Wide Awake

  1. Ø 0
   1998
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Filmhandlung und Hintergrund

Niemanden liebt der kleine Joshua mehr als seinen Großvater. Als der entgegen anderslautender Beteuerungen eines Tages das Zeitliche segnet, bricht für Joshua eine Welt zusammen. Kurzerhand beschließt er, den lieben Gott zu suchen und ihn der Sache wegen mal zur Rede zu stellen. Irgendwo muss dieser Gott ja stecken, und wenn die Lehrer auf der Klosterschule nicht wissen wo, dann vielleicht der beste Freund, der Schulclown, die Frauen, der Football-Coach, oder der Papst. Im Hausflur trifft er ihn schließlich.

Depressiver Dreikäsehoch sucht nach dem Tod des Großvaters nach dem Sinn des Lebens. Heiter-besinnliche Geschichte vom Erwachsenwerden, ein Frühwerk des späteren Blockbuster-Werfers M. Night Shyamalan.

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Kritikerrezensionen

  • Die Frage danach, wo der liebe Gott zu finden ist, stellt sich sicherlich fast jedes Kind irgendwann einmal. Der zehnjährige Protagonist Joshua (Newcomer Joseph Cross) des rührseligen Coming-of-Age-Dramas sucht hartnäckig nach einer Antwort auf diese menschheitsalte Frage, um sich so nach dem Befinden seines verstorbenen, schmerzlich vermißten Großvaters (Robert Loggia) erkundigen zu können.

    Regie und Buch gehen auf das Konto des 26jährigen M. Night Shyamalan, der sein zweites Projekt in zwei Teile aufteilte: Zunächst geht es um glaubensphilosophische und emotionale Fragen und in der Folge um die möglichst ernsthafte Antwort darauf. Als Hintergrund für die spirituelle Gralssuche seiner kindlichen Hauptfigur wählte der Jungregisseur das Oberschichts-Milieu in Philadelphia: Die Eltern Joshuas sind beide Ärzte (Dana Delaney und ein uncharakteristisch sanfter Denis Leary in recht unerheblichen Nebenrollen) und leben in einer traumhaften Villa. Der zuckersüße, stets artige Knirps (großzügiger Einsatz von Haarspray und Lippenstift verleihen dem talentierten Cross einen kokett-adretten Look) besucht eine katholische Jungenschule, wo Rosie O’Donnell auf ihre übliche kumpelhafte Tour als Nonne mit einer ausgeprägten Liebe für Jesus und Baseball für ein wenig heitere Auflockerung in dem vorwiegend betulich-ernsthaften Melodram sorgt. Putzig sind zudem noch Joshuas Experimente mit islamischen, jüdischen und buddhistischen Glaubensritualen, die ihn jedoch auch nicht Gott finden lassen. Schließlich erkennt er in einem geheimnisvoll-stillen Mitschüler einen blondgelockten (B)Engel, der ihm Anworten auf seine zwingenden Fragen gibt.

    Der nachdenkliche Familienfilm mit New-Age-Sensibilität hat beste Absichten, doch gerade das Sendungsbewußtsein, einen inhaltlich sinnvolle Beitrag abzuliefern, läßt die Variante von „Hallo Mr. Gott, hier spricht Anna“ bleischwer wirken, wo Leichtigkeit von Nöten gewesen wäre. Kinder dürften sich jedenfalls aufgrund der dick aufgetragenen Weinerlichkeit und des schwermütigen Themas nur in Maßen begeistert zeigen. ara.

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