Wenn Liebe so einfach wäre

  1. Ø 4.4
   2009
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Wenn Liebe so einfach wäre Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Wenn Liebe so einfach wäre: Intelligente RomCom für Erwachsene, die vom Spielwitz des Hauptdarstellertrios Meryl Streep, Alec Baldwin und Steve Martin lebt.

Jane Adler, Mutter dreier erwachsener Kinder und Eigentümerin einer erfolgreichen Bäckerei, pflegt nach rund einem Jahrzehnt der Trennung mit ihrem Ex-Mann Jack eine freundschaftliche Beziehung. Er, erfolgreicher Anwalt, hat inzwischen eine viel jüngere Frau geheiratet, die ein Kind von ihm will. Da landen die beiden nach einem feuchtfröhlichen Abend wieder miteinander im Bett. Plötzlich ist Jane die „andere Frau“. Erschwert wird die heikle Situation durch den liebenswerten Architekten Adam, der ihr gerade den Hof macht.

Darsteller und Crew

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Kritiken und Bewertungen

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  • „Wertvoll”

    Jake (Alec Baldwin) und Jane (Meryl Streep) verbindet zehn Jahre nach ihrer Scheidung nichts mehr - außer die drei bereits erwachsenen Sprößlinge. Doch ganz unverhofft kommen die alten Gefühle zurück und die beiden beginnen trotz Jakes zweiter Ehe eine prickelnd unvernünftige Affäre. Nun muss sich Jane zwischen ihrer Vergangenheit und einer möglichen neuen Beziehung mit dem Architekten Adam (Steve Martin) entscheiden... Vergnügliche Komödien mit Starbesetzung und viel Situationskomik, romantisch und unterhaltsam, aber auch mit ein paar ernsthaften Anklängen und interessanten Grundproblematiken - für diese Filme hat sich Regisseurin Nancy Meyers in Hollywood einen Namen gemacht und überzeugt auch mit ihrem neuesten Werk über Liebeswirrungen im fortgeschrittenen Alter. Herrlich erfrischend!

    Jurybegründung:

    Den Frauen über fünfzig, die schon Ehe, Kinder und Karriere hinter sich haben, soll diese Komödie Mut machen, denn Meryl Streep spielt eine Best-Agerin, der alles zu gelingen scheint. Ihre drei Kinder sind zu Bilderbuchmenschen herangewachsen, ihre Bäckerei ist ein Erfolg und sie wohnt in einem idyllisch gelegenen und großzügig gebauten Anwesen in Kalifornien. Zudem ist sie noch so attraktiv, dass ihr gleich zwei Männer verfallen, und dass einer davon ihr Ex-Ehemann ist, von dem sie seit vielen Jahren getrennt lebt, ist der Witz des Films. Denn dass sie plötzlich die Seiten gewechselt hat, und jener Frau den Gatten ausspannt, die vorher genauso ihre eigene Ehe zerstört hat, stürzt sie in Gewissenskonflikte, die aber nie so gravierend sind, dass sie auf den Spaß verzichten würde. Und dann ist da ja auch noch der einfühlsame zweite Verehrer - ein Architekt, der einen neuen Anbau an ihrem Haus leitet...

    Mit vielen zärtlich-ironischen Pointen über das Älterwerden ist dies eine unterhaltsame Komödie, in der die zahlreichen amüsanten Verwicklungen nie allzu dramatisch werden und der Humor meist schön gesittet bleibt. Kleine Frivolitäten, die Bikinizone der Heldin und den nackten Hintern ihres Exgatten betreffend, gelten da schon als gewagt. Meryl Streep und Steve Martin kiffen auch mal ein wenig auf einer Party, und dabei lässt Martin endlich ein wenig von seinem manischen Zappelphilipp heraus. Ansonsten folgen er und Alec Baldwin der umwerfenden Meryl Streep folgsam wie zwei Schoßhündchen, sodass ihnen John Krasinski in der Nebenrolle des in die ganze Familie verliebten Schwiegersohns in spe die Show stiehlt, indem er einige von den wirklich witzigen Auftritten des Films hat.

    Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)

Kritikerrezensionen

  • Die Beziehungskomödie „Wenn Liebe so einfach wäre“ von Nancy Meyers dreht sich um drei reifere Charaktere. Jane Adler fragt schon mal beim Schönheitschirurgen nach, was man mit ihren Augenlidern machen könne, ihr Ex-Mann Jake kann den Bauch nicht mehr richtig einziehen und der Architekt Adam hat schlohweißes Haar. Viele Jahre nach ihrer Scheidung entdecken Jane und Jake ihre Gefühle füreinander noch einmal neu. Doch Jane zweifelt an der Dauerhaftigkeit dieser Affäre. Meryl Streep ist die Lichtgestalt unter den Darstellern in einem Film, der ansonsten nicht viel zu bieten hat.

    Jane Adler ist wohlhabend. Ihre Villa liegt in einem gepflegten Garten an der kalifornischen Küste. Die Inneneinrichtung könnte die Seiten eines Hochglanzmagazins zieren. Sie führt eine Bäckerei mit Speiselokal und beschäftigt einen Innenarchitekten. Auch dem Ex-Mann, den Alec Baldwin spielt, und den drei erwachsenen Kinder fehlt es materiell an nichts. Das erlesene Ambiente in feinen Hotels und in Janes perfektem Heim entfaltet einen zwiespältigen Reiz, denn wohlhabende Leute wirken irgendwie auch sonst nicht ernsthaft problembeladen.

    Jane mit ihrem blonden Locken ist immer noch eine attraktive Frau und ihr Gesicht strahlt, wenn sie lacht. Manchmal aber sieht sie abgespannt und unsicher aus, als habe sie Angst vor dem Altwerden. Solche Momente von Wehmut und Sorge wischt Jane mit einem entschlossenen Lächeln schnell wieder weg, weil sie eine positive Einstellung hat. Meryl Streep muss zwar erstaunlich oft lachen in diesem Film, doch bei aller Ausgelassenheit überzeugt sie, weil sie so viele verschiedene Gefühle ausdrücken kann. Mal nachdenklich, mal verletzlich, mal albern, Meryl Streep spielt gerne und mit Herz, als wäre ihr auch diese Rolle auf den Leib geschnitten.

    Ihre beiden männlichen Schauspielerkollegen hingegen erweisen sich als weniger gut besetzt. Alec Baldwin gibt als Jake den wohlgenährten Wonneproppen, der in seiner Werbung um die Ex-Frau schnell vom Charmeur zum Platzhirschen mutieren kann. Dabei überrascht seine Schamlosigkeit, mit der er Besitzansprüche stellt und Jane von seinen Vorzügen überzeugen will. Zwar stellt Baldwin die komische Seite seiner „Ich-will-wieder-nach-Hause“-Mission gut heraus, doch ein komplexer Charakter gelingt ihm nicht. Wahrscheinlich war der hier auch gar nicht gefragt, denn Jake ist zum Beispiel, obwohl seine drei Kinder oft dabei sind, an denen kaum interessiert.

    Steve Martin als Architekt Adam bleibt durchweg blass. Die Geschichte lässt ihm keinen Raum, um Jane wirklich den Hof zu machen und es wird, je länger sie mit dem Ex gemeinsame Erinnerungen auffrischt, fraglich, was er dem entgegensetzen könnte. Martin muss hier überhaupt nicht als Komiker aktiv werden, doch auch sonst gewinnt er kaum Konturen. Weil der Film weniger an den inneren Konflikten der Personen interessiert ist als an oberflächlicher Situationskomik, wirkt die Handlung streckenweise langatmig. Nach den einzelnen Witzen fehlt der Tiefgang, so dass Janes komplizierte Entscheidungsfindung eher Behauptung bleibt.

    Fazit: Meryl Streep ist die Lichtgestalt dieser eher oberflächlichen Komödie über eine späte Dreiecksbeziehung.
  • Nancy Meyers überzeugt mit einer intelligenten RomCom für Erwachsene, die vom Spielwitz des Hauptdarstellertrios Meryl Streep, Alec Baldwin und Steve Martin lebt.

    Jane Adler (Meryl Streep), erfolgreiche Betreiberin einer Bäckerei mit angeschlossenem Speiselokal, ist geschieden und unterhält eine Affäre mit ihrem Ex-Mann Jake (Alec Baldwin). Der, erfolgreicher Anwalt, hat inzwischen die viel jüngere Agness (Lake Bell) geheiratet, Mutter eines anstrengenden Jungen. Dann ist da noch der liebenswerte Architekt Adam (Steve Martin), der Janes Haus umbauen soll und gern Teil ihres Lebens wäre. Mit anderen Worten: „It’s Complicated“, was sich im deutschen Titel als „Wenn Liebe so einfach wäre“ liest. Kopf hinter dem verqueren Liebesdreieck ist Nancy Meyers, seit Hits wie „Was das Herz begehrt“ oder „Was Frauen wollen“ Hollywoods Fachfrau in Sachen Beziehungschaos.

    Dabei fand die Filmemacherin es besonders kompliziert, den richtigen Titel zu finden. „Die andere Frau“ war angedacht und auch „Geschieden“ – mit einem Werbeplakat, das das entfremdete, in die Jahre gekommene Paar im Bett zeigt. Mit dem Poster wird inzwischen beiderseits des Atlantiks geworben und es ist guter Verweis darauf, womit man es hier zu tun bekommt: einer sophisticated comedy in der Tradition von Howard Hawks und George Cukor. In Zeiten von kruden, im College-Milieu angesiedelten Saufexzessen und Sexkaspaden sind „erwachsene“ Komödien selten. Weil sie schwierig zu schreiben sind, gutes Gefühl für Timing voraussetzen und zurückhaltend inszeniert werden müssen. Nur eine Handvoll Filmemacher bekommt diese Art Stoff aktuell in den Griff, James L. Brooks („Besser geht’s nicht“) zum Beispiel, Nora Ephron („Schlaflos in Seattle“) bedingt und eben Ms. Meyers.

    Viel Wert legt die Drehbuchautorin, Produzentin und Regisseurin auf geschliffene Dialoge, auf sorgfältiges Produktionsdesign und erlesene Fotografie. In Sachen Kamera brilliert Oscar-Preisträger John Toll („Braveheart“), der im establishing shot das noble Santa Barbara in glasklaren Bildern einfängt, so die Parameter definiert, in denen der Geldadel sich bewegt. Man kreist um sich selbst, beschäftigt Psychologen und Physiotherapeuten, fährt Ferrari und schlürft zum Champagner Austern. Finanzielle Probleme bleiben außen vor, die Wahl der richtigen Kleidung scheint das schwerwiegendste aller Probleme. Kino funktioniert hier, wie in besten Tagen, als perfekte Illusionsmaschine, bietet Eskapismus pur – und gleichzeitig nimmt man an den (Liebes-)Nöten der Helden teil, weil gut besetzt wurde, alle überzeugend agieren.

    Meryl Streep, in Sachen Kochkunst auf den Spuren von „Julie & Julia“ wandelnd, vermag mit dem Hochziehen einer Augenbraue mehr auszudrücken als viele Kollegen mittels einer Dialogseite, Alec Baldwin („30 Rock“) hält mit vollem Kampfgewicht und mächtiger Körperbehaarung dagegen, während Steve Martin („Im Dutzend billiger“) auf von ihm gewohnte Zappeleien verzichtet und traurig wie ein Clown dreinschaut. Fürs „jugendliche“ Element sorgen derweil die drei erwachsenen Kinder der Adlers, die so gar nicht verstehen, was Mama und Papa so treiben – womit sie nicht alleine sind, denn die wissen es ja schließlich selbst nicht. Aber wie hieß es schon 1947 bei Irving Reis: „So einfach ist die Liebe nicht“. geh.

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