Wing Commander

  1. Ø 1
   1998
Wing Commander Poster

Filmhandlung und Hintergrund

Wing Commander: Nach dem gleichnamigen, erfolgreichen Videospiel kreierter Science-fiction-Film mit einer Garde erfolgreicher Jungmimen.

Die Menschheit befindet sich im Sternenkrieg mit den Kilrathi, bösartigen Außerirdischen, die das Universum für sich alleine haben wollen. Doch eine Truppe mutiger Recken aus der Menschenflotte bestimmt den Ausgang des Krieges: Halbblut Chris mit seinen erstaunlichen Navigationsfähigkeiten, die Anführerin der Pilotenstaffel Angel und Flieger Maniac, der seinem Namen alle Ehre macht, geben den Kilrathi Saures.

Der Navigations-Experte Christopher „Maverick“ Blair, der Kampfflieger Todd „Maniac“ Marshall und deren Kommandantin Jeanette „Angel“ Deveraux haben im Jahre 2654 die Aufgabe, die Menschheit vor den machthungrigen Kilrathi zu retten. Keine leichte Mission, denn die Außerirdischen befinden sich im Besitz des Navigationscomputers NavCom, mit dem sie per Hyper-Space-Sprung direkt auf der Erde landen können. Nun liegt es an der Besatzung der Tiger Claw, den Aliens die Wunderwaffe abzujagen und sie in ferne Galaxien zu verbannen.

Im Jahr 2654 muss die Besatzung der „Tiger Claw“ gegen Aliens angehen, die den Menschen gefährlich werden können. Es gilt, den Aliens einen Wundercomputer abzujagen und sie in ferne Galaxien zu verbannen. Der High-Tech-Science-Fiction beruht auf einem populären Computerspiel und besticht durch digitale Spezialeffekte.

Darsteller und Crew

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Verfilmungen von Videospielen sind normalerweise einfach nur hohl. "Wing Commander" hätte da eine Ausnahme sein können - hätte! Denn "Wing Commander" ist nicht einfach nur eine äußerst erfolgreiche Computerspiel-Reihe mit dem Hau-drauf-Effekt wie "Mortal Combat", sondern konnte auch immer mit einer, zumindest für Spiele, recht komplexen Story aufwarten. Schade nur, dass die Geschichte um den Kampf zwischen den Menschen und den Kilrathi nie sonderlich vertieft wird, auch der Pilgerkrieg wird nur angerissen, so als wäre der Film nur für die Kenner und Fans des Spiels gedacht.

    In so ziemlich allen Bereichen kann der Film noch nicht einmal die Durchschnittlichkeit ähnlicher Produkte erreichen. Die Effekte sind lahm, die Storyführung wirr, die Charaktere unausgegoren und die Schauspieler total fehl besetzt, auch wenn der Film krampfhaft versucht, eine Mischung aus "Star Wars" und Teenie-Soaps a la "Beverly Hills 90210" zu sein, was dem Thema natürlich auch alles andere als gut bekommt.

    Wurde die Rolle des Christopher Blair noch im Computerspiel von "Luke Skywalker" Mark Hamil dargestellt, so wird Hamil hier durch den drögen Freddie Prinze Jr. ersetzt, der mit seinem "Warum mag mich nur keiner?"-Gefasel nicht nur nervt, sondern als der Typ "Han Solo für Arme" einen peinlichen Weltraumpiloten abliefert. Besser weg kommt auch nicht Matthew Lillard, der seinem "Scream"-Image weiter nachhängen darf und eine Knalltüte der blödesten Art darstellt. Saffron Burrows bleibt als Wing Commander zwar adrett aber blass und auch Charakterdarsteller wie Karyo, Suchet und Prochnow haben keine Chance, sich zu entfalten.

    Normalerweise ist das Spiel zum Film Schrott. Hier dreht sich der Spieß um. Entstanden ist ein dümmlicher Film zu einem sehr attraktiven Computerspiel, das durchaus auch erwachsene PC-User ansprechen kann. Der Film ist jedoch nicht mehr als ein erbärmlicher Sternenkrieg fürs Kinderzimmer, und dass, oder vielleicht auch gerade deswegen, obwohl "Wing Commander"-Erfinder Chris Roberts, der eine Legende in der Spieleidustrie ist, selber auf dem Regiestuhl Platz genommen hat.

    Sein Inszenierungsstil und sein Drehbuch erinnern jedoch stark an die Zwischensequenzen, die man auch in Computerspielen hat: zusammengestückelt ohne größere Logik - Dialoge sind eh unwichtige Fragmente. Wenn der Film nun auf erstklassige Weltraumschlachten mit tollen Trickeffekten setzen würde, wäre die dümmliche Ausführung des Storygerüsts vielleicht noch akzeptabel. Aber auch die sehen einfach nur billig aus, genauso wie die Kostüme der Kilrathi, die sogar in den Computerspielen bessere Maskenbildner hatten und hier ziemlich klobig wirken.

    Als Trash ist das ganze jedoch auch nicht zu gebrauchen. Dazu ist der Film einfach zu langweilig. Und sein schlimmster Fehler: er nimmt sich selber viel zu Ernst. Das bisschen was an Humor drin steckt ist unfreiwillig.

    Fazit: Die misslungene Umsetzung eines guten Computerspiels mit lahmen Effekten und wirrer Story.
  • Millionen von Fans begeisterten sich für bislang fünf Folgen des gleichnamigen CD-ROM-Spiels, das den kriegerischen Abenteuern einer Gruppe von Spacejet-Fightern im All folgt. Chris Roberts, der Schöpfer des Spiels, hat nun seines Geistes Kind selbst verfilmt und liefert damit sein Spielfilmdebüt ab, ohne dem Stoff allerdings allzu viel Neues abgewinnen zu können.

    Man schreibt das Jahr 2654 und die Menschheit liegt im Krieg mit den teuflischen Kilrathi. Diese gelangen in Besitz des wichtigen Navigationsgeräts NavCom (das einer Autobatterie verdächtig ähnlich sieht), das es ihnen ermöglichen würde, den Sprung zur Erde zu schaffen und die Menschheit auszulöschen. Doch die Besatzung des Sternenkreuzers Tigerclaw bläst zum Gegenangriff. Neben dem üblichen Thema um die Verhinderung der Weltzerstörung durch eine feindliche Macht sind Rassismus (Hauptdarsteller Prinze wird für seine Abstammung als „Pilgrim“ verachtet), Identitätsfindung und Freundschaft wichtige Größen im bisweilen wirren Handlungsgefüge, die die Storyline mit mehr Substanz versehen sollen. Die Besetzung setzt sich aus Veteranen wie Jürgen Prochnow als mißtrauischer Commander und David Suchet und jungen Newcomern wie Freddie Prinze Jr., der zuletzt als Herzensbrecher in Teeniekomödie „Eine wie keine“ für Furore sorgte, „Punk“-Star Matthew Lillard, am besten für seine Rolle in „Scream“ bekannt, und Geena-Davis-Lookalike Saffron Borrows aus „Deep Blue Sea“ zusammen. Die Kampfsequenzen sind guter „Star Trek“-Serienstandard, auch wenn die Kameraarbeit von Thierry Arbogast („Das fünfte Element“) den Geschehnissen einen polierteren, nicht unattraktiven Look verleiht. Weniger gelungen: die bösartigen Kilrathi, die an eine Kreuzung aus Großkatze und den Känguruhwesen aus „Tank Girl“ erinnern und selbst jungen „Wing Commander“-Fans keine allzu große Angst einflößen sollten. Im technischen Bereich sind keine Innovationen zu erwarten, aber verstecken müssen sich die Effekte auch nicht. Die eigentliche Attraktion des soliden Weltraumabenteuers ist ohnehin der Versuch, altbekannte Science-fiction-Elemente mit gängigen Formeln der neuen Teenagerfilme zu vermischen und „Wing Commander“ damit im Kino ganz klar bei der Zielgruppe zu plazieren, die schon das Game am aufregendsten fand. Am amerikanischen Boxoffice ging die Rechnung nicht auf, aber mit findigem Marketing sollte man Interesse an diesem futuristischen „Top Gun“-Verschnitt wecken können. ara.

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