Wie ausgewechselt

  1. Ø 4.8
   2011
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Filmhandlung und Hintergrund

Wie ausgewechselt: Komödie über zwei beste Freunde, die gern einmal das Leben des Anderen führen würden und nach magischem Körpertausch diesen Wunsch erfüllt bekommen.

Dave, Spitzenanwalt und dreifacher Familienvater, wäre so gern einmal Mitch, ein sorgloser Lebenskünstler, den nur seine Erfolge bei Frauen wirklich interessieren. Eine magische Fügung erfüllt den Wunsch der beiden besten Freunde, die nach einem Körpertausch nun mit ungewohnten Herausforderungen zurechtkommen müssen. Mitch kann im Körper von Dave nun große Karriere, Dave im Körper von Mitch den Frauenhelden spielen. Wunderbare neue Erfahrungen, wenn da nicht die Sehnsucht nach dem alten Ich wäre.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Zwei gegensätzliche Freunde tauschen, nicht ganz freiwillig, für ein paar Tage ihre Körper und ihre Rollen. So muss der Lebemann Mitch auf einmal nachts Windeln wechseln und tagsüber in der Anwaltskanzlei aufpassen, dass er nicht gefeuert wird. Familienvater Dave hingegen soll, beziehungsweise darf einiges in Sachen Sex nachholen. Ryan Reynolds als Mitch und Jason Bateman als Dave sind die Kandidaten dieses Männertausches, der aufgrund eines gelungenen Drehbuchs der beiden „Hangover“-Autoren Jon Lucas und Scott Moore ziemlich lustig wird.

    Die von David Dobkin inszenierte Komödie stellt zunächst die gegensätzlichen Lebenswelten von Dave und Mitch in Atlanta, Georgia vor, wobei sie im Allgemeinen klischeehaft bleibt. Mitch kifft am Steuer, Dave wirft die angebotene Zigarette gleich aus dem Fenster. Insgeheim beneidet Mitch den Freund wegen seines Erfolgs, während Dave unter dem Einfluss einiger Drinks gesteht, dass er sich wünscht, die Ausschweifungen noch nachholen zu können, die er in seinen Zwanzigern verpasst hat.

    Außergewöhnlich sind die punktuellen Attacken groben Humors, die vor allem Daves geregeltes Dasein heimsuchen. Das eine der beiden Babys schlägt seinen Kopf ausdauernd gegen die Stäbe seines Gitterbetts, später, wenn Mitch sich im Körper Daves verbirgt und die Zwillinge nachts füttern soll, setzt er sie in die Spüle und gießt Milch über ihre Köpfe. Vorher aber bekam er von Jamie einen Fußtritt, weil er ihr im Bett sagte, sie sei doch die Mutter, also solle sie doch aufstehen.

    Leslie Mann spielt Jamie, die in eine Krise gerät, weil ihr vermeintlicher Dave auf einmal nicht mehr der moderne Familienvater ist, der auf absolut korrekte häusliche Arbeitsteilung achtet. Jamie kann blitzschnell von nett und charmant auf richtig verärgert umschalten, wenn Dave Sand ins Getriebe des anstrengenden Familienalltags streut. Dennoch wirft Mitch kurzerhand die Erziehungsideale des echten Dave über den Haufen und ermuntert die fünfjährige Tochter Cara zur Gewalttätigkeit in der Ballettschule.

    Auch Dave im Körper des Mitch wird mit ungewohnten Härten konfrontiert, soll er doch in einem so genannten Lorno auftreten, einem ihm bislang unbekannten Filmgenre, das sich als Light-Porno entpuppt. Später lockt dann Daves Kanzleikollegin Sabrina, gespielt von Olivia Wilde, zum Ehebruch incognito, während Jamie dem Babysitter ihr Elend klagt, dass der Mann an ihrer Seite sie schon lange nicht mehr attraktiv findet. Trotz aller Aufgabenteilung, ein bisschen unterscheiden sich die Geschlechterrollen schon noch im Universum der „Hangover“-Erfinder, Dave und Mitch sehnen sich nach Sex als Abenteuer, Jamie will nur ihren Mann betören. Trotz ihrer eingefahrenen Wege bietet die Komödie dennoch einen vergnüglichen Ideenreichtum im Kleinen.

    Fazit: Dank ihres gelungenen Drehbuchs überzeugt diese Körpertausch-Komödie mit Ryan Reynolds und Jason Bateman.
  • Die neue Komödie der „Hangover“-Autoren lässt zwei Freunde die Körper tauschen, zeigt aber ansonsten in der Erfolgsspur etwas derberer Komik kein Wechselfieber.

    Nächtliches Windeln, beim dem ein Vater von freiliegenden Baby-Geschützen unter Beschuss genommen wird, gibt von Beginn an den Ton vor, mit dem die Drehbuchautoren Jon Lucas und Scott Moore hier operieren. Drastisch und frech bis hin zu lustvoll vulgär sein, ist ihre Strategie in einem Szenario, das sich wie „Hangover“ auf Situationskomik fokussiert und pointierte Dialogduelle der Konkurrenz überlässt. Mit Jason Bateman („Umständlich verliebt“) und Ryan Reynolds („Selbst ist die Braut“) schlüpfen echte Genreprofis in die Rollen zweier bester Freunde, die durch eine magische Fügung für ein paar Tage das Leben des Anderen führen dürfen.

    Dave (Bateman) ist ein erfolgreicher Anwalt, der kurz vor der Partnerschaft in seiner Kanzlei steht, wenn er die geplante Fusion mit einem japanischen Konzern einträglich abschließen kann. Als dreifacher Familienvater, der nachts bei seinen beiden Jüngsten Sanitärdienste leisten muss, beneidet er seinen alten Kumpel Mitch (Reynolds), der als Schauspieler sorglos durchs Leben surft, auch im Bett die Ungebundenheit liebt und so auch bei Daves scharfer Kollegin (Olivia Wilde) keinen Einspruch erheben würde, wovon der treue Ehemann nur träumen kann. Nach einer Kneipentour gestehen sich die Freunde, dass sie einmal der Andere sein wollen. Am nächsten Morgen hat sich ihr Wunsch erfüllt. Lebenskünstler und Frauenheld Mitch besetzt nun den Körper von Dave – und umgekehrt.

    Verschiedene Generationen und Geschlechter ließ Hollywood bereits des Öfteren die Körper tauschen, die Variation liegt hier in einem Ansatz, der Geschmacksgrenzen überschreitet, in puncto Moral aber doch schamhaft bleibt. Von der Intimrasur bis hin zum simulierten Sex mit grenzgelifteten Blondinen wird ausgereizt, was Judd Apatow salonfähig machte. Die Brücke zu seinen Komödien schlägt auch Apatows Frau Leslie Mann, die die Leiden einer dreifachen Mutter outen und, nach einer schwangeren Stripperin, auch ihren Körper (digital) unverhüllt ausstellen darf – beides zumindest für amerikanische Augen eine Provokation. Die besten Gags in dieser Komödie, die liefert, was das Zuschauerherz derzeit fordert, bleiben Batemans Babys vorbehalten, die im Umgang mit Messer, Mixer und Elektrik zeigen, was es eigentlich nicht gibt: charmanten Terrorismus.

    kob.

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