Filmhandlung und Hintergrund

Humorvoller, satirischer und warmherziger Blick auf das schwedische Kommunenleben Mitte der siebziger Jahre.

Elisabeth flüchtet mit ihren zwei Kindern vor ihrem gewalttätigen Mann in die Kommune ihres Bruders Goran, die sich in einem alten Haus in einem Vorort von Kopenhagen eingerichtet hat. Gorans Freundin Lena praktiziert freie Liebe, missmutig von Goran akzeptiert, mit dem am stärksten, revolutionären Ideen nachhängenden Mitglied der Kommune Eric. Elisabeths Kinder reagieren eher irritiert.

Kopenhagen im Jahre 1975. Um den Gewalttätigkeiten ihres Mannes zu entkommen, flüchtet Elisabeth mit ihren Kindern zu ihrem unkonventionellen Bruder Göran. Der lebt nämlich in einer Kommune, wo die Durchschnitts-Hausfrau mit einer völlig neuen Lebensweise konfrontiert wird. Man diskutiert über Politik, praktiziert freien Sex, pflanzt Gemüse an und trinkt eine Menge Rotwein. Der Aufeinanderprall der verschiedenen Welten löst eine Kette von seltsamen Ereignissen aus, an deren Ende nichts mehr so ist wie es einmal war.

Schweden, 1975: Um den Gewalttätigkeiten ihres Mannes zu entkommen, flüchtet Elisabeth mit den Kindern zu ihrem unkonventionellen Bruder Göran. Der lebt in einer Kommune, wo die Durchschnitts-Hausfrau Elisabeth mit einer völlig neuen Lebensweise konfrontiert wird. Perfekte Kombination aus Komödie und dramatischen Elementen, die nicht nur bei Anhängern der 68er Generation auf Begeisterung stoßen wird.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Zusammen: Humorvoller, satirischer und warmherziger Blick auf das schwedische Kommunenleben Mitte der siebziger Jahre.

    Eine perfekte Koalition von Komödie und Drama gelingt Lukas Moodysson mit seiner Bestandaufnahme der Problematik menschlichen Zusammenlebens, die er in einer skandinavischen Kommune der siebziger Jahre mit großem Witz, aber auch ebensolcher Sensibilität zum Vergnügen des Zuschauers nacherleben lässt. Moodysons Nachfolger für „Raus aus Amal“, sein bezauberndes Porträt vom Erwachsenwerden, hat Unterhaltungspotenzial und verdient über den Status eines Geheimtipps hinaus ein Publikum jenseits der 300.000 Zuschauer-Marke.

    General Franco ist tot, und die Kommune von Göran tobt im Rausch ersehnter Faschistentilgung. Mit dieser Zeitbestimmung (1975) eröffnet der schwedische Autor und Regisseur seine hinreißenden Beobachtungen in einer Kommune, die der Welt kritisches Bewusstsein, Freiheit in Gedanken, Gefühlen und Körperlichkeit vorleben will. Äußerlich und innerlich versammeln sich hier im besten Sinne Durchschnittsmenschen, die jede Distanz zum Zuschauer sofort auflösen. Mit Liebe, aber auch ausgesprochen frech zeichnet Moodysson die Atmosphäre jener Tage nach - den ökologischen Fanatismus, der Legosteine nur aus Holz toleriert, den politischen Linksidealismus, der an die Tet-Offensive des Vietcong wehmütig in Kindernamen erinnert, die sexuelle Befreiung, die spontane Experimente auch unter den Geschlechtern ermöglicht. Offenheit und Unverkrampftheit prägen diesen Film, aber auch die Erkenntnis, das bei der Realisierung von Idealen gerade im zwischenmenschlichen Bereich die menschliche Natur bremst. Die seelische Verletzungsgefahr in Beziehungen ist dominanter als der Wunsch zu tolerieren, wie Göran erfahren muss, dessen Partnerin gerne auch mal tauscht. Freie Liebe ist bei Moodysson eine Illusion, die Liebe selbst aber nicht. Wir sehen sie zart angebahnt bei zwei Teenagern und perforiert bei Görans Schwester, die ihren trinkenden und mitunter prügelnden Mann verlassen hat und mit ihren Kindern nun das Kommunenleben probt. Die Komplexität der Kinder und Erwachsene gleichermaßen überwältigenden Gefühle beobachtet Moodysson mit beachtlicher Sensibilität, ohne Optimismus oder Humor zu verlieren. Wie im skandinavischen Kino gewohnt, sind alle Darstellerleistungen von beeindruckender Intensität und Natürlichkeit, unterstützt von einer „dogmatischen“ Handkamera, die wie das Kommunenleben frei ist, aber doch auf Schwindelgefühle Rücksicht nimmt. Der rotzfreche Humor allerdings kennt weder Grenzen noch Berührungsängste und erinnert in seinen besten Momenten an Monty Python, wenn Kommunenkinder schon mal Folter bei Pinochet nachspielen dürfen. Bravo! kob.

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