Wilsberg: Tod auf Rezept

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   2006
Wilsberg: Tod auf Rezept Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Wilsberg: Tod auf Rezept: Leonard Lansink auf Jimmy Stewarts Spuren als an den Rollstuhl gefesselter Ermittler.

Halb benommen wird Wilsberg im Krankenhaus Zeuge, wie ein Arzt eine Schwester erschlägt. Am nächsten Tag sind alle Spuren verwischt. Also ermittelt der Privatdetektiv auf eigene Faust und im Rollstuhl, durchsucht die Wohnung des mutmaßlichen Mörders und stürzt bei der Flucht die Treppe runter. Aus der Ohnmacht erwacht, blickt er in das Gesicht des verdächtigen Arztes; und der weiß längst, dass Wilsberg ihm und seinem Handel mit Narkosemitteln auf der Spur ist.

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Kritikerrezensionen

  • Eigentlich besitzt Georg Wilsberg, seines Zeichens Privatdetektiv aus Münster, ein Antiquariat. Nicht zuletzt seiner Neigung wegen wird er Neben- und Hauptberuf miteinander verbinden und gern Krimis lesen. Und wer Krimis liest, der schaut sie sich auch an; Wilsberg kennt also ganz sicher den Hitchock-Klassiker „Das Fenster zum Hof“.

    Krimiexperte Thorsten Näter ohne Frage ebenfalls, und da die Wilsberg-Filme stets auch ein bisschen Komödie sind, hat er das Augenzwinkern in sein Drehbuch gleich miteingebaut: Nach Unfall und Operation bekommt Wilsberg (Leonard Lansink) von Kumpel Ekki (Oliver Korittke) spannende Literatur zum Einschlafen („Diagnose Mord“). Prompt wird ihm als lektürebedingter Alptraum ausgelegt, was er mit eigenen Augen gesehen hat: Im Krankenhaustrakt gegenüber hat ein Arzt eine Schwester erschlagen. Dass ihm keiner glaubt, spornt Wilsberg nur noch mehr an: Wie weiland Hitchcocks Held ermittelt der Detektiv nun eben aus dem Rollstuhl heraus. Allerdings schickt er nicht seine (ohnehin nicht vorhandene) Freundin in die Höhle des Löwen, sondern wagt selbst den Einbruch: Er quartiert sich bei seiner Hassliebe, Kommissarin Springer (Rita Russek), ein, denn die ist praktischerweise eine Nachbarin des Arztes. Dort wartet er, bis die Luft rein ist, und schnüffelt in der Wohnung des mutmaßlichen Mörders rum. Von Ecki und seinem Mündel Alex (Ina Paule Link) gewarnt, gelingt es ihm zwar rechtzeitig, die Wohnung zu verlassen, doch dabei stürzt er samt Rollstuhl die Treppe runter und damit dem Tod direkt auf die Schippe: Aus der Ohnmacht erwacht, blickt er in das Gesicht des verdächtigen Arztes; und der weiß längst, dass Wilsberg ihm und seinem Handel mit Narkosemitteln auf der Spur ist.

    Gekonnt balanciert der von Marc Hertel unauffällig, aber stets fesselnd inszenierte Krimi auf dem schmalen Grat zwischen Thriller und Komödie. Mitunter haben Näters Einfälle fast Sitcom-Charakter, wenn sich beispielsweise die Kommissarin auf ein intimes Mahl mit dem Privatdetektiv freut und nacheinander sämtliche Beteiligten mit der gleichen Bemerkung über das Essen („Hausmannskost“) zur Tür reinschneien. Der Film bereitet also auch dann viel Freude, wenn man die Anspielungen auf „Das Fenster zum Hof“ nicht erkennt; und spannend ist er ohnehin. tpg.

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