Filmhandlung und Hintergrund

Knallige Komödie im Western-Ambiente mit atemberaubenden Spezialeffekten. Familientaugliche Mischung aus Action, Fantasy, Comedy und Western nach Motiven einer Sechziger-Jahre-TV-Serie.

Die Agenten James West und Artemus Gordon sind unterwegs in präsidentlicher Mission: Sie müssen Bösewicht Dr. Loveless schnappen, der Mordpläne gegen den Präsidenten schmiedet. Hierzu gedenkt er seine Killer-Maschine ‚Tarantula‘ zum Einsatz zu bringen. Doch er hat die Rechnung ohne den Witz von West und den Erfindungsreichtum von Gordon gemacht. Zu allem Überfluß klinkt sich die schöne Rita ein in die Jagd nach dem Bösewicht und seinen verführerischen Helferinnen.

Das Verbrecher-Genie Dr. Arliss Loveless schockt ganz Amerika mit seinen wiederholten Attentaten auf den Präsidenten. Diesem Treiben ein Ende setzen will nicht nur Special Agent James West, sondern auch sein unabhängig von ihm operierender Kollege Artemus Gordon. Nach etlichen Rückschlägen wird den beiden klar, daß Konkurrenz in diesem Falle nur hinderlich ist. Ihren nächsten Angriff auf Loveless starten sie gemeinsam. Und da ihnen dabei die schöne, wenn auch undurchsichtige, Rita Escobar zu Hilfe eilt, scheint Amerika gerettet…

Special Agent West verbündet sich mit seinem Kollegen Gordon, gemeinsam gehen sie nun gegen den Verbrecher und Präsidenten-Attentäter Dr. Loveless vor. Als noch die schöne Rita auftaucht, scheint Amerika gerettet. Abenteuer, Thrill, Action, eine Portion Sex und fantasievolle Gimmicks ergeben perfekte Unterhaltung.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

    1. "Wild Wild West" ist ein grandioses Beispiel dafür, dass es zu 99 Prozent schiefgeht wenn man versucht eine 60er Jahre TV-Serie auf die 90er Jahre Kinoleinwand zu zaubern. Der Film ist einfach nur schlecht. Dies liegt vor allem an seinem verkorksten Script - vier Drehbuchautoren waren vielleicht doch ein paar zuviel. Die Witze sind verkrampft, die Actionszenen, die zugegebenermaßen noch recht gut gemacht sind, ziehen sich endlos in die Länge, die Qualitäten der beiden Hauptdarsteller, vor allem die von Kevin Kline, werden nicht im geringsten genutzt. Ganz im Gegenteil ist Klines Part einfach undankbar wenn man an die grausigen Dialoge und die noch grausigeren Klamotten denkt, die dem Vollblutkomödianten aufgezwungen werden. Noch schlimmer ist jedoch Salma Hayek dran. Die dient nämlich nur als schöne Staffage, ansonsten ist ihre Rolle so überflüssig und nichtssagend wie ein Pickel am Hintern. Da kommt Kenneth Branagh doch besser weg. Wenigstens er kann, auch wenn er ziemlich viel Make Up draufhat, noch einigermaßen spielen und wird nicht von der Ausstattung erdrückt. Als verrückter Arliss Loveless kann er als einziger noch etwas sein Talent ausspielen. Kein Film für den sich das Team Barry Sonnenfeld/Will Smith rühmen kann, dann doch lieber noch zehn mal "Men in Black". An den Kinokassen schmierte das 170 Millionen Dollar Spektakel auch ab. Und das zu recht...

      Fazit: Brachliegende Schauspieltalente, grausige Dialoge, grausige Klamotten und verkrampfte Witze machen diesen Film zum Flop.
    2. Wild Wild West: Knallige Komödie im Western-Ambiente mit atemberaubenden Spezialeffekten. Familientaugliche Mischung aus Action, Fantasy, Comedy und Western nach Motiven einer Sechziger-Jahre-TV-Serie.

      Yee-haw, der wilde Willy reitet wieder im Blockbuster-Lande! Somit ist es offiziell: Will Smith darf als unangefochtener Independence-Day-König gelten. Zum drittenmal saß er am 4.-Juli-Wochenende fest im Sattel und konnte seine Fans diesmal mit der skurrilen SciFi-Westernkomödie, in die US-Kinos locken. Die gigantomanische Mischung aus Bond und „Bonanza“ nach dem Vorbild einer vergessenen Fernsehserie der sechziger Jahre markiert Smith‘ zweite Zusammenarbeit mit Regisseur Barry Sonnenfeld („Schnappt Shorty“), nachdem sie vor zwei Jahren bereits mit „Men In Black“ für Columbia TriStar pechschwarze Zahlen schreiben konnten.

      Nicht zuletzt wegen des hohen Erfolgsdrucks war die „WWW“-Produktion bereits im Vorfeld von einer störenden Staubwolke schlechter Presse umgeben. Von einer „Waterworld“-ähnlichen Budget-Anschwellung (angeblich um die 180 Mio. Dollar) war die Rede, von einer katastrophalen Testaufführung wurde gemunkelt, selbst Reshoots sollen von Nöten gewesen sein. Auf die rechte Größe zusammengestutzt wurden die vermeintlich kreisenden Pleitegeier jedoch durch den positiven Buzz von Smith‘ gerappten Titelsong und dem dazugehörenden opulenten Musikvideo, das das jugendliche Publikum bestens auf den Geschmack für das exzentrische Effektespektakel brachte. Lose auf der gleichnamigen TV-Serie basierend, wurde die unkonventionelle Story von insgesamt sechs Drehbuchautoren verfaßt. Sie kombinieren das Setting eines klassischen Westerns mit den Gadgets, der Grandeur und der Jovialität der James-Bond-Filme, fügen eine Dosis visueller Gags aus der Bizarro-Schule Tim Burtons hinzu, schwelgen in den Gefilden der harmlosen Sexklamotte und der zänkischen Buddykomödie, um schließlich mit Jules Verne nachempfundenen Gerätschaften ins Science-fiction- und Mechanische-Monster-Territorium davonzustampfen. Bei so vielen verschiedenen Elementen ist es kaum verwunderlich, daß es sich hier weniger um ein zusammenhängendes Ganzes, denn die routinierte Aneinanderreihung einzelner Plotpunkte handelt.

      Smith mimt mit gewohntem Charme und Witz (und verstärktem Sexappeal) den Regierungsagenten Jim West im Wilden Westen des Jahres 1869. Gemeinsam mit seinem neuen Partner Artemus Gordon (Kevin Kline, der sich mit Smith nicht ganz so perfekt wie Tommy Lee Jones ergänzen will), einem ausgekochten Erfinder und Frauenimitator, soll er im Auftrag von Präsident Grant (ebenfalls der Präsi-„Dave“-erprobte Kline) das Verschwinden von Amerikas Topwissenschaftlern aufklären. Als diabolischer Bösewicht entpuppt sich alsbald der beinlose Rollstuhlfahrer Dr. Arliss Loveless (Kenneth Branagh auf Overacting-Autopilot), der seine Kidnappingopfer gezwungen hat, ihm eine gigantische feuersprühende Metalltarantula zu bauen, mit der er gedenkt, die Macht an sich zu reissen. Doch die beiden unverzagten Superagenten haben noch ein Wörtchen mitzureden.

      Mit von der Partie sind zudem Mexiko-Export Salma Hayak und ihr korsettgeschnürtes Dekolleté; Ted Levine als abstoßend-ekliger Bürgerkriegs-General „Bloodbath“ MacGrath, M. Emmet Walsh als Zugführer und Bai Ling als sexsprühende Drachenlady. Als grob gezeichnete Karikaturen staksen sie durch Sonnenfelds opulent ausgestattetes Filmwunderland und wirken dabei so echt wie Loveless‘ 30-Meter-Spinne. Daß der Humor auf diesem artifiziellen Spielplatz vornehmlich aus anzüglichen Doppeldeutigkeiten gemolken werden muß, ist klar, wenn wundersames Staunen wichtiger ist als greifbar echte Figuren und Emotion. Ätzenden Biß haben hingegen Smith‘ locker servierte, wiederholte sarkastische Seitenhiebe auf die Sklaverei - einziges Zugständnis der Filmemacher, daß es doch ungewöhnlich ist, im 19. Jahrhundert einen Schwarzen als Geheimagent-Dandy ins US-Hinterland zu schicken. Beeindruckend, neben der famosen Kameraarbeit von Michael Ballhaus, sind natürlich die Effekte. Der vom Präsident gestellte Zug erweist sich als ein mit allen möglichen Finessen ausgestattetes Äquivalent zum Bond-Mobil, und wenn die Monsterspinne durch die Prärie poltert, dann bleibt kein Auge trocken. ara.

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