Wir waren Könige

  1. Ø 4
   2014
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Wir waren Könige Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Wir waren Könige: Drama um die Zerbrechlichkeit von Freundschaft in einer SEK-Einheit und einer Clique von Jugendfreunden.

Es ist ein trister Tag in einer namenlosen Stadt in Deutschland. Ein Sondereinsatzkommando macht sich bereit um eine Wohnung zu stürmen, doch sie ahnen noch nicht, dass sich dieser Einsatz zu einem schicksalhaften Ereignis entwickeln wird. Wie geplant stürmt das Kommando die Wohnung, doch plötzlich gerät alles außer Kontrolle. Ein Beamter wird aufgrund von mangelhafter Ausrüstung angeschossen und schwer verletzt. Dem Täter gelingt gar die Flucht. Für die beiden Gruppenleiter Kevin (Ronald Zehrfeld) und Mendes (Misel Maticevic) ist dieser fehlgeschlagene Einsatz nur ein erneuter Beweis dafür, dass die Gewaltspirale nicht mehr aufzuhalten ist, denn in den letzten Jahren schlägt ihnen eine immer aggressiver werdende Gewalt entgegen, die sie kaum noch kontrollieren können.

Doch dieser vermasselte Einsatz ist nicht das Einzige, was zu Kopfzerbrechen führt, sondern auch in den eigenen Reihen brodelt es. Das Innenministerium will aus Kostengründen mehrere SEK-Einheiten auflösen und schaut im Moment sehr genau darauf, was die einzelnen Einheiten so praktizieren. Somit steht das Team unter besonderer Beobachtung. Im Laufe der Ermittlungen kommt es in dieser besonderen Situation auch noch zu einem weiteren schweren Zwischenfall, bei dem zwei Kollegen von Mendes‘ Truppe erschossen werden und eine Dienstwaffe unauffindbar verschwindet. Die Situation gerät außer Kontrolle und die Ereignisse überschlagen sich.

Mit „Wir waren Könige“ spielen die beiden Hauptdarsteller Ronald Zehrfeld und Misel Maticevic das erste Mal Seite an Seite, denn in der mit dem Grimme-Preis gekrönten Mini-Serie „Im Angesicht des Verbrechens“ von Regisseur Dominik Graf jagt Zehrfeld als Polizisten Misel Maticevic, der in der Russen-Mafia aktiv ist.

Darsteller und Crew

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Harter Großstadtkrimi mit prominenter Besetzung, bei dem sich die Grenze zwischen Gut und Böse, zwischen Gesetzeshütern und Gesetzlosen verwischen.

    Ein Routine-Einsatz des SEK (Sondereinsatzkommandos) endet im Desaster, zwei Verbrecher werden erschossen, ein dritter kann fliehen, ein Polizist landet schwer verletzt im Krankenhaus. Nach dem furiosen Auftakt bleibt der Adrenalinpegel hoch. In der Zentrale gibt es Standpauken von oben, es wird eng für die Truppe unter Gruppenleiter Kevin (Ronald Zehrfeld), die sich für unangreifbar hält und wie Pech und Schwefel zueinander steht. Als dann noch bei einem Einsatz gegen Jugendbanden zwei weitere Kollegen beim Schusswechsel sterben, wächst dennoch Misstrauen. Zwischen den verfeindeten Gangs im sozialen Brennpunkt steht der kleine Nasim, der bei den Großen mitmachen möchte und ohne es zu wollen, eine Welle von Gewalt auslöst.

    „It’s a Man’s World“, in die Philipp Leinemann führt, er inszeniert keinen braven Tatort oder Polizeiruf, sondern langt tief in die Genrekiste, dass die Kugeln nur so pfeifen. Bald weiß man, Gesetzeshüter und Gesetzlose trennt nur ein schmaler Grat. Nicht umsonst steht fett auf einem Zettel im SEK-Büro „Wir sind das, was ihr am Computer spielt“. Nur dass aus diesem Spiel bald tödlicher Ernst wird und nicht mehr aufzuhalten ist. Mit dem Unterschied, dass die SEKler keine Strafe fürchten müssen, während den Kriminellen Knast droht. In dieser in hartes Grau getauchten Männerwelt bleibt wenig Hoffnung auf Moral, Menschlichkeit und Empathie. Das von Action und Gewalt geprägte Drama, bei dem mancher auf einige brutale und fast voyeuristische Szenen verzichten könnte, erinnert nicht nur in Dramaturgie und schnellen Schnittfolgen an frühere US-amerikanische Cop-Thriller, sondern auch im Verhalten der Männer, die sich das Recht auf Selbstjustiz und Racheaktionen nehmen und wie Könige im Absolutismus aufführen, sich über das Gesetz stellen und auch schon mal einen Unschuldigen in die Mangel nehmen. Die Darsteller – neben Zehrfeld u.a. auch Misel Maticevic, Thomas Thieme, Oliver Konietzny – sind top, aber manchmal mischen zu viele mit, ist es schwierig, sich im Personendschungel zurecht zu finden. Das mindert aber nicht die Spannung. Die starken Nachtbilder von Kameramann Christian Stangassinger unterstreichen die düstere und depressive Atmosphäre wie auch die sich im kalten Winter verlierenden Bilder vom Tag. mk.

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