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Zu weit weg - aber Freunde für immer!

   Kinostart: 02.07.2020

Zu weit weg: Kinderfilm um zwei Jungen, die ihre Heimat verloren haben und sich anfreunden.

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„Zu weit weg - aber Freunde für immer!“ im Kino

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Filmhandlung und Hintergrund

Kinderfilm um zwei Jungen, die ihre Heimat verloren haben und sich anfreunden.

Ben und seine Familie müssen aus ihrem Heimatort wegziehen, weil der Braunkohletagebau ausgebaut wird. Er muss in eine neuen Schule und sich beim Fußballtraining erst einmal beweisen. Er vermisst seine Freunde. Neu in der Klasse ist auch Tariq, Flüchtling aus Syrien, der ein bisschen eigenartig ist, sich aber als toller Fußballer entpuppt. Die beiden freunden sich langsam an.

Ben und seine Familie müssen aus ihrem Heimatort wegziehen, weil der Braunkohletagebau ausgebaut wird. Er muss in eine neue Schule und sich beim Fußballtraining erst einmal beweisen. Er vermisst seine Freunde. Neu in der Klasse ist auch Tariq, Flüchtling aus Syrien, der ein bisschen eigenartig ist, sich aber als toller Fußballer entpuppt. Die beiden freunden sich langsam an.

Zwei grundsätzlich verschiedene Jungs, jeder auf seine Weise entwurzelt, freunden sich miteinander an. Engagierter und überaus gelungener Kinderfilm, der seine ernsten Themen mit viel Einfühlungsvermögen angeht.

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Darsteller und Crew

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • „Wertvoll”

      FBW-Pressetext:

      Der Kinderfilm erzählt auf einfühlsame Weise von dem 11-jährigen Ben, dessen Heimatstadt dem Braunkohleabbau weichen muss und sich in der neuen Stadt mit dem gleichaltrigen Geflüchteten Tariq anfreundet.

      Ben ist 11 Jahre alt und der beste Stürmer in seinem Team. Wegen ihm ist die Jugendfußballmannschaft in seiner Heimatstadt Niederkirchen so erfolgreich. Doch lange gibt es Niederkirchen nicht mehr. Die Stadt muss dem Braunkohleabbau weichen und Ben und seine Familie ziehen in eine andere Stadt. Dort muss Ben noch einmal ganz von vorne anfangen. Nur leider braucht die neue Mannschaft keine Stürmer, nur Verteidiger. Und auch sonst fühlt sich Ben wie fehl am Platz. Als Ben Tariq kennenlernt, der aus Syrien geflüchtet ist, verstehen die beiden Jungs sich auf Anhieb. Und als Tariq Ben verrät, dass er auf der Suche nach seinem Bruder ist, den er seit der Flucht nicht mehr gesehen hat, will Ben unbedingt dabei helfen, ihn wiederzufinden. ZU WEIT WEG ist der erste Langspielfilm der Regisseurin Sarah Winkenstette. Konsequent auf Augenhöhe seiner 11-jährigen Protagonisten erzählt der Film mit Einfühlungsvermögen von Freundschaft, Neuanfängen und von dem Gefühl von Heimat und Heimatlosigkeit. Der Film bringt verschiedene Perspektiven zusammen und zeigt viele verschiedene Facetten, über die man sich auch nach dem Filmerlebnis noch lange austauschen kann. Das alles geschieht ohne moralischen Zeigefinger, die von Susanne Finken geschriebenen Dialoge sind leichtfüßig und wirken authentisch, die Figuren im bis auf die kleinste Nebenrolle gut besetzten Ensemble sind nicht albern überzeichnet, sondern einfach Menschen wie du und ich. Und die Freundschaft zwischen Ben und Tariq wird von Yoran Leicher und Sobhi Awad mit absoluter Natürlichkeit verkörpert, sodass man den beiden gerne durch die spannende Geschichte und ihre Abenteuer auf dem Fußballplatz und fernab davon folgt. ZU WEIT WEG ist ein unterhaltsamer und mutmachender Film für die ganze Familie, der sein hochaktuelles und wichtiges Thema leicht verständlich näherbringt.

      FBW-Jury-Begründung:

      Die kleine Conni aus den Pixie-Büchern kennen in ZU WEIT WEG von Sarah Winkenstetten ist ein Kinderfilm, der durchaus auch als Familienfilm funktionieren kann. Die Grundidee des Films, die Auseinandersetzung mit dem Verlust von Heimat, ist hier kindgerecht und nachvollziehbar aufgearbeitet und erklärt. Ben musste auf Grund des Tagebaus sein Dorf im Braunkohlerevier verlassen und nicht nur die Schule, sondern auch seinen geliebten Fußballverein wechseln. Tariq hat nach der grausamen Zerstörung Aleppos durch den menschenverachtenden Krieg mit seiner Familie Syrien verlassen müssen und wurde auf der Flucht von seinem Bruder getrennt, die Eltern blieben in der Türkei zurück. Die Jury war von diesem Vergleich beeindruckt und fand ihn gleichermaßen interessant wie mutig.

      Beim Cast des Films überzeugen vor allem die beiden jungen Hauptdarsteller durch ihr intensives wie emotionsgeladenes Spiel, das eine große Bandbreite aufweist. Von anfänglicher Rivalität über jähzornige Auseinandersetzungen bis hin zu fast familiärer Verbundenheit reicht das Spektrum. Die unmittelbar beteiligten Erwachsenen, Eltern und Erzieher*innen, sind ebenfalls facettenreich dargestellt. Allerdings empfand ein Teil der Jury die Charakterisierung der neuen Mitschüler*innen von Ben und Tariq an einigen Stellen zu eindimensional. Ebenso gerät die Darstellung der Lehrer*innen in ihren Augen etwas klischeehaft. Die Jury hatte dazu den Eindruck, dass sich die Regisseurin möglicherweise etwas zu viel vorgenommen hat. So gibt es doch einige lose Fäden in der Geschichte, die nicht zu Ende erzählt werden.

      Hervorzuheben ist die Qualität aller beteiligten Gewerke hinsichtlich Bildgestaltung, Einsatz von Musik und vor allem der Schauspielführung. Der Plot wird ruhig und kindgerecht erzählt, stille Momente werden ausgehalten und bekommen den notwendigen Raum, gelungen auch der Erzählstrang über Sport und Integration. (…)

      Trotz der kritischen Anmerkungen möchte die Jury betonen, dass es in ihren Augen Sarah Winkenstetten gelungen ist, einen sensiblen und inhaltlich gehaltvollen Debütfilm vorzulegen. Aus diesem Grund vergibt die Jury des FBW-Bewertungsausschusses gerne die Auszeichnung mit dem Prädikat „wertvoll“.

      Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)
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    1. Zu weit weg - aber Freunde für immer!: Kinderfilm um zwei Jungen, die ihre Heimat verloren haben und sich anfreunden.

      Vielfach prämierter, sympathischer, einfühlsamer und auch humorvoller Kinder- und Familienfilm. Regisseurin Sarah Winkenstette und Autorin Susanne Finken mischen geschickt Drama und Abenteuer, gehen ernste Themen wie das Schicksal eines Flüchtlings und den Verlust von Heimat ernsthaft an, verpacken sie aber unterhaltsam und verständlich. Dabei unterstützt werden sie von einem Ensemble, dessen junge wie erwachsene Mitglieder überzeugen.
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