. Anna Gavaldas Bestseller als lebensbejahendes Feel-Good-Movie, da sollte niemand im Kino allein bleiben. mk.

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