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Weil du mir gehörst

Filmhandlung und Hintergrund

Intensives Drama zum Thema Eltern-Kind-Entfremdung mit Julia Koschitz als besitzergreifendem Muttertier.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Weil du mir gehörst: Intensives Drama zum Thema Eltern-Kind-Entfremdung mit Julia Koschitz als besitzergreifendem Muttertier.

    Intensives Drama zum Thema Eltern-Kind-Entfremdung mit Julia Koschitz als besitzergreifendem Muttertier.

    In diesem bedrückend intensiven TV-Movie werden die oft unterschätzten Spätfolgen eines Scheidungskrieges auf die Psyche eines kleinen Kindes geschildert. Parental Alienation Syndrome heißt der Therapeuten-Terminus, wenn ein Partner es darauf anlegt, das gemeinsame Kind dem anderen zu entfremden. Die geschiedene Julia will nicht nur das alleinige Sorgerecht für Töcherchen Anni zugesprochen bekommen, sie will auch, dass sich die Achtjährige von ihrem Papa Tom genauso betrogen und verlassen fühlt wie die Mama von ihrem Ex-Gatten. Julia Koschitz spielt dieses tief verletzte, rachsüchtige Muttertier mit furchterregender Überzeugungskraft als passiv-aggressive Dulderin, die nicht davor zurückschreckt, ihrer Anni höllische Seelenqualen zu bereiten. Der Familienrichter guckt zu Beginn des Films schon wissend, wenn das Mädchen (überzeugend in der schwierigen Rolle: Lisa Marie Trense) unverhohlenen Hass auf ihren Vater bekundet. Den schürt die Mama mit Lügen und Finten, die das Vertrauen der Kleinen in ihren Vater restlos torpedieren und auch von Rechtsfürsorge und Jugendämtern nur selten durchschaut werden. Immer wieder hindert sie ihn daran, die Tochter zu sehen, lässt aber Anni im Glauben, er wolle sich nicht kümmern. Autorin Katrin Bühlig hat das Problem sorgfältig recherchiert und lange überlegt, welches Elternteil der entfremdende Böse sein soll. In ihrem Bilderbuchfall zieht nun Julia Koschitz alle Register von der still leidenden Kümmerin bis zur eiskalten Horrormutti. Dagegen wirkt Felix Klare als Vater aufrecht und etwas blass. Die Regie von Alexander Dierbach steht ganz im Dienst des Themas. So ist der Film vielleicht formal nicht so ambitioniert wie thematisch, hat dafür aber großes Potenzial, sein Publikum zu schockieren.
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